Speisepilze vermehren

Alles zum Thema Mikrobiologie.

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immi07
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von immi07 »

Hallo,

"Papa, wie lange willst du noch warten :?: Wir müssen jetzt da rein gucken :!: "

:!: :!: Die am 23. Juni 2021 sterilisierten Reserven sind immer noch kontifrei :!: :!:
Die Behälter sind also dicht und das Backofenverfahren ausreichend


Nr.1 vom 29. Juni 2021 sieht inzwischen so aus.

P1190596.JPG
:?: sehr trocken - wenn nichts dagegen spricht, würden wir etwas abgekochtes Wasser dazu geben und beobachten :?:


Nr.2 vom 18. Juli 2021

P1190592.JPG
P1190595.JPG
P1190597.JPG
wie sollte es jetzt weitergehen :?: :?:


Nr.3 vom 18. Juli 2021

P1190591.JPG
was ist das für eine hellbraune Flüssigkeit :?:
P1190594.JPG
P1190598.JPG
Überraschung :!: und wie erklären wir dem jetzt, daß er Fruchtkörper machen soll :?: :?:


Grüße von Johanna und Thomas
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Pläne zu machen, Arbeit zu verteilen, Werkzeug zu holen und Holz zu schlagen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. Dann bauen sie das Schiff von alleine. Antoine de Saint-Exupéry

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eule
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von eule »

Moin,
ad 1. ein bischen abgekochtes Wasser dazu wird nicht schaden.
ad 2. sieht doch supi aus. Einfach schön weiter so, wächst vllt. nicht sehr schnell, aber wächst.
ad 3. Die Flüssigkeit, denke ist Kondenswasser mit paar Inhaltsstoffen des fermentierten Substrats drin gelöst (es klebt da was am Deckel).
Die geöffnete Kultur siht doch ziemlich gut aus und kann dann mit etwas Fliegengitter drüber offen bleiben. Dürfte auch stark genug sein, um jetzt unsteril weiterzuleben. Ich würde das jetzt etwas kühler, eine spur feuchter und ins Helle stellen und täglich nachschauen gehen, ob da nicht erste kleine Fruchtkörper wachsen.

Grüße,

ne eule
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immi07
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von immi07 »

Hallo eule,

werden wir genau so machen :!:

Danke und Gruß

Johanna und Thomas
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immi07
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von immi07 »

Hallo update,

P1190640.JPG
nach einer Woche Keller mit Licht durchs Kellerfenster, um 18 °C und 65 - 70 % Luftfeuchte die ersten klitzekleinen Pilze :!:

Grüße von den Johanna und Thomas
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immi07
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von immi07 »

Hallo,

P1190687.JPG
21.09.21 16°C und 90% Luftfeuchte

:wall: und noch ein paar missglückte Versuche
am 12.09.21 gestartet in 50 mm Schale geöffnet fürs Foto 21.09.21

P1190678.JPG
Schopftintling - Stiel in H2O2 10% getaucht 3 s
mit geglühter Schere Stielstücke geschnitten

P1190679.JPG
Parasol
mit geglühtem Skalpell innere Stielfasern entnommen

P1190683.JPG
Parasol
mit geglühtem Skalpell innere Stielfasern entnommen

P1190682.JPG
Schopftintling - Stiel in H2O2 10% getaucht 3 s
mit geglühter Schere Stielstücke geschnitten

P1190684.JPG
Schopftintling - Stiel in H2O2 10% getaucht 3 s
mit geglühter Schere Stielstücke geschnitten

P1190685.JPG
Schopftintling
mit geglühtem Skalpell Sporentinte entnommen

P1190686.JPG
Riesenbovist
mit geglühtem Skalpell innere Sporenmasse entnommen


Grüße von
Johanna und Thomas
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Glaskocher
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von Glaskocher »

am 12.09.21 gestartet in 50 mm Schale geöffnet fürs Foto 21.09.12
Ich glaube, das liegt an der negativen Temporalkonstante...

OK, das war wohl ein Schuß in den... FARBKASTEN. Mit den Kulturen müßtet Ihr doch jetzt bunte Bilder malen...äh... impfen können. Da scheint ja deutlich mehr und wuchsfreudigeres unterwegs zu sein, als "nur" die geernteten Pilze. Es kann sein, daß die Pilze andere Nährstoffkombinationen bevorzugen, als das "bunte Zeugs". Außerdem kann es sein, daß die Pilze erst wieder in den Wachstumsmodus kommen müssen.

Die Kunst wird sein, daß man, wie auch immer, die Impfproben noch deutlich steriler handhaben und auch deutlich stärker "desinfizieren" muß. Eine echte Herausforderung, den Originalpilr nicht ganz anzutöten, während alles Andere ausgeschaltet werden muß. Man könnte das Kohlenhydratangebot ins Makromolekulare verschieben, wie es bei der Weizenbrut der Fall ist, um den "Zuckerfressern" den Appetit zu verderben.

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immi07
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von immi07 »

Hallo glaskocher,

auch nach Korrektur des Datums verschwinden die Konties nicht. :dita:

Das Hauptproblem war die leere Propangasflasche nach dem Einwecken des Holundersaftes. Wir konnten also keine Thermik erzeugen während der Impferei. Und "Papa, ich will auch mal." hat vermutlich auch einen Beitrag geleistet und wir hatten Katzenfutter - Glukose - Agar. Das es grundsätzlich funktioniert zeigt der Flaum auf den Pilzstücken. Und Johanna will jetzt wirklich mit den Farbkonties malen.

Gruß Johanna und Thomas

der jetzt hier
http://www.zauberpilz.com/download/Meth-myko-Lab.pdf
mal nach passenden Nährböden sucht
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Calciumcitrat
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von Calciumcitrat »

Je nach Sekundärmetaboliten der beteiligten Spezies könnte da auch ein extrahierbares Vermögen schlummern... Aber das ist mit "einfachen" Methoden leider nur schwerlich nachweisbar.

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eule
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von eule »

Na ihr beiden,
die wirklich schönen Primordien im gelungenen Beispiel sehen schon gut aus, jetzt braucht ihr nicht mehr soo viel Geduld bis zur ersten Ernte.

Die bunt bewachsenen Doppelschalten kann man sehr verschieden deuten, denke ich. Was Glaskocher mit "negative Temporalkonstante" meint erschließt sich mir nicht so wirklich, immerhin läuft auch bei euch die Zeit nicht rückwärts (davon muß ich ausgehen :wink: ).

Von der Verteilung der verschiedenen bunten Patches her vermute ich, daß da entweder während der Sterilisation der Platten, des Beimpfens oder beim späteren Öffnnen der Doppelschalen, z.B. aus Neugier oder zur visuellen Kontrolle, oder oder ... irgendwie Kontaminationen in die Kulturen gekommen sind.

Wenn ihr daraus mit etwas Arbeit und Glück noch etwas retten wollt, dann gibt es da natürlich die Möglichkeit, neue Platten steril vorzubereiten und dann mit ner feinen Öse oder so - unter wiederum sterilen Bedingungen - jeweils ein Pröbchen der gewollten Teilkultur zu überimpfen.
(Ausstrich_(Mikrobiologie)#Ausstrich_mit_einer_Impf%C3%B6se)

vmtl. werden aus solch bunten Habitaten wieder mehrere zusammen auf den neuen Platten zu finden sein, aber die kann man wieder gut auseinandersetzen :)
Das hat für mich irgendwie was von einer destillativen Trennung, bei der man mit jedem Durchganz ein etwas reineres Produkt erhält, da man jedesmal die Methode verfeinern und auf andere Details das besondere Augenmerk legen kann.

Damit kommt man dann mit sauberer arbeitsweise unter halbwegs brauchbaren Bedingungen zu einer echten Reinkultur, anders als das hier:
creme.brulee.a.la.contamination.croisee.jpg
kontaminierte Brüllcreme ;)

achja, eben gedacht, dann vergessen, nu wieder eingefallen:
Was bei Lamellenpilzen wie dem Parasol, evtl auch dem Schopftintling funktionieren soll, ist, auf einem großen Blatt Papier einen Hut für eine Weile völlig störungsfrei (Karton oder so drüber gegen Luftzug) liegen lassen, um so die Sporen in Ruhe fallen zu lassen und so ein für die jeweilige Spezies charakteristisches Sporenbild zu bekommen. Ok und damit gewinnt man gleich auch die Sporen, die man dann wieder unter kontrollierten Bedingungen zur Anzucht neuer Kulturen nutzen. :D
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immi07
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von immi07 »

Hallo,

P1190688.JPG
aus dem Grenzgebiet zwischen Kunst und Wissenschaft
Sporenabdruck eines Parasol auf schwarzem Karton nach 78 Stunden
Bildgröße DIN A3 mit Fixativ stabilisiert

@eule: Die negative Temporalkonstante war der Hinweis auf einen Zahlendreher im Datum :idea2:
Die Konties sind alle vom Plattengießen und vom Impfen :wall:
Ich mach heute neue Platten und dann werden wir mal sehen, ob wir Nutzpilzzucht und Farbpilzzucht getrennt bekommen.

@Calciumcitrat: "Papa, er meint wir könnten ein neues Medikament finden, wenn wir es finden könnten." :thumbsup:

nächster Ansatz: 22.09.2021 08.00 Uhr
P1190689.JPG
nach dem Pilzeputzen am Sonntag vergessener Eimer mit Parasolstielen. Die Stiele waren heute mit feinem, weißem Flaum überzogen. Konties sollten "Nester" bilden. Der durchgehende Überzug läßt mich auf Parasolmyzel hoffen. Also etwas sterilisierte Strohpellets und etwas abgekochtes Wasser und

@mgritsch :thumbsup: Versuch macht kluch... :thumbsup:


Grüße von Johanna und Thomas
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eule
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von eule »

also das macht mich etwas neugierig: habt ihr die Doppelschalen mit den frisch gegossenen Agarplatten nochmal im Schnellkochtopf behandelt?

Die Stiele vom Parasol als Quelle für eine neue Kultur? gewagt, aber immer einen Versuch wert, würde ich sagen und wünsche viel Glück dabei. Davon würde ich erstmal sehen, ob es nicht sinnvoller wäre, davon erstmal eine echte Reinkultur anzulegen, statt damit direkt Heuhäcksel zu riskieren. "Wildfänge" scheinen regelmäßig mit allem Möglichen aus ihrer natürlichen Umgebung kontaminiert zu sein, wenn man den einschlägigen Foren trauen darf.

Aber die Möglichkeit zum keimarmen Arbeiten sollte dringend wieder hergestellt werden - meine Meinung.

hmm, Parasol .... sollte ich auch mal versuchen.
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von immi07 »

Hallo eule,

die neue Propanflasche steht schon in der Waschküche :!: :thumbsup:

Nun zu den Petries.
Sonntag Abend läuft die Uhr schneller :conf: und es war keine Zeit mehr die neuen Glaspetris zu sterilieseren. "Papa, wir können doch die eingeschweißten nehmen." steril verpackte 50 mm PS - Kunststoffschalen. tmax so 80 °C
Agar wurde im Schnellkochtopf 15 min behandelt und dann auf desinfizierte Spritze gezogen und damit die Petris befüllt.
"Schatz, das geht schief!" "Ach bitte!" Ergebnis siehe oben.
Also habe ich heute vorbereitet wie hier: viewtopic.php?p=82998#p82998
Aber keine Kunststoffpetris sondern die neuen Glaspetris. 45 min bei 180 °C im Herd. 9 Stück und 9 Extradeckel

P1190693.JPG
30 min nach dem Einfüllen des Nährmediums aus den Röhrchen die Kondenswasserdeckel gegen trockene getauscht

Gruß Thomas
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von eule »

jo, sowas is mist - hektik/zeitdruck ist zwar kein echtes Hindernisbeim sauberen Arbeiten, aber das erleichtert es auch nicht gerade.

Solche Plastikpetris mögen ja praktisch sein, aber das zeigt mal sehr deutlich, daß man mit denen umso bessere Arbeitsbedingungen braucht.

mit dem Autoklavieren meinte ich eher, die gegossenen und einmal erstarrten Platten mit schräg aufgelegten Deckeln nochmal im Drucktopf richtig aufheizen. dann brauchts auch keinen zusätzlichen Gang vor dem Gießen.

Aber das ist sicher auch etwas eine Frage der Präferenz.

Gruß,

ne eule
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von immi07 »

Hallo eule,

es gibt kaum Präferenzen, da das alles Neuland ist und wir erst mal verschiedene Mittel und Wege ausprobieren :idea2: , bevor es einen Lieblingsweg gibt.
eule hat geschrieben:
Mittwoch 22. September 2021, 18:48
mit schräg aufgelegten Deckeln
warum legst Du die Deckel schräg auf :conf:

:conf: Gedankenspiel :idea2:

Man baut sich eine Etagere mit :?: Etagen und Füßen, damit das Ganze überm Wasser steht. Die Platte werden unsteril gegossen und dann druckgekocht. Und beim Beimpfen tauscht man dann den Kondeswasserdeckel gegen einen sterilen, trockenen Deckel.
Das scheint mir ein risikoarmer Weg zu sein.

Gruß Thomas
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Re: Speisepilze vermehren

Beitrag von eule »

ich lege entweder die Deckel schräg auf oder lege zumindest an einer Stelle etwas zwischen die Unter- und Deckschale. Damit erreiche ich zweierlei:

- ein Mal ist es mir passiert, daß die Deckschale wohl zu dicht auflag, was Glasbruch aufgrund des Druckunterschieds zwischen Innen und Dampfraum zur Folge hatte. Ich kann mir auch genug andere Gründe vorstellen, warum die Schale geplatzt ist, aber seither mache ich das eben so und hatte damit auch keinen Platzer mehr.

- durch eine leichte Schrägstellung der Deckschale läuft Kondenswasser leichter zur Seite ab.

Da ich die Schalen stets möglichst erst unmittelbar vor der Beimpfung aus dem Drucktopf nehme und gleich den Deckel wieder auf den Topf setze hoffe ich, die Kontaminationsgefahr einigermaßen gering zu halten. Wenn ich die Deckschale als ersten Schritt der Entnahme den Millimeter zur Seite schiebe, daß sie komplett aufliegt bringe ich definitiv erst während der beimpfung Kontaminationsgefahr in Spiel.
Habe ich andererseits ein Stückchen Papier dazwischengelegt, so wird dieses (dann sterile Papier) bei der Beimpfung entnommen und verworfen.


Pro Unterschale eine zusätzliche Deckschale mit in den Drucktopf zu tun ist eine durchaus interessante Idee, die ich mal ausprobieren werde. Durch die Öffnung des Topfes sowie das somit folgende Tauschen der Deckschalen vermute ich aber die Gefahr zusätzlichen Eintrages von Kontaminanden.

Grüße,

ne eule :)
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