Lösemittel für die Chromatographie

Die Diskussionen zu den Chemikalien.

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Cumarinderivat
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Beitrag von Cumarinderivat »

Was haltet ihr denn von einem (mittel-)großen Einweckglas als DC-Kammer?

LG,
Florian

Edit: Ich hab auch noch ne UV-Lampe für 365 nm gefunden: Amazon-Link.

@NI2: wie geht das mit dem Link kürzen???
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NI2
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Beitrag von NI2 »

Hier ist zum Beispiel ein Färbetrog dabei, der Rest ist teilweise auch brauchbar.
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Cumarinderivat
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Beitrag von Cumarinderivat »

Okay, danke!

Nochmal wegen der Trichloressigsäure: Die Hat ja einen Siedepunkt von 196 °C, da kann man dann doch einfach das LM von der Säure abdampfen, oder?
Ach nein, die ist ja dann im Produkt :wall:
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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Cumarinderivat hat geschrieben:Was haltet ihr denn von einem (mittel-)großen Einweckglas als DC-Kammer?
Einweckglas ist viel zu groß und nicht luftdicht. Okay, man kann auch DCs auf 20-cm-Platten machen. Aber in der Regel nimmt man doch keine Platten (8-10 cm) und dazu sind passende Schraubdeckelgläser am besten. Vorteile: Luftdicht (wichtig für Kammersättigung), die Größe kann man so wählen, daß die DC-Folie eben hineinpasst und sich so von selbst senkrecht hält und man braucht nur 10-15 ml Fließmittel pro Kammer. Ich verwende nur Schraubdeckelgläser und es geht wunderbbar. (Sogar Pachaly führt diese Methode in der neuesten Ausgabe von "Dünnschichtchromatografie in der Apotheke" an - ein sauteures Buch, da fühle ich mich bestätigt :wink: )

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Meine DC-Ausrüstung
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Cumarinderivat
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Beitrag von Cumarinderivat »

Okay, dann werde ich mir wohl auch ein passendes Marmeladenglas suchen, das Geld kann man auch besser für anderes ausgeben!
Aber hat man da nicht unter Umständen ein Problem mit dem Deckel, falls das Lösemittel die Beschichtung löst?

@lemmi: Die Plastik-Sprühkammer sieht auf jeden Fall besser aus als der olle Karton, den wir in der Schule haben :wink:

LG,
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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Cumarinderivat hat geschrieben:Okay, dann werde ich mir wohl auch ein passendes Marmeladenglas suchen, das Geld kann man auch besser für anderes ausgeben!
Aber hat man da nicht unter Umständen ein Problem mit dem Deckel, falls das Lösemittel die Beschichtung löst?

@lemmi: Die Plastik-Sprühkammer sieht auf jeden Fall besser aus als der olle Karton, den wir in der Schule haben :wink:

LG,
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Daß das Lösungsmittel den Deckel angreift kommt komischerweise kaum vor. Aber wenn ist es auch wurscht, denn für Ersatz ist schnell gesorgt. Musste halt etwas mehr Marmelade essen :wink:

Die Sprühkammer ist nicht wirklich befriedigend. Hier kommt es im wesentlichen daraufan, was man versprüht. Bei giftigen oder ätzenden lösungen (Ethanol-Schwefelsäure oder so muss man zusätzlcihe Schutzmassnahmen ergreifen (größerer Abschirmung, Mundschutz, im Schlimmsten Falle im Freien sprühen). Viele Substanzen kann man aber auch detektieren, indem man ddie Folie in ein Glas mit ein paar Iod-Kristallen stellt. Die Ioddämpfe sind sowas wie ein universelles Anfärbemittel. die DCs sehen danach oft nicht so schön aus, wie nach der Behandlung mit richtigen Reagenzien, aber es geht. Und wenn du über Fluoreszenzlöschung bei 254 nm detektierst brauchst du gar nicht zu sprühen. Das geht aber leider halt auch nicht immer.
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NI2
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Beitrag von NI2 »

Noch ein Tipp für die Iodkammer: einfach etwas Iod mit Kieselgel mischen und stehen lassen. Die Mischung dampf bei weitem nicht so stark aus wie eine übliche Iodkammer und die Platte wird schonender gefärbt.
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Cumarinderivat
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Beitrag von Cumarinderivat »

Danke für die Tipps!

@lemmi: Man kann die Kammer ja auch einfach in den Abzug stellen, dann dürfte sich ein Atemschutz erübrigen!

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Newclears
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Beitrag von Newclears »

Einmachgläser gehen auch sehr gut. Man muss halt nur welche mit Klammer oder Bügelverschluss mit Gummidichtung nehmen.
"...wie ein Sprecher betont,hat für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden."
"...mittlerweile rostet das Miststück..." E.v. Däniken

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Cumarinderivat
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Beitrag von Cumarinderivat »

Eigentlich müsste das doch sogar ohne Dichtung dicht sein, oder?
Das sind ja geschliffene Flächen und mit dem Druck von dem Bügel...

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NI2
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Beitrag von NI2 »

Ich hatte zeitweise einen Färbetrog aus Kunststoff der sich unter Einfluss der Lösungsmittel total verbeult hat und als Deckel diente ein Marmeladendeckel, das war alles andere als dicht und schön anzusehen, ging aber auch. ;)
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Newclears
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Beitrag von Newclears »

Das kommt auf das Glas an. Es gibt die auch mit ungeschliffenen Rändern.
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Cumarinderivat
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Beitrag von Cumarinderivat »

Hab grade vollkommen zufällig was gefunden:

Trennkammer (Ebay)

Das Gestell müsste für 10*20 cm Platten sein, aber da passen ja dann auch 10*10er rein!

Aber wahrscheinlich lohnt sich das trotzdem nicht, ich wird wohl beim Marmeladenglas bleiben :wink:
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socket
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Beitrag von socket »

Ich benutze erfolgreich eine dieser UV-C Lampen von Osram zur Belichtung meiner 254er Platten.
Ich glaube allerdings dass man unter Umständen Banden übersieht wenn man mit Lampen ohne Filter arbeitet.

Lemmi deine Methode mit der Pipette aufzutragen ist auf jeden Fall eine klasse Idee!

CD-ROM-LAUFWERK
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Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

Ich glaube allerdings dass man unter Umständen Banden übersieht wenn man mit Lampen ohne Filter arbeitet.
Wie soll das physikalisch funktionieren?

Wenn wir davon ausgehen, dass ein Stoff bei einer anderen Wellenlänge durchsichtig ist, wäre es an der Stelle dennoch dunkler. Soetwas habe ich jedoch noch nie erlebt. Entweder war die Fluoreszenz vollständig vorhanden oder nicht. Es spielte nie eine Rolle ob ich den billigen Geldscheinprüfer verwende oder eine richtige 254nm Lampe, wobei ich zugeben muss, dass ich da auch keine großen Vergleichsreihen gemacht habe :P

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