BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

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stabilo
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Re: BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

Beitrag von stabilo »

Ich sehe hier immer nur den Flaschentest. Hat jemand von euch auch mal erfolgreich eine Oberfäche verspiegelt? Bzw würde es gerne nochmals vorführen? Wie gesagt würd ich die Zutaten sponsorn. Anstatt den stark konzentrierten Säuren könnt ich auch schwache beisteuern.

Glaskocher
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Re: BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

Beitrag von Glaskocher »

Glaskocher hat geschrieben:
Sonntag 15. Januar 2023, 20:23
Vermutlich sollst Du es in der Reihenfolge, wie die Lösungen auf die Oberfläche aufgetragen werden, mit den LÖsungen behandeln. Wenn Du zwei RGs "opfern" willst, dann behandle zuerst eines mit der Aktivatorlösung und danach beide mit dem Gemisch aus Silber- und Reduktorlösung.

Das wäre nach meinem Verständnis die logische Abfolge, wie sie auch beim Sprühen aufgetragen würde.
stabilo hat geschrieben:
Donnerstag 19. Januar 2023, 13:35
aha.Dann habe ich die Anleitung von Forumsmitglied Glaskocher falsch verstanden.
...
Jetzt weiß ich nicht, was an meiner Anweisung schwer verständlich gewesen sein soll. Ich hatte meine Anweisung etwas verkürzt, weil ich davon ausgegangen bin, daß Du die Originalvorschrift gelesen und verstanden hast. Daß Du alle drei Lösungen zusammengegossen hattest, das hatte ich nicht vorhergesehen. Du überraschst mich aber jetzt mit deinem beruflichen Hintergrund...

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stabilo
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Re: BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

Beitrag von stabilo »

Bin kein Chemiker !
Habe mich aber schließlich ans Rezept gehalten und einen Teilerfolg erzielt. Flächendeckende Außenverspiegelung hab ich mit meinem Equipment und meinem Wissen noch nicht hinbekommen.

aliquis
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Re: BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

Beitrag von aliquis »

@virgil:
Über dem Wissen steht noch die Erfahrung.
Ich habe noch nie überzeugende Ergebnisse mit etwas anderem als einer Innenverspiegelung mit Diamminsilber und Glucose erzielt (wie gesagt: ich kenne Traditions-Unternehmen im Erzgebirge, die an dieser Technik/Mischung schon seit über 100 Jahren festhalten - vermutlich nicht ohne guten Grund...). Schon mit Seignette-Salz statt Glucose hat es bei mir nicht immer geklappt. Von einer Aussen-/Flächenverspiegelung oder einer Beschichtung eines anderen Materials als Glas ganz zu schweigen. Und so schön deckend versilbert wie bei Glas sehen die Plasikflaschen auf VC (wieder nur eine Innenverspiegelung mit stehender Flüssigkeit und keine Sprühtechnik für Flächen!) auch nicht aus.
Aber wie gesagt: ich lasse mich von einem aktuell/selbst (!) durchgeführten und mit eigenen Bildern hier dokumentierten Gegenbeweis gern umstimmen... :wink:
Bis dahin bleibe ich ein Verfechter der bewährten Methoden.

notaccounteule
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Re: BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

Beitrag von notaccounteule »

irgendwie fällt mir immer wiedr die Ähnlichkeit zu einer ganz anderen Aufgabe ins Auge: die Verspiegelung von Teleskopspiegeln, die zumeist vorderseitig verspiegelt sind. Klar sind da zumeist deutlich andere Trägermaterialien und heutzutage auch Techniken im Einsatz, aber Sputtern ist noch nicht so lange Stand der Technik berim Verspiegeln (sei es für Teleskop~ oder Laserspiegel).

Wäre es nicht möglich, eine negative Abbformung des zu verspiegelnden Teils auf abschließend entfernbarem Material zu fertigen, diese ähnlich einer Hinterglasverspiegelung zu beschiochten/versilbern, die fertige Spiegelschicht mit dem Träger auf dem Werkstück zu befestigen und schließlich den Verspiegelungsträger zu entfernen?

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stabilo
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Re: BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

Beitrag von stabilo »

Wer hat Lust ? Zutaten stelle ich zur Verfügung

Glaskocher
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Re: BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

Beitrag von Glaskocher »

notaccounteule hat geschrieben:
Montag 23. Januar 2023, 12:19
...
Wäre es nicht möglich, eine negative Abbformung des zu verspiegelnden Teils auf abschließend entfernbarem Material zu fertigen, diese ähnlich einer Hinterglasverspiegelung zu beschiochten/versilbern, die fertige Spiegelschicht mit dem Träger auf dem Werkstück zu befestigen und schließlich den Verspiegelungsträger zu entfernen?
Das halte ich für extrem aufwändig und komplizierter als den direkten Weg. Man hat das Problem, ein "unklebriges" Material mit den Eigenschaften von extrem dünnem Blattsilber auf einer ebenso "unklebrigen" Oberfläche zum Haften zu überreden. Aber das bitte möglichst ohne zusätzlichen Materialauftrag durch Haftvermittler und ohne jegliche Korrekturmöglichkeit bei schiefem Andetzen. Außerdem muß man die Negativform erzeugen, versilbern und zuletzt auflösen.

Da ist eventuell eine handwerkliche Beschichtung mit Blattsilber oder -Gold sinnvoller. Das ist eine etablierte Technologie, die sich in Kursen lernen läßt.

aliquis
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Re: BITTE um Hilfe! Chrom-Lack

Beitrag von aliquis »

Im Hochtechnologie-Bereich wird wie gesagt wohl auch das Bedampfen eine gängige Methode sein, um eine Nanometer-genaue gleichmäßige Beschichtung zu erreichen.

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