Permangansäure

Fragen zur allgemeinen Chemie; alles, was in keine andere Kategorie passt.

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Newclears
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Permangansäure

Beitrag von Newclears »

Hat von Euch schon mal jemand Permangansäure aus dem Anhydrid hergestellt und wenn ja, wie stabil ist das Zeug?
"...wie ein Sprecher betont,hat für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden."
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Uranylacetat
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Beitrag von Uranylacetat »

Ja ich vor ca. 30 Jahren! Das "Dimanganheptoxid" zerfällt bloß schneller als manches Radionuklid .... :mrgreen:
"Der einfachste Versuch, den man selbst gemacht hat, ist besser als der schönste, den man nur sieht." (Michael Faraday 1791-1867)

Alles ist Chemie, sofern man es nur "probiret". (Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832)

„Dosis sola facit venenum.“ (Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus 1493-1541)

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Newclears
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Beitrag von Newclears »

mit dem heptoxid hab ich auch schon gearbeitet. ist echt kein "freundlicher" Stoff. Mir geht es drum eine möglichst konzentrierte (10-15%) Permangansäure zu erhalten mit der ich in einem sinnvollen Zeitrahmen arbeiten kann.
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Caesiumhydroxid
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Beitrag von Caesiumhydroxid »

Was mir gerade eingefallen ist...wie wäre es, die Permangansäurelösung einzufrieren, um die Lagerfähigkeit zu erhöhen (Eisfach oder Terasse...)?

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Uranylacetat
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Beitrag von Uranylacetat »

Nach dem, wat icke weeß, ist Permangansäure nicht existent, wohl aber ihr Anhydrid. Das ist schon besagtes Heptoxid! Und ich habe da meine Zweifel, ob eine "verdünnte" Permangansäurre existieren könnte...

Laut dem "Stöckhardt" von 1873 ist die "freie" Übermangansäure wasserfrei eine schwarzrote, wasserhaltig eine purpurrote Flüssigkeit, die beim Erhitzen oder in Berührung mit Alkohol, Fett oder anderen oxidierbaren Substanzen explodiert und in sehr leicht in "Manganoxydhydrat" und Sauerstoff zerfällt..
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Beitrag von Newclears »

Wikipedia hat geschrieben:Permanganate leiten sich von der in nur verdünnter wässriger Lösung beständigen Permangansäure mit der Summenformel HMnO4 ab. Permangansäure lässt sich im Vakuum bis etwa 20 % aufkonzentrieren. Sie ist eine starke Säure mit einem pKs-Wert von −2,25[1]. Eine sehr reine Lösung der Permangansäure lässt sich unter anderem durch tropfenweisen Zusatz des zugrunde liegenden Anhydrids Mangan(VII)-oxid mit der Summenformel Mn2O7, zu einer großen Menge gut gekühlten Wassers erhalten. [2]
Muß also irgendwie klappen...Teste das gleich einfach mal an.
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Uranylacetat
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Beitrag von Uranylacetat »

Hmm, und wie stelle ich jetzt nun Dimanganheptoxid rein dar, um es tropfenweise in Wasser zu tröpfeln....?

Viel Glück Lars, pass aber auf, dass Du nicht soviel zündelst! :wink:
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Caesiumhydroxid
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Beitrag von Caesiumhydroxid »

Die Reindarstellung könnte vllt. durch das gezielte Abpipettieren des Öls - Kaliumsulfat sollte ja ebenfalls ausfallen (oder löst es sich in der Schwefelsäure?) erfolgen...

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Uranylacetat
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Beitrag von Uranylacetat »

Ich fand das hier auf http://www.anorganikum.de/lex/index.ag :

"Der Stoff kann durch die Reaktion von 80%-90%iger Schwefelsäure, H2SO4 mit Kaliumpermanganat, KMnO4 erhalten werden. Die Reaktion muss mit einer Kältemischung gekühlt werden. Dabei bilden sich auf der Oberfläche silbrig glänzende Tröpfchen, die man mit nur schwer abdekantieren kann. Benutzt man höher konzentriertere Säure, so bleibt bleibt das Mangan(VII)-oxid am Boden und kann nur sehr schwer rein gewonnen werden."

2 KMnO4 + H2SO4 ---> Mn2O7 + K2SO4 + H2O

Ich habe damals 96%ige verwendet, also zu stark! Es war damals tatsächlich am Boden... Und beim Abdekantieren der Säure habe ich wohl zusehr gezitterrt und es gab nen kleinen Knall und nen Loch im Boden des Reaktionsgefäßes... :oops:
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Beitrag von Uranylacetat »

Ich habe weiter recherchiert und fand das im "Lehrbuch der Anorganischem Chemie" von Dr. Karl A. Hofmann, Vierte Auflage 1922, Vieweg & Sohn AG":

Bild
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Beitrag von Newclears »

Danke, das liest sich gut. Über Blei(IV)- oxid und St. Petersäure bin ich auch schon gestolpert allerdings stört mich da das Nitrat, werde mal vom Heptoxid ausgehen und dann sehen was bei rumkommt. Gibt halt so ein paar Permanganate über die man nicht viel findet.
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Beitrag von Uranylacetat »

Jupp, Permanganate haben schon was... :mrgreen:
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Beitrag von Newclears »

Habe das gestern mal ausprobiert. Die im "Lehrbuch der Anorganischem Chemie" von Dr. Karl A. Hofmann, Vierte Auflage 1922, Vieweg & Sohn AG"erwähnten violetten Dämpfe kann ich bestätigen.
Bild
Etwas schlecht zu erkennen aber sichtbar. Violette Dampschwaden über dem BG. Konzentration der eingesetzten Säure 75-80%, nicht gekühlt.
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Uranylacetat
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Beitrag von Uranylacetat »

Sehr gut Lars! :thumbsup: Richtig nett, die Permangansäure "qualmen" zu sehen...
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thomaskerb
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Beitrag von thomaskerb »

wie sieht es denn hier mit isononanol aus? [Link entfernt]

//edit NI2: Werbelink entfernt.

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