Zinksulfid

Anorganische Chemie.

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Bariumchlorid
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Zinksulfid

Beitrag von Bariumchlorid »

Hallo !
fluoresziert Zinksulfid unter UV-Licht ?
LG

Nico

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

BITTE gewöhne dir mal die Benutzung von Google und Wikipedia an. Bei weiteren Fragen kannst du immer noch hier her kommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zinksulfid

Zinksulfid selbst zeigt keine Lumineszenz irgendeiner Art, es muss dotiert sein und dann zeigt es Phosphoreszenz, keine Fluoreszenz.
"It is arguably true that the tetrapyrrole system is Nature's most remarkable creation."
- Claude Rimington

Bariumchlorid
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Beitrag von Bariumchlorid »

Ich hatte das schon gefunden mit dem dotieren !
Nur wie dotiert man das ?
Einfach mit Cu2O oder Al2O3 erhitzen ?

LG

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Nimm technisches Zink als Ausgangsstoff, da dürften dann genug Fremdionen mit reinkommen.
"It is arguably true that the tetrapyrrole system is Nature's most remarkable creation."
- Claude Rimington

Bariumchlorid
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Beitrag von Bariumchlorid »

Danke !
Ich brauche nämlich einen Stoff der unter UVLicht leuchtet, Fluoreszin ist nicht erlaubt.
:(
Hast du noch ne Idee für nen anderen Stoff ?
Oder ne Chemoluminessenz?
Die müsste allerdings auf nem Filterpapier funktionieren.

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Newclears
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Beitrag von Newclears »

Das ist alles gar nicht so einfach...Zunächst ist es wichtig welche Eigenschaften das Material haben soll.Dann spielt die Art der Fremdionen eine erhebliche Rolle.Glühzeit, Temperatur und Atmosphäre bestimmen ebenso die Eigenschaften wie Nachleuchtdauer etc. wie die Korngrösse.
Last but not least darf man das Zeug nicht totdotieren.
Ich habe das schon mehrfach erfolgreich ausprobiert und bekam immer wieder unterschiedliche Ergebnisse.
Übrigens hat bei mir auch das thermisch produzierte, undotierte Zinksulfid schon deutlich phosphoresziert.
"...wie ein Sprecher betont,hat für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden."
"...mittlerweile rostet das Miststück..." E.v. Däniken

Nerox
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Beitrag von Nerox »

Zinn(ll)-chlorid leuchtet unter UV-Licht :wink:
soundcloud.com/nrgizer-official

widme mich nun der musik. verkaufe ausserdem alles laborglas (postweg möglich) und alle verbleibenden chemikalien (ist ne große menge, greift zu. allerdings nur mit händedruck, kein postweg.)

ChemDoc
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Beitrag von ChemDoc »

Es geht zwar nicht direkt um ZnS kann aber vielleicht auch dort verwertet werden

Aus Meyers-Konversationslexikon 1888 Seite 18.727 Jahres-Supplement 1890-1891:
Ganz reiner kohlensaurer Kalk, durch Glühen und darauf folgendes Erhitzen mit Schwefel in Calciumsulfid verwandelt, gibt einen Leuchtstein, der nur sehr schwach phosphoresziert und auch nach Zusatz verschiedener Alkalisalze keine stärkere Phosphoreszenz zeigt.

Wenn aber vor dem Erhitzen mit Schwefel eine sehr geringe Menge Kupfersalz hinzugefügt wird, so erhält man eine Phosphoreszenz, gegen welche die des reinen Präparats fast verschwindet. Dieser Effekt wird durch 0,00008 Kupferoxyd auf 1,0 Kalk hervorgebracht, sobald aber die Kupfermenge so weit vergrößert wird, daß der Kalk mißfarbig erscheint, ist die Leuchtkraft nur noch schwach. Zusätze von 0,1 Natriumsulfat und andern Natriumsalzen lassen die Phosphoreszenz intensiv hervortreten, Chloride aber wirken schädlich.

Strontiumsulfid mit 0,000625 Kupferoxyd und 0,03 Fluorcalcium gibt intensiv gelbgrüne, Baryumsulfid mit ebensoviel Kupferoxyd und 0,05 schwefelsaurem Kali oder 0,03 Fluorcalcium tiefrote Phosphoreszenz. Auch Wismut wirkt günstig, wenngleich nicht so energisch. 0,0013 Wismutoxyd und 0,1 Natriumhyposulfit gibt in Calciumsulfid blaue Phosphoreszenz (die Balmainsche Leuchtfarbe ist eine solche Mischung). Mangansalze geben mit Calciumsulfid gelbe Phosphoreszenz, und die Leuchtkraft wächst bis zu einem Gehalt von 0,03 Mangan.
Bild 10.318: Kupfer (Darstellung des Schwarzkupfers)
* 4 Kupfer.

Sie wird verstärkt durch Zusatz von 0,2 schwefelsaurem Kali. Chloride wirken hier nicht ungünstig wie bei Kupfer [* 4] und Wismut, weil das Manganchlorid wenig flüchtig ist. Reines Schwefelcalcium phosphoresziert vielleicht gar nicht; in den aus Mineralien hergestellten Leuchtsteinen bedingt in der Regel Kupfer oder Mangan das Leuchten, viel seltener Wismut. Bringt man ein stark phosphoreszierendes Präparat auf einem Glimmerblättchen unterhalb zweier ring- oder plattenförmiger Elektroden in ein Glasrohr, welches auf einer Seite mit einer Luftpumpe [* 5] in Verbindung steht, auf der andern durch eine angekittete Glasscheibe verschlossen ist, macht das Rohr luftleer, erhitzt die Substanz und läßt gleichzeitig die Entladungsfunken eines Funkeninduktors durch das Rohr hindurchgehen, so ist die Phosphoreszenz so stark, daß sie das Auge [* 6] blendet und den Raum beträchtlich erhellt.
MfG, KH

Bariumchlorid
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Beitrag von Bariumchlorid »

Danke für die vielen Antworten !

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Irgendeinen Stoff? Da hast du aber viel Auswahl. Alle möglichen polykondensierten Aromaten z.B. .

Benzil fluoresziert übrigens auch sehr schön grün, auch als Feststoff, wie ich vor kurzem bemerkt habe. :)
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Bariumchlorid
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Beitrag von Bariumchlorid »

Hmm mein Physiklehrer meint Fluorescin wäre sooo giftig, das er damit nicht Arbeiten will !
Und kreberzeugend ist es ja auch. Wenn ich dem jetzt sage, ich will mit Aromaten arbeiten, denkt der an C6H6 und flippt aus xD
Zum Versuchsaufbau : Wir wollen ein Pappmännchen basteln, da dann an nem Körperteil nen Tumor aus dem Fluoreszierenden Stoff machen und dan UV an :D
Damit wollen wie symbolisieren, dassKrebszellen durch ihren erhöhten Metabolismus mehr von unserer "Radioaktiven" Glucose verbrauchen.
Dann wollen wir sozusagen nen Röntgenbild von dem Männchen haben, also wie es dann leuchtet und alle sollen staunen, wenn nicht werden wir böhse ^^

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Druck deinem Lehrer doch ein MSDS zu Fluorescein aus. :wink: Ich wundere mich immer wieder über die schreckliche Unkenntnis und insbesondere auch Ignoranz vieler Lehrer. :shock: Man könnte sich ja auch mal zu Fluorescein erkundigen. :roll:
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Newclears
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Beitrag von Newclears »

Wenn ich über solche Lehrer lese stellt sich mir die Frage ob die die ihr Abi auf der Baumschule gemacht haben und anschliessend nur die Bild studiert! :wall: :sniper:
Sowas ist ein Armutszeugnis erster Güte!Was hat der Kerl an der Uni eigentlich gemacht ausser Party?
Das wasserlösliche Natriumsalz des Fluoresceins trägt den Namen Uranin (gleiche C.I.-Nummer 45350) und ist ein vielfältig verwendeter gelber, unter UV- und Tageslicht grün fluoreszierender Farbstoff.

Uranin besitzt in wässriger Lösung ein enormes Färbevermögen (in einer gefüllten weißen Badewanne führt bereits eine Uraninkonzentration von 0,1 mg/L zu einer sichtbaren Verfärbung). Mit 500 g Uranin können Schiffbrüchige eine Meeresfläche von ca. 4000 m2 auffällig färben.[1]

Der Farbstoff wird vielfältig eingesetzt, insbesondere zum Einfärben von Schaumbädern, Badezusätzen, Shampoos, Kosmetika und Frostschutzmitteln für Autokühler (um der Kühlflüssigkeit die Zugabe von Frostschutzmittel ansehen zu können). Uranin gilt als biologisch unbedenklich. Daher wird er von Hydrologen und Hydrogeologen als sogenannter Tracer zum Verfolgen von Grundwasserströmen und unterirdischen Flußläufen verwendet. 1877 hat man bei Immendingen 10 kg Uranin in die Donau eingebracht und 60 Stunden später in dem Flüsschen Aach eine deutliche Fluoreszenz bemerkt, wodurch die Donauversickerung aufgeklärt werden konnte.[1] Ferner nutzt man es auch bei Dichtigkeitsprüfung von Flachdächern und Tankanlagen.

Durch Schiffbrüchige beziehungsweise nach Notwasserungen wird der Farbstoff eingesetzt, um das umliegende Wasser einzufärben und somit die Entdeckung durch Suchtrupps, gerade in Flugzeugen, zu erleichtern.

Uranin wird auch zur Dekoration eingesetzt, zum Beispiel für Leuchtfarben in Diskotheken oder Szenenbildern (in Sciencefiction- oder Horrorfilmen: mit UV-Licht angestrahltes Uranin sieht "giftig-radioaktiv" aus). Jedes Jahr am 17. März, dem St. Patrick’s Day, wird der Chicago River, der durch Chicago fließt, mit Uranin grün eingefärbt. 1962 wurden dafür noch 45 kg des Farbstoffes verwendet, heute (2005) wurde die Menge auf 18 kg reduziert.

Quelle: Wikipedia
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Bariumchlorid
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Beitrag von Bariumchlorid »

Naja ... ich will mich mit ihm gut halten, auch wenn er sry ein Arschloch ist !
Vill stört ihn ja der Name Uranin :)

Naja ich habe mir jez Beckmans Weißmacen geholt, auf VC steht mit Bildern, das das auch unter UV Fluoresziert, das mache ich morgen ma in der Schule mim anderen Phywe Lehrer.
Der Typ macht keine Party, der hat nur null Ahnung von Chemie und Toxizitäten und ist Grundlegend gegen ALLE Chemiekalien, vielleicht haben ja seine KOSMOS Versuche nicht immer geklappt xD

LG

Nico

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Newclears
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Beitrag von Newclears »

Habe das Zeug letztens durch den Soxhlet gejagt.Du kannst das Stilbenderivat sehr gut mit Ethanol extrahieren.
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"...mittlerweile rostet das Miststück..." E.v. Däniken

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