Gewinnung von Strontium aus Strontiumcarbonat

Anorganische Chemie.

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t0bychemie
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Gewinnung von Strontium aus Strontiumcarbonat

Beitrag von t0bychemie »

Hi, wie der Titel schon sagt bin ich auf der Suche nach einem Verfahren zur Herstellung von Strontium aus Strontiumcarbonat.( Es kann natürlich auch ein anderes Salz sein ist ja kein Problem dieses herzustellen) Kann man dies ähnlich reduzieren wie es im Syntheseforum u.A. mit Antimon gemacht wurde? Hat jmd eine andere Idee?
Mfg
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t0bychemie
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Beitrag von t0bychemie »

Keiner eine Idee? :(
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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Es wird im Hobbylab nicht funktionieren... :(

Weder kannst du elektrolysieren (höchstens eine Salzlösung mit einer Quecksilberkathode) noch mit Magnesium reduzieren...und die Azidmethode scheitert daran, dass Strontiumazid ziemlich instabil sein sollte.
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Chemienator
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Beitrag von Chemienator »

Das denke ich bei meinem Laborglas auch immer :lol:

Also du könntest es i-wie in Strontiumhydroxid umwandeln und dieses dann durch Elektrolyse trennen

t0bychemie
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Beitrag von t0bychemie »

Ja die Azid Methode hatte ich auch schon mit worldmaker bequatscht aber wenn das sogar instabil ist dann ist es ja echt aussichtslos.. Werd nochmal meinen Onkel fragen aber der kann sich ja auch keine neue Methode aus dem Hut zaubern :(
Schade.. faszinierendes Metall
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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Und selbst wenn:

2 Sr(OH)2 ---> 2 Sr + 2 H2O + O2

Dann:

Sr + Sr(OH)2 ---> 2 SrO + H2

Bald hast du dann eine harte Masse, die erst bei 2460°C schmilzt.

EDIT: Genau.
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t0bychemie
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Beitrag von t0bychemie »

Ok hab ihn gerade angerufen und er sagt mir genau das gleiche :( Mannooo :wall:
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t0bychemie
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Beitrag von t0bychemie »

[Hoffnung] Seilnacht meint: Herstellung:
Nach dem chemischen Aufschluss der Strontiummineralien erhält man Strontiumchlorid oder Strontiumoxid. Das Chlorid kann durch eine Schmelzflusselektrolyse unter Zugabe von Kaliumchlorid zur Senkung der Schmelztemperatur hergestellt werden. Das Oxid lässt sich mit Hilfe von Aluminiumgrieß reduzieren:

3 SrO + 2 Al -----> Al2O3 + 3 Sr

Man erhält unreines Strontium, das durch eine nachfolgende Vakuumdestillation gereinigt wird.
[/Hoffnung]

Müsste man also nur noch aus Strontiumcarbonat Strontiumoxid machen, was ja nicht so schwer sein dürfte oder?
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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Und wie willst du dann vorgehen? Normalerweise wird das Gemisch aus Strontiumoxid und Aluminium erhitzt, bis das Strontium abdestilliert. Du müsstest mindestens mal unter Schutzgas arbeiten und irgendwie versuchen, das Strontium aus dem Gemisch herauszuschmelzen...
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t0bychemie
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Beitrag von t0bychemie »

Oh man.. natürlich :wall: Ok ich geb es auf :(
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SuperRichi
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Beitrag von SuperRichi »

würde es nicht funktionieren das oxid mit kohlenstoff zu reduzieren oder entsteht da dan nervendes carbid?

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Wie sieht's denn mit Calciumoxid und Kohlenstoff aus? :wink: i.e., ja, man erhielte dabei das Carbid.
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chemische-experimente
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Beitrag von chemische-experimente »

Es gäbe noch die Möglichkeit Strontiumchlorat bzw. Strontiumperchlorat aus dem Carbonat zu synthetisieren. Das Strontiumchlorat / perchlorat dann in Ether bzw. einem anderen org. Lösungsmittel, das gegenüber Erdalkalimetallen inert ist, lösen und dann unter Schutzgas elektrolysieren.

Beim Lithiumperchlorat in Ether funktioniert es besterns und ich habe so zu Demoversuchen mal eine Li-Batterie gebaut. An der Kathode, die aus Stahl sein sollte bildet sich recht schnell eine Li-Schicht. Eine Graphitanode funktioniert auch ganz gut.

Es wäre mal eine schöne Idee, das mit Sr-Verbindungen, die in (wie oben beschrieben) Lösungsmiitel die gegenüber dem Sr inert sind, auszuprobieren.
Besucht doch mal mein Forum

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Cyanwasserstoff
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Beitrag von Cyanwasserstoff »

Vllt. sind Chlorate in organischen Lösemitteln und in potentieller Anwesenheit von Erdalkalimetallen keine so gute Idee. Zur Sache mit dem Perchlorat kann ich nichts sagen, evtl. geht aber sogar auch SrCl2 in Pyridin, analog zum LiCl.
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