Chemigrams and Co.

Hier können Erfahrungsberichte zu Experimenten auch formlos geschrieben werden.

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BJ68
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Beitrag von BJ68 »

Ja Formalin geht auch...hat aber den Nachteil, dass Du die Teile erstmal auslüften musst d.h. eine Woche lagern damit Du diese verwenden kannst....plus dass die Lösungen ausgasen, auch wenn sie nur 1% sind.

bj68

BJ68
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Beitrag von BJ68 »

Chemigrams:

Selber aus Filter-Resten https://www.sartorius.com/shop/ww/en/us ... -25------N gemachte "Collodion"* in EtOH/Diethylether mit

a) 4 % (m/V) oben dünn aufgetragen unten etwas dicker....Entwickler: Dektol (1T Stock + 2T Wasser) und Natriumthiosulfat als Fixierer:

Bild



Es zeigte sich, dass sowohl Entwickler als auch Fixierer langsam aber sicher sich durch die Schicht bewegen und zu Reaktionen des Fotopapiers führten. Aus dem Grund wurde eine 7% (m/V) Lösung angesetzt, was zu folgendem Ergebnis führte:

b) 7% (m/V) derselbe Entwickler und Fixierer wie oben:

Bild



*= schätze dass ich deswegen eine trübe Lösung mit 150 ml EtOH und 50 ml Diethylether erhalten habe, weil da noch Celluloseacetat dabei ist.


bj68

BJ68
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Beitrag von BJ68 »

Chemigram auf X-Ray-Film:

Der erste Schuss funktionierte nicht....lag am schon etwas älteren Entwickler bzw. u.U. dem falschen....mit Dektol
https://www.digitaltruth.com/products/p ... ink=dektol (Konz. nach Anleitung) ging es....dann:

Bild

bj68

BJ68
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Beitrag von BJ68 »

Wen es interessiert:

Thesis zur Thematik....beschreibt u.a. auch das "Wie":

Chemical Potential: The Darkroom Upside Down Exploring the Chemigram
https://openresearch-repository.anu.edu ... 885/107091

bj68

BJ68
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Beitrag von BJ68 »

Auf S&W-Fotopapier ILFORD Multigrade FB Warmtone 1K - Naturglanz (Baryt) 24,1x30,5 CM mit selbstgemachten "Resin" erstelltes Chemigram:

Bild


Weiß jetzt auch warum ich immer Probleme mit der Ablösung des Resins nach einiger Zeit hatte......die ganzen Papiere waren FB (Fiber-based papers) vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Photograp ... apers_(FB) und da die Teile 10 min und mehr im Entwickler oder Fixierer drin lagen, drang die Flüssigkeit nicht nur an den Schnittkanten in die Emulsion, um diese schwarzen und weißen Linien und Flächen (Edit: siehe das X-Ray-Film-Bild oben) zu machen, sondern dann auch großflächig von hinten rein....und sorgte somit, dass das "Resin" nicht mehr an den Stellen weiter haftete....

Schätze ich werde dann da eine neue Versuchsreihe starten und vorher alle Bilder hinten mit Schutzlack (Plastik 70 Spray) überziehen um das "Durchweichen" von hinten zu unterbinden.....


bj68

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