wer (über)lebt im Schwermetallabfall

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Glaskocher
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von Glaskocher »

Hallo Thomas,

Eine Kupfersulfatlösung erreicht nur eine Konzentration von einem Mol je Liter. Das entspricht einem osmotischen Druck von ca. zwei Mol je Liter (in Ionen dissoziiert). Jetzt müßte man umrechnen, welcher Restfeuchte das in Brot oder Fruchtstücken entspricht, um die Wuchshemmung zu beziffern. Bei Natriumchlorid (gesättigt ca. 4 Mol je Liter) sieht das vermutlich schon anders aus. Mit Calciumchlorid hast Du gleich zwei Faktoren, die den osmotischen Druck weiter hoch treiben: Es hat eine deutlich höhere Löslichkeit und bildet drei Ionen je Formeleinheit.

Der neutrale pH-Wert ist natürlich auch eher Wuchsförderlich. Wenn die Lösungen zusätzlich zur hohen Konzentration entweder sehr sauer oder deutlich basisch sind, dann kann es vorkommen, daß sie "natürlich steril" sind und überhaupt kein Wachstum zulassen.

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immi07
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von immi07 »

Hallo glaskocher,

Ein Fungizid auf Kupfersulfatbasis. Mir ist nicht klar, was dreibasisch bedeutet.

Gruß Thomas
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Pläne zu machen, Arbeit zu verteilen, Werkzeug zu holen und Holz zu schlagen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. Dann bauen sie das Schiff von alleine. Antoine de Saint-Exupéry

Du hast eine Handvoll Brombeeren und wirfst sie zur Erde. Sie verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren. Und Brom wird frei.

Glaskocher
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von Glaskocher »

Tut mir leid, mit "dreibasischem Kupfersulfat" bin ich außen vor. Das müßte der Hersteller oder seine Werbeabteilung erklären können.

Zitronensäure und Phosphorsäure können dreibasische Natriumsalze bilden. Ihre dreibasischen Calciumsalze sind recht schwer löslich.

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immi07
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von immi07 »

Hallo lemmi,

am Mondvogel hat das Gerät bewiesen, daß es eine super Lupe ist. Schön finden wir, daß man gemeinsam gleichzeitig beobachten kann, auch die Haare am Flohbein. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Gruß Johanna, die sich jetzt ein Mikroskop wünscht und Thomas
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BJ68
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von BJ68 »

Glaskocher hat geschrieben:
Sonntag 30. Mai 2021, 13:15
Tut mir leid, mit "dreibasischem Kupfersulfat" bin ich außen vor. Das müßte der Hersteller oder seine Werbeabteilung erklären können.

Zitronensäure und Phosphorsäure können dreibasische Natriumsalze bilden. Ihre dreibasischen Calciumsalze sind recht schwer löslich.

oder Du schaust ins MSDS https://cdn.nufarm.com/wp-content/uploa ... _fl_AT.pdf und findest die CAS für "TBCS" 12527-76-3 die Dich dann auf das https://echa.europa.eu/substance-inform ... 00.117.318 verweist...läuft anscheinend unter einer Menge anderer Namen auch: https://www.echemportal.org/echemportal ... 12527-76-3

Edit: Nachtrag...was ich immer unseren Studis (Master/Bachelor) und Post-Docs predige: Nehmt die CAS-# in 95.99% der Fälle ist diese Nummer eindeutig und erleichtert, die Chemikalien-Bestellung oder Verwendung enorm z.B. gibt es keine Verwirrung bei der Hydrat-Frage von Calciumchlorid vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumchlorid und bei einer Lösung ist es halt ein ziemlicher Unterschied ob ich das Dihydrat oder Hexahydrat nehme (wir haben/hatten solche Experten, die das gerne mal vergessen)...

BJ68
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immi07
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von immi07 »

Hallo,

Tetrakupferhexahydroxidsulfat Cu4H6O10S

cas Nummernsuche ist ein guter Tip

Gruß Thomas
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immi07
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von immi07 »

Hallo,

Erkenntnis des Tages:

P1180186.JPG
:wall: nicht alle Reagenzglasständer taugen für den Schnellkochtopf :wall:

P1180187.JPG
(SA) nach Rezeptbuch Rezept A12 mit 2 g in 20 ml dest. Wasser zerkochtem Katzenfutter, 6 g Traubenzucker, 3 g Agar in 130 ml Aqua dest., Aufkochen, Filtrieren, Abfüllen, Schnellkochtopf, 4 Röhrchen in Petrischalen umgefüllt, Rest ist im Kühlschrank.

1 & 4 aus Kupfersulfat mit Calciumacetat
2 aus Schwermetallabfall
3 aus Magnesiumsulfat mit Kupfersulfat

Gruß Thomas
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von Glaskocher »

Einen RG-Ständer mit einem soo eleganten Schwung baut Dir sonst Keiner...

Da hilft vermutlich nur ein Teil-Nachbau aus Blech oder einem anderen "kochfesten" Material.

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immi07
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von immi07 »

Hallo,
habe noch (fast)unendlich doppelseitig kaschiertes Cevausit Leiterplattenmaterial rum zuliegen. da draus mach ich einen schönen Reagenzglashaltereinsatz für den Schnellkochtopf.

Gruß Thomas
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lemmi
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von lemmi »

Kolloidales Silber hat bekanntlich antiseptische Eigenschaften. Ich kann hier mitteilen, dass das selbe für kolloidales Gold nicht zutriffet. Jedenfalls nicht in den Konzentrationen, in denen ich die entsprechenden Lösungen angesetzt habe.

Um die Stabilität der kolloidalen Metallösungen über die Zeit beurteilen zu können, habe ich Proben davon einfach in Reagenzgläsern stehen lassen. Gestern habe ich die Gläser vom 12.5.21 inspiziert. Sie sahen erstmal ganz unverändert aus. Aber beim näheren Hingucken: Überraschung! In der Lösung des Cassius'schen Goldpurpurs (ich hatte etwas des getrockneten Präparates in Wasser peptisiert und eine rotviolette , etwas trübe Lösung erhalten fand sich ein flockiges, dunkles Gebilde:

Schimmel in Cassius-scher Lösung nach 3 Wo -1.jpg
Schimmel in Cassius-scher Lösung nach 3 Wo -1.jpg (30.7 KiB) 149 mal betrachtet

Unter dem Mikroskop sieht das so aus:

Schimmel in Cassius-scher Lösung nach 3 Wo -2.jpg
Schimmel in Cassius-scher Lösung nach 3 Wo -2.jpg (130.26 KiB) 149 mal betrachtet

Der dunkle, gedrehte Faden links im Bild ist offensichtlich Cellulose, die wahrscheinlich vom Filterpapier in das Präparat gelangt ist. Das feine, fädige Gewusel ist in stärkerer Vergrößerung als Geflecht von Pilzhyphen zu erkennen:

Schimmel in Cassius-scher Lösung nach 3 Wo -3.jpg
Schimmel in Cassius-scher Lösung nach 3 Wo -3.jpg (91.88 KiB) 149 mal betrachtet

Man erkennt die fädigen Zellen mit kleinen, rundlichen Eisnchlüssen und häufigen Verzweigungen.

Daneben hatte ich Proben von kolliodalen Goldlösungen aufbewahrt und zwar einmal von einer roten Lösung, die durch Erhitzen mit Ethanol hergestellt worden war - diese war vollkommen klar - und einmal von einer blauen Lösung, die durch Reduktion von Tetrachlorogoldsäure mit stark verdünnter Hydrazinlösung erhalten wurde. In letzterer fand ich ebenfalls ein weißliches, flockiges Gebilde:

Schimmel in Hydrazin-Goldkolloid nach 3 Wo -1.jpg
Schimmel in Hydrazin-Goldkolloid nach 3 Wo -1.jpg (38.21 KiB) 149 mal betrachtet

das unter dem Mikroskop dasselbe Aussehen zeigte, wie das obige. Um die Toxizität des Hydrazins scheint sich der Schimmel nicht zu scheren. Ich wundere mich nur, wo er den Kohlenstoff hergenommen hat? Aber wahrscheinlich ist auch da eine Spur einer organischen Verunreinigung hineingelangt: das kleine schwarze Pünktchen, um das sich die Schimmelfäden gruppieren.

Meine kolloidale Silberlösung ist dagegen immer noch ganz klar. Allerdings hatte ich diese bei der Darstellung auch erhitzt (wie die Goldkolloide mit Ethanol) und damit "pasteurisiert".
"Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden. Aber nicht einfacher." (A. Einstein 1871 - 1955)

"Wer nur Chemie versteht, versteht auch die nicht recht!" (G.C. Lichtenberg, 1742 - 1799)

"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie gesehen haben." (Alexander v. Humboldt, 1769 - 1859)

Calciumcitrat
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von Calciumcitrat »

Es wäre interessant zu untersuchen, ob diese Mikroorganismen in ihren Enzymen hier Gold (oder die anderen genannten Metalle) an Stelle der normalen Metalle einbauen...

Allgemein ist für mich die Existenz von Leben unter solch extremen Bedingungen (siehe auch Tiefseevulkane, Antarktiseis, Salzseen,...) das beste Indiz für die Existenz von außerirdischem Leben, vielleicht sogar in unserem Sonnensystem. Ein paar Jupiter und Saturnmonde könnten ganz interessant sein.

Vanadiumpentoxid
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von Vanadiumpentoxid »

Hallo lemmi,
die Cellulose könnte hier evtl. nicht nur die Nahrungsgrundlage für den Pilz gewesen sein, sondern vll. sogar dessen Träger in die Lösung hinein.
Wie lange lagert Dein Filtrierpapier schon?
Gott gebe mir die Kraft, zu ändern, was ich verändern kann,
die Gelassenheit, hinzunehmen, was ich nicht verändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Ist das noch o. k. oder auch schon wieder zu viel?...

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mgritsch
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von mgritsch »

lemmi hat geschrieben:
Freitag 4. Juni 2021, 21:31
Um die Toxizität des Hydrazins scheint sich der Schimmel nicht zu scheren. Ich wundere mich nur, wo er den Kohlenstoff hergenommen hat? Aber wahrscheinlich ist auch da eine Spur einer organischen Verunreinigung hineingelangt: das kleine schwarze Pünktchen um das sich die Schimmelfäden gruppieren.
Dass diverse Chemikalien nicht schaden wundert mich ja noch wenig, aber zum Aufbau von organischer Materie braucht es C und N (H und O sei aus dem Wasser gegeben...) und noch ein paar Spurenelemente (Cl, Na, K, Ca, Mg, Fe). Letztere dürften im dest Wasser auch schon sehr knapp sein...

Die Hydrazin-haltige Lösung bietet N, das kann ich verstehen. Aber die Lösung mit dem peptisierten Goldpurpur? Das wurde aus Chlorid mit mit SnCl2 gefällt! Cellulose-Fasern eines Filters sind fast reines Kohlenhydrat - kein N weit und breit! Auch die Cellulose selbst - absolut unlöslich in Wasser! Selbst wenn die Sporen etwas davon mit Enzym zu Zucker spalten können - gibt es in den Hyphen Transportmechanismen entlang der Fäden die das weiter reichen würden? Und die schiere Menge die sich gebildet hat - das steht in keinem Verhältnis zu dem bisschen Cellulose-Faser (das im wesentlichen unverändert aussieht...).

Sehr eigenartig.

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lemmi
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von lemmi »

@Vanadiumpentoxid: kann gut sein, dass die Sporen am Filterpapier hingen, kann aber genausogut sein, dass sie sonstwie reingekommen sind (über die Luft, in den offen gelagerten Regenzgläsern, an den verwendeten spteln, Pipetten...). Ich habe ja nicht steril gearbeitet. Wie alt das Filterpapier ist weiß ich nicht - irgendwas zwischen 2 Monaten und 2 Jahren. Spielt aber m.E. eine eher untergeordnete Rolle, weil die Kontaminationsmöglichkeiten Legion sind.

@mgritsch: ich finde das auch sehr erstaunlich! Wie oben gezeigt, wuchs mir mal Schimmel in einer Alaunlösung - wo das einzige organische Materiel der Kunststoffüberzug an der Innenseite des Schraubdeckels war! Vielleicht können sie sogar Luftstickstoff verwerten? (Obwohl dazu soweit ich weiß strikt anaerobe Bedingungen notwendig sind). Transport von organischen Molekülen entlang der Zellen und von einer zur nächsten sollte kein Problem sein.

Schimmelpilze sind wirklich Überlebenskünstler!
"Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden. Aber nicht einfacher." (A. Einstein 1871 - 1955)

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Vanadiumpentoxid
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Re: wer (über)lebt im Schwermetallabfall

Beitrag von Vanadiumpentoxid »

Naja, 2 Jahre wäre ja auch noch nicht wirklich alt.
Abhängig von den Lagerungsbedingungen kann Cellulose ein möglicher Nährboden für Pilzsporen sein. Und je länger sie die Chance haben, diesen zu besiedeln, desto wahrscheinlicher wird dies auch. Dass Sporen außerhalb von Reinräumen natürlich omnipräsent sind und daher von überall her kommen könnten, ist davon unbenommen.

Edit: Haben Pilze evtl. auch die Möglichkeit, in Wasser gelöstes CO2 (saprotroph, nicht fotosynthetisch) als Nahrungsquelle zu verwerten oder passt das von der Energiebilanz her nicht?
Wenn nicht, hieße das tatsächlich, dass diese Wesen in geschlossenen Gefässen ohne kohlenstoffhaltige Verunreinigungen mindestens solange von den Plastikdeckeln futtern und sich vermehren, bis ihnen der Sauerstoff ausgeht...
Wäre mal interessant, ob das in Glasstopfenflaschen nicht passiert und ob PTFE auch dem Appetit von Pilzen widersteht...
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