Da schwimmt was auf dem Tee

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Da schwimmt was auf dem Tee

Beitrag von Indikator »

Moin,
ich bin mir nicht sicher, ob das zur Mikrobiologie gehört, weil ich mir nicht sicher bin, was es ist.
Ich hab gestern einen starken schwarzen Zimt-Tee gemacht. Also Wasser aufkochen, mit schwarzem Tee und Zimtblüten 3 Stunden stehen lassen, dann durch ein Sieb in eine Tasse und mit heißem Wasser auffüllen. Es klingt deutlich widerlicher als es ist :D
Dann hab ich den vor dem Schlafengehen noch in der Küche stehen lassen, um ihn heute weiterzutrinken. Er stand bei Raumtemperatur in einer Teekanne mit Deckel. Heute morgen erwartete mich dann der Tee.
Auf der Oberfläche hatten sich kleine Beläge gebildet (siehe Bild). Das kenne ich sonst nur aus Gießkannen und da ist es glaube ich abblätterndes/korrodierendes Metall.
Sind das auf der Wasser- bzw. Tee-Oberfläche kleine Bakterienrasen oder ausgefallene Inhaltsstoffe des Tees?

Bild
mfg
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Pok
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Re: Da schwimmt was auf dem Tee

Beitrag von Pok »

Die Calcium- und/oder Magnesium-Ionen im Leitungswasser bilden mit organischen Verbindungen des Tees unlöslichen Kram (Salze oder Komplexe). Die lagern sich dann oben als dünner Film ab. Warum oben? Vieleicht weil die organischen Bestandteile hydrophob sind. Durch Sauerstoffeinfluss aus der Luft scheinen Polyphenole oder ähnliches Substanzen mit Calcium diese Verbindungen zu bilden.

Es gab mal eine Werbung für einen Wasserentkalter, der damit warb, dass der Tee mit diesem Wasser zubereitet keinen solchen Film bildet.

Hier wurde das mal untersucht.
"Nach wie vor gilt: das Tragen von Schutzmasken im Alltag ist sinnlos." - lemmi (21.03.20)

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