Samarium

Ausführliche Vorstellungen von Chemikalien und Elementen.

Moderator: Moderatoren

Antworten
Benutzeravatar
Cyanwasserstoff
Illumina-Admin
Beiträge: 6275
Registriert: Sonntag 7. Mai 2006, 20:41
Kontaktdaten:

Samarium

Beitrag von Cyanwasserstoff »

Samarium

Elementsymbol: Sm
Molmasse: 150,36 g/mol
Dichte: 7,35 g/cm3
Aggregatzustand: fest
Schmelzpunkt: 1072°C
Siedepunkt: 1803°C
Dampfdruck: --- (20°C)
Massenanteil an der Erdhülle: x x 10-x%
Gefahren: F
Warnhinweis: f
R-Sätze: 11
S-Sätze: 17

Eigenschaften:

Samarium ist ein silbrig glänzendes Schwermetall aus der Gruppe der Lanthanoide. Es ist recht unedel, löst sich gut in Säuren und wird schon von kaltem Wasser angegriffen. Feinverteiltes Samarium ist pyrophor, während es an der Luft in kompakter Form durch Passivierung einigermaßen stabil ist. Es wurde 1803 von Wilhelm Muthmann elektrolytisch erstmals in elementarer Form dargestellt. Es wurde nach dem russischen Berginspektor Oberst Samarsky benannt, der das Mineral Samarskit entdeckte, in dem wiederum das Element Samarium entdeckt wurde.
Technisch wird Samarium durch Reduktion von Samariumoxid Sm2O3 mit Lanthan gewonnen, dann wird das Samarium absublimiert.
Samarium wird für Katalysatoren, Phosphore, Legierungen (insbesondere für Lautsprechermagneten), zur Absorption von Neutronen in Kernreaktoren und für Laser verwendet.

Bild:

Bild
Samarium (Bild von NI2)
"It is arguably true that the tetrapyrrole system is Nature's most remarkable creation."
- Claude Rimington

Benutzeravatar
NI2
Illumina-Moderator
Beiträge: 5774
Registriert: Dienstag 19. August 2008, 09:33

Beitrag von NI2 »

Bild
Dendritisches Samarium ~4g
I OC

There is no sadder sight in the world than to see a beautiful theory killed by a brutal fact. [T. Huxley]
The pursuit of knowledge is hopeless and eternal. Hooray! [Prof. H. J. Farnsworth]

Benutzeravatar
Phil
Illumina-Mitglied
Beiträge: 432
Registriert: Donnerstag 19. Februar 2015, 16:27

Beitrag von Phil »

Bei Fluka wird es als Radioaktiv bezeichnet :conf: http://www.sigmaaldrich.com/catalog/pro ... &region=CH

meganie
Illumina-Mitglied
Beiträge: 270
Registriert: Sonntag 9. März 2014, 21:06

Beitrag von meganie »

Sm mit einem natürlichen Isotopenverhältnis besteht zu 40% aus instabilen Isotopen, scheint für die schon genug Radioaktivität zu sein um es zu kennzeichnen? :conf:

Benutzeravatar
Pok
Illumina-Mitglied
Beiträge: 1754
Registriert: Montag 19. August 2013, 01:03
Kontaktdaten:

Beitrag von Pok »

Der Anteil an instabilen Isotopen sagt nichts über die Radioaktivität aus. Indium hat einen Anteil von 96 % und Wismut sogar von nahezu 100 % radioaktiver Isotope. Wismut ist aber weniger radioaktiv als Butter. ;-)

Es kommt eher auf die Zerfälle pro Zeiteinheit an. Die Aktivität ist bei Samarium mit 124 kBq/kg zwar relativ groß, aber bei Rubidium und Rhenium noch vielfach größer. Wenn die Re und Rb nicht als radioaktiv markieren, macht das für Samarium auch keinen Sinn. In Deutschland muss man Samarium garantiert nicht als radioaktiv kennzeichnen. Einige Hersteller kennzeichnen einfach ziemlich willkürlich ihre Produkte.

Edit: das ist ja eine ADR-Einstufung. Da unterscheidet man noch zwischen α- und β-Strahlern. Samarium ist ein α-Strahler, Rb und Re sind β-Strahler. Vielleicht ist das der Grund.

Benutzeravatar
Uranylacetat
Illumina-Mitglied
Beiträge: 1131
Registriert: Sonntag 8. August 2010, 23:17
Wohnort: Berlin-Pankow

Beitrag von Uranylacetat »

Pok hat geschrieben: Edit: das ist ja eine ADR-Einstufung. Da unterscheidet man noch zwischen α- und β-Strahlern. Samarium ist ein α-Strahler, Rb und Re sind β-Strahler. Vielleicht ist das der Grund.
Japp, als Transportgut erfolgt nach ADR eine andere Einstufung . Demnach werden Alpha-Strahler unabhängig von ihrer tatsächlichen Aktivität und Dosisleistung in die höchste Gefahrensttufe eingestuft. . Hat auch was versicherungsrechtlichen Gründen zu tun...
"Der einfachste Versuch, den man selbst gemacht hat, ist besser als der schönste, den man nur sieht." (Michael Faraday 1791-1867)

Alles ist Chemie, sofern man es nur "probiret". (Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832)

„Dosis sola facit venenum.“ (Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus 1493-1541)

"Wenn man es nur versucht, so geht´s; das heißt mitunter, doch nicht stets." (Wilhelm Busch 1832 -1908)

Antworten