Chemikalien

Die Diskussionen zu den Chemikalien.

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Newclears
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Beitrag von Newclears »

Ordentlich Kohlenstoff in Wasser kippen und gaaaaaaaaaaaaaaanz lang kochen?
...nööö.Step by step von Benzol ausgehend :twisted:
"...wie ein Sprecher betont,hat für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden."
"...mittlerweile rostet das Miststück..." E.v. Däniken

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Also, das Benzol wird in einigen Zwischenschritten zu C60 umgesetzt, wobei die Details dem geneigten Leser als triviale Übungsaufgabe überlassen werden. :mrgreen:
"It is arguably true that the tetrapyrrole system is Nature's most remarkable creation."
- Claude Rimington

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Newclears
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Beitrag von Newclears »

:lol: Ungefähr so hatte ich mir das vorgestellt.Lömi-Abfälle werden direkt in den dafür bereitgestellten Tankwagen gegeben...
"...wie ein Sprecher betont,hat für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden."
"...mittlerweile rostet das Miststück..." E.v. Däniken

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dg7acg
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Beitrag von dg7acg »

...bei den Temperaturen draußen fällt mir da eine noch bessere "Resteverwertung" ein. Stichflamme lässt grüßen :mrgreen:
...auf der Steuerflucht erschossen! :twisted:

corrosivenerds
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Beitrag von corrosivenerds »

Also meine Lieblingschemikalie is wohl Brom
NIVEAU ist keine Handcreme !!!!

Über künstliche Nahrungsmittel lässt sich nur
folgendes Sagen : Ein Kohlenstoffring mehr
und es wär ein Plastikeimer

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NI2
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Beitrag von NI2 »

für meine gibt es leider keinen namen,... :( nicht mal ChemOffice vermag dem ding einen namen zu geben :((

aber dafür darf ichs bald herstellen *muhahahaha*

Capsaicin
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Beitrag von Capsaicin »

ich würde gern mal ethanthiol (das steht im guinessbuch der rekorde als übelriechenste substanz :D) herstellen (hat jemand ethylchlorid und/oder irgendein hydrogensulfid??)
Bist du deines Lebens nicht mehr froh, nimm ein paar Züge N2O!

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NI2
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Beitrag von NI2 »

igitt xDDD

virgil
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Beitrag von virgil »

ich würde gern mal ethanthiol (das steht im guinessbuch der rekorde als übelriechenste substanz Very Happy) herstellen (hat jemand ethylchlorid und/oder irgendein hydrogensulfid??)
Stell lieber Thiophenol her, stinkt Phantastisch !!! Ich kann dir garantieren, du bist danach ganz alleine in deiner Laboretage !!
Kannst du z.B. aus Benzolsulfonylchlorid durch Reduktion herstellen

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NI2
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Beitrag von NI2 »

selenorganik ist auch net besser ;)

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NI2
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Beitrag von NI2 »

Langzeitlieblingschemikalie: Salicylaldehyd :D
I OC

There is no sadder sight in the world than to see a beautiful theory killed by a brutal fact. [T. Huxley]
The pursuit of knowledge is hopeless and eternal. Hooray! [Prof. H. J. Farnsworth]

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Vor einiger Zeit zum ersten Mal von gehört, aber erst letzte Woche wirklich zu schätzen gelernt und nun definitiv eins meiner Lieblingsmoleküle: Calicheamicin γ1I.

Warum? Es ist einer der stärksten Antitumor-Wirkstoffe (an sich aber auch ganz allgemein eines der besten Gifte...) und eine natürliche "chemische Waffe" wie sie ausgeklügelter kaum sein könnte. Nicolaou beschrieb Calicheamicin als einen molekularen Sprengkopf, mit einem Oligosaccharid-"Zielsuchgerät", einer Trisulfid-"Zündvorrichtung" und einer En-diin-"Sprengladung":

Bild

Das Oligosaccharid-"Zielsuchgerät" sorgt dafür, dass Calicheamicin selektiv an der kleinen Furche der DNA angelagert wird. Wird daraufhin die Trisulfid-"Zündvorrichtung" nukleophil angegriffen kommt es zu einer Bergman-Cyclisierung der En-diin-"Sprengladung", wodurch ein aromatisches Diradikal entsteht, welches der Deoxyribose der DNA Wasserstoffatome entzieht. Das so entstandene DNA-Radikal reagiert mit Sauerstoff und es kommt zu einem DNA-Doppelstrangbruch, wodurch die betroffene Zelle stirbt.

An diesem Molekül fallen sofort eine Menge Sachen auf. Es ist allein schonmal relativ ungewöhnlich, Iod in einem Naturstoff zu finden (s. Benzolring am Oligosaccharid). Das Iod hat hier aber großen Einfluss auf die Selektivität der Bindung des Calicheamicins an die DNA. Auch die Tatsache, dass die En-Diin-Gruppe nicht einfach offen, sondern bereits Teil eines Ringsystems ist hat einen Sinn, denn so wird die Aktivierungsenergie für die Bergman-Cyclisierung gesenkt. Damit diese aber nicht einfach so abläuft, wird das Molekül vor der Aktivierung durch ein Nukleophil durch eine C=C-Doppelbindung (Cyclohexenring) chemisch stabil gehalten. Bei Aktivierung wird mittels der Carbonylgruppe ein Enolat erzeugt, womit die Doppelbindung eine Bindung "weiterwandert" und somit nicht mehr stabilisierend zur Verfügung steht. Dazu muss das beim nukleophilen Angriff gebildete Thiolat aber an der Enon-Doppelbindung intramolekular angreifen können, was durch die allylische Doppelbindung mit entsprechender Geometrie ermöglicht wird (diese ist im obigen Schema im Zwischenschritt des Thiolat-Angriffs aus Gründen der besseren Sichtbarkeit aber in der falschen Geometrie gezeichnet).

So Sachen sind der Grund, warum die OC einfach viel besser als die AC ist ( :angel: ), insbesondere wenn man sich an der Grenze zur Biologie bewegt. Die Natur hält eben immer noch die größten Überraschungen bereit.
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Caesiumhydroxid
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Beitrag von Caesiumhydroxid »

Das nächste Synthesenprojekt, oder für die Bachelorarbeit? :)

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frankie
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Beitrag von frankie »

Totalsynthese davon wird dann Thema deiner Diplomarbeit nächstes Semester, hmmm :-D


mfg

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Natürlich, gerne! :mrgreen:

Schön wär's, egal welche der beiden Optionen. Aber etwas was Nicolaou 1992 synthetisiert hat wird 2012 nicht mal schnell im Hobbylab oder in einer Bachelorarbeit nachgekocht - die Synthese hat 102 Stufen. :mrgreen: Bin durch einen Vortrag von Nicolaou darauf gestoßen, wobei er eigentlich gar nichts dazu gesagt hat. :?
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