Selbstvorstellung

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Vanadiumpentoxid
Illumina-Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: Sonntag 28. März 2021, 15:47

Selbstvorstellung

Beitrag von Vanadiumpentoxid »

Hallo liebe Forumsmitglieder,

vor geraumer Zeit habe ich dieses Forum entdeckt, bislang nur als Gast mitgelesen und die eine oder andere Versuchsbeschreibung experimentell nachvollzogen. Gern wäre ich schon früher darauf gestoßen, dann wäre mancher Versuch vielleicht erfolgreicher abgelaufen, und auch manche Chemikalie hätte ich mir dann entweder eher selbst hergestellt oder aber anderweitig beschafft.
Da es mich nun schon ein paar Mal in den Fingern gejuckt hat, auf einen Beitrag zu antworten oder selbst eine Frage zu stellen, bin ich jetzt über meinen Schatten gesprungen und habe mich einfach mal angemeldet. Sehr angetan haben es mir die Vielfalt der Experimente, die hohe Professionalität in den Versuchsbeschreibungen und Forenbeiträgen, der gute Umgangston der Mitglieder untereinander und die Unabhängigkeit von finanziellen Interessen.

Zu meinem Hintergrund:

Ich bin Hobbychemiker. Bereits Mitte der achtziger Jahre habe ich dieses Hobby als Jugendlicher über die Experimentierkästen von Schuco entdeckt und über einen Schwenk hin zu den Anleitungsbüchern und Materialien von Kosmos intensiviert. Ich habe damals auch mit Unterstützung meines Chemielehrers zweimal am Wettbewerb Schüler experimentieren teilgenommen und letztlich mein Abitur mit 13 Punkten im Leistungskurs Chemie absolviert. Zeitweise habe ich damals mit dem Gedanken gespielt, Chemie zu studieren, mich dann (leider?) aber doch für eine andere Richtung entschieden. Nach im Grunde ebenfalls so langer Ausbildung stellte sich dann aber Mitte der 2000er Jahre heraus, dass weder in der Chemie noch in der dann tatsächlich von mir absolvierten Studienrichtung gut ausgebildete Akademiker in Deutschland gebraucht werden würden (dass sich das irgendwann für unser Land rächen würde, merkt man m. E. in den aktuellen Krisenzeiten mehr denn je!). Also stand ein Wechsel in der beruflichen Branche an. Das lief auch etwa 8 Jahre lang ganz gut, bis das Unternehmen, für das ich arbeitete, in einem internationalen Konzern aufging und absehbar war, dass es meinen Arbeitsplatz auf Dauer wohl irgendwann nicht mehr geben würde. Seitdem habe ich bereits in 3 weiteren Unternehmen meiner Branche übergangsweise Unterschlupf gefunden, bin aber nirgendwo mehr so ganz heimisch geworden wie zuvor.

Zurück zur Chemie: de facto ruhte mein altes Hobby zwischen Abitur und dem Jahr 2019, als ich es wiederentdecken sollte. Meine Laborutensilien von damals waren noch vorhanden (wenngleich auch verstaubt, teilweise verrostet und dringend update-bedürftig). Alles begann von Neuem, als mein damals 11-jähriger Sohn mich bat, doch mal ein paar Experimente von damals mit ihm gemeinsam zu wiederholen (ich war damals genauso alt, als es bei mir losging).
Was soll ich sagen: leider sprang der Funke auf meinen Sohn nicht richtig über (Chemie ist leider sogar sein schwächstes Fach in der Schule), aber um mich war es erneut geschehen!
Erfreulicherweise zeigt aber meine 9-jährige Tochter durchaus Interesse und wir haben schon zahlreiche altersgerechte Versuche gemeinsam durchgeführt. Interessant, dass es dazu ja mehrere Parallelen bei anderen Mitgliedern hier im Forum gibt! Im Stillen hoffe ich ja, dass das bei meiner Tochter noch ausbaufähig ist, sie sich mit zunehmendem Alter (wenn dann auch die spannenderen Experimente möglich sind) vielleicht noch immer ähnlich begeistert zeigt und irgendwann eigenverantwortlich damit umgehen kann, so wie ich damals. Die materiellen Voraussetzungen dafür wären jedenfalls vorhanden.

Aufgrund beruflichen Unausgefülltseins habe ich dieses Hobby in der Folge seitdem recht intensiv betrieben und bestimmt schon etwa 1.000 Experimente durchgeführt. Ein wahres Durchhalte-Elixier gegen den beruflichen Frust und die Corona-Lockdown-Depression!
Mein Hobbylabor habe ich mittlerweile massiv aufgestockt und bewege mich dabei etwa auf dem Ausstattungsniveau, wie es etwa bei Waselowsky, 225x Chemie vorgeschlagen wird (hinsichtlich der Gerätschaften, bei der Chemikaliensammlung wohl auch deutlich darüber) – im Übrigen damals wie heute eines meiner Lieblings-Experimentierbücher.
Leider stoße ich mittlerweile räumlich und auch finanziell an die Grenzen des mir noch Möglichen und habe dahingehend auch keine weiteren Ausbaumöglichkeiten. Damit verbunden liegt der Schwerpunkt meines Hobbies eher auf der anorganischen Chemie. Für die Vielfalt der organischen Chemie fehlt es mir schlichtweg an Zeit (oft langwierige und komplizierte Synthesen) sowie an Platz und Geld für die dann erforderlichen Gerätschaften und Chemikalien.
Im Vordergrund stehen machbare Anschauungsversuche, Analysen und Synthesen – letztere aber nur insoweit die Produkte für mich besonders attraktiv und/oder vor allem auch weiterverwendbar sind. Für eine Sammlung von Stoffen, für die ich anschließend keine weitere Verwendung mehr habe, habe ich in meinen Schränken leider keinen Platz mehr.
Weil ich über keinen Abzug verfüge und auch gar keine Einbaumöglichkeit hätte, muss ich notgedrungen viele Versuche ins Freie verlagern und bin demgemäß immer auch ein bisschen auf Beständigkeit beim norddeutschen Wetter angewiesen (was in den vergangenen 3 Jahren ja erfreulicherweise überdurchschnittlich häufig der Fall war).

Da ich mich als ohnehin überaus umsichtig einschätze, habe ich unter Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung, dem Grundprinzip des kleinstmöglichen Mengenansatzes, Substitutionsabwägungen und umweltgerechten Entsorgungsmöglichkeiten eigentlich nur wenig Berührungsängste mit den erforderlichen Chemikalien. Bei einigen Substanzen habe ich mich trotzdem bewusst gegen den Besitz/Umgang entschieden, weil die Risiken nicht zu den Schutzmöglichkeiten meines Heimlabors passen, z. B. bei Cyaniden, Quecksilber-, Cadmium-, Arsen-Verbindungen sowie Phosphorwasserstoff wegen ihrer extremen Giftigkeit, ebenso wie bei flüchtigen Kanzerogenen wie Chromylchlorid, Benzol, Formaldehyd und den niederen Halogenkohlenwasserstoffen.
Persönliches Hadern empfinde ich angesichts der aktuell gültigen Chemikaliengesetzgebung. In meinen damaligen Anfängen erntete man als NaWi-interessierter Jugendlicher noch Anerkennung. Heute gerät man als argloser Hobbychemiker fast automatisch unter Verdacht, Bombenbastler oder Drogenkoch zu sein, wenn man mal irgendwo einen „Gefahrstoff“ kaufen will…
Andererseits bin ich aber auch froh darüber, wie leicht man heute übers Internet an seine Laborausstattung kommen kann. Früher war es so, dass man einfach nicht bekam, was nicht in der Kosmos-Ersatzteilvitrine des Spielzeugladens lag bzw. was einem die Drogerie bzw. Apotheke des Vertrauens in der nächstgelegenen Stadt, der Fotolaborausstatter im Dorf (ja, früher gab es sowas noch) oder in letzter Instanz der eigene Chemielehrer nicht besorgen oder (selbst mit schriftlicher elterlicher Erlaubnis) nicht aushändigen wollte. Heute bekommt man im Internet fast alles, dafür in der Apotheke fast gar nichts mehr. Und auch die finanziellen Möglichkeiten waren mit dem elterlichen Taschengeld damals natürlich auch beschränkter als heute mit dem eigenen selbstverdienten Geld. Tja, welche Zeiten letztlich nun die besseren sind, muss jeder selber entscheiden.

Ich bin eigentlich laufend auf der Suche nach mir noch nicht bekannten Versuchsanleitungen. Hier mal eine kleine Auswahl von Sammlungen, die ich schon weitestgehend „durch“ habe (zumindest hinsichtlich derjenigen Experimente, für die ich ausgestattet bin, die mich zur Nachahmung reizten – und für Privatpersonen heutzutage gesetzlich noch erlaubt sind):
- Versuchsanleitungen: Schuco Profilab, Kosmos Erlebte Chemie, C1, C2, C2000 und C4000
- Bücher: Römpp/Raaf, Chem. Experimente mit einfachen Mitteln sowie Organ. Chemie im Probierglas; Waselowsky 225x Chemie; Hausler/Rampf 270 chem. Schulversuche; Wagner/Kratz, Chemie in faszinierenden Experimenten; Schmidt/Kunz, Chem. Freihandversuche
- Online-Sammungen: Versuchschemie, Experimentas, Prof. Blumes Bildungsserver, Internet-Chemie.info, Chem-Page, Axel Schunk, Lambda-Syn, woelen-homescience.net und nicht zuletzt illumina-chemie 😉
- YouTube: Random Experiments, Beauty of Science, Chemplayer, vibzz lab, Rhodanide, Allchemistry, Hegelrast, Science Skool, Nurdrage, Nilered, Chemical Force, Thoisoi2
Wenn jemand von Euch noch einen weiteren guten Tipp hat: nur her damit!

Achja, und bevor ich es vergesse: ein kleines angemeldetes Nebengewerbe hat sich aus meinem Hobby auch ergeben: künstlerisch-chemische Bearbeitung von metallischen Gegenständen (durch Ätzen, Eloxieren oder Galvanisieren) und deren Verkauf. Hier probiere ich momentan aber nach wie vor erst noch viel aus und bin – auch aufgrund der Pandemie (es gibt ja derzeit keine Kunsthandwerkermärkte, auf denen man seine Produkte dahingehend feilbieten und somit auf Kundeninteresse/Absatz erproben könnte) – am Markt leider noch wenig präsent.
Des Weiteren überlege ich auch, im Laufe des kommenden Jahres vll. einen Experimente-Kanal bei YouTube zu eröffnen und ebenfalls als Gewerbe anzumelden. Aber dazu fehlt es mir derzeit noch an fast allem: das Know-how über die Rahmenbedingungen, die Anbietererfahrung mit diesem Medium selbst sowie nicht zuletzt die passende Video-Ausrüstung. Vll. versuche ich es besser doch erst einmal ganz ohne Werbeeinnahmen mit einer einfachen Versuchsanleitung in diesem Forum…

In diesem Sinne: auf ein gutes und inspirierendes Miteinander!

P.S.: Nicht nur mein altes Heimlabor, sondern auch mein Schul-Englisch war in den vergangenen Jahrzehnten schon ziemlich angestaubt. Man wundert sich aber, wie schnell sich das wieder auffrischt, allein dadurch, dass man sich öfter mal auch mit englisch-sprachigen Versuchsanleitungen aus dem Internet befasst.

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mgritsch
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Re: Selbstvorstellung

Beitrag von mgritsch »

Hallo und herzlich willkommen! Dankeschön auch für die ausgiebige Vorstellung, da weiß man gleich wo die Anknüpfungspunkte sind :thumbsup:

Analytische Chemie ist unter den Voraussetzungen sicher eine der ergiebigsten Disziplinen. Sie erfordert wenig Platz und Apparatur - mit einer Bürette, einer Waage, ein paar Pipetten und Reagenzien kommt man schon sehr weit. Und wenn man den finanziellen Sprung zu einem Photometer wagt (oder ein Schnäppchen macht) gibt es schon fast keine Grenzen mehr. Analytische Fragestellungen gibt’s ohne Ende, man muss sich nur mal umsehen :)

So oder so, was du hier alles finden kannst weißt du ja schon, und sonst einfach fragen :idea2:

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immi07
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Re: Selbstvorstellung

Beitrag von immi07 »

Hallo Vanadiumpentoxid,
Vanadiumpentoxid hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 19:00
Erfreulicherweise zeigt aber meine 9-jährige Tochter durchaus Interesse und wir haben schon zahlreiche altersgerechte Versuche gemeinsam durchgeführt. Interessant, dass es dazu ja mehrere Parallelen bei anderen Mitgliedern hier im Forum gibt! Im Stillen hoffe ich ja, dass das bei meiner Tochter noch ausbaufähig ist, sie sich mit zunehmendem Alter (wenn dann auch die spannenderen Experimente möglich sind) vielleicht noch immer ähnlich begeistert zeigt und ...
Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht und deshalb bestimmt Johanna unser Tempo.

Herzlich willkommen
von Johanna und Thomas
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Pläne zu machen, Arbeit zu verteilen, Werkzeug zu holen und Holz zu schlagen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. Dann bauen sie das Schiff von alleine. Antoine de Saint-Exupéry

Du hast eine Handvoll Brombeeren und wirfst sie zur Erde. Sie verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren. Und Brom wird frei.

Vanadiumpentoxid
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Beiträge: 63
Registriert: Sonntag 28. März 2021, 15:47

Re: Selbstvorstellung

Beitrag von Vanadiumpentoxid »

immi07 hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 21:24
Hallo Vanadiumpentoxid,
Vanadiumpentoxid hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 19:00
Erfreulicherweise zeigt aber meine 9-jährige Tochter durchaus Interesse und wir haben schon zahlreiche altersgerechte Versuche gemeinsam durchgeführt. Interessant, dass es dazu ja mehrere Parallelen bei anderen Mitgliedern hier im Forum gibt! Im Stillen hoffe ich ja, dass das bei meiner Tochter noch ausbaufähig ist, sie sich mit zunehmendem Alter (wenn dann auch die spannenderen Experimente möglich sind) vielleicht noch immer ähnlich begeistert zeigt und ...
Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht und deshalb bestimmt Johanna unser Tempo.

Herzlich willkommen
von Johanna und Thomas
Das macht unsere Kleine ohnehin schon - aber ein bisschen hoffen und fördern (statt fordern) darf man ja trotzdem. Unseren Rasen bewässern wir (natürlich nur mit Grundwasser) in Trockenzeiten (symbolisch für den Schulausfall durch Corona) ja auch und lassen ihn nicht einfach in der Sonne verbrennen... ;-)
Ich dräng mich da nie auf - sie kommt immer an und fragt: "Papa, wann können wir endlich mal wieder Experimente machen?" (steht auch schon auf ihrer schriftlichen To-Do-Liste für die Osterferien, aus der Nummer komm ich gar nicht mehr raus ... ;-)

Glaskocher
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Re: Selbstvorstellung

Beitrag von Glaskocher »

Herzlich Willkommen bei Illumina-Chemie!

Da hast Du ja schon ein recht großes Spektrum an Anleitungsbüchern durch. Ich habe mal nachgesehen, was ich noch so anzubieten habe an Titelempfehlungen:

- Chemische Kabinettstücke (Röski)
- Glanzlichter chemischer Experimentierkunst (Roeski 2006)
- Chemical Demonstrations: A Handbook for teachers of chemistry (von Bassam Z. Shakhashiri)
- Leonard A. Ford: Chemical Magic
- Friedrich R. Kreißl, Otto Krätz: Feuer und Flamme, Schall und Rauch; Schauexperimente und Chemiehistorisches, Experimente für den Chemieuntericht (mit einer Einführung in die Labortechnik) (Karl Häusler, Heribert Rampf, Roland Reichelt)
- Herbert Brandl: Trickkiste Chemie. Aulis Verlag
- Chemische Freihandversuche
. Chemische Unterrichtsversuche (Rheinboldt, Schmitz-DuMont) Auflagen 1-5 (z.T erweitert und korrigiert)
-- Chemische Unterrichtsversuche (Habitz, Puff, Schmitz-DuMont) Auflage 6 (komplett überarbeitet, neu geordnet)
- Chemische Schul-Experimente (Manfred Just, Albert Hradetzky) organische Experimente
- Außerdem: der "Jander-Blasius" als Lehrbuch zur qualitativen anorganischen Analytik mit einigen Präparaten im Anhang

Manche Experimente kommen in vielen Werken vor, aber in jeder Version werden etwas andere Schwerpunkte gesetzt. Insgesamt lohnt es sich ein übergreifendes Inhaltsverzeichnis anzulegen, um schneller auf ein bestimmtes Experiment zugreifen zu können. Ich durfte in den letzten Jahren meinem Prof. die Lehrexperimente zur chemischen Grundvorlesung "servieren" und habe mich deshalb etwas mehr mit der entsprechenden Literatur befasst. Insgesamt mag ich lieber die Experimente, bei denen man genug Zeit hat zum Beobachten, statt Derer, die schneller abgebrannt sind als angekündigt.

Solltest Du zu einem bestimmten Thema ein Experiment suchen, dann kann ich mal schauen, was ich so finde. Im Zweifelsfall müssen wir eines entwickeln.


Viele Grüße vom
Glaskocher


PS: Um zitatfrei zu antworten klickt man unter dem letzten Beitrag den Pfiel nach oben/links. Dieser Tipp ist der neuen Forensoftware geschuldet, die Symbole statt Worten verwendet. Mit dem "Bleistift" im Beitrag kann man z.B. Dibbvela* korrigieren.
* = Tippfehler phonetisch gelesen ;- )

Vanadiumpentoxid
Illumina-Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: Sonntag 28. März 2021, 15:47

Re: Selbstvorstellung

Beitrag von Vanadiumpentoxid »

Danke an alle für die Willkommensgrüße!
Es fühlt sich schon jetzt so an, als hätte ich eigentlich schon seit langem mal dem Forum beitreten sollen. :D
Durch den persönlichen Austausch finde ich endlich die fachlichen Anregungen, die ich suche.
Habe leider sonst niemanden in meinem Umfeld, der meine Leidenschaft teilt - außer meiner Tochter vll, die aber noch nicht gaaaanz auf meinem Wissensstand ist - kommt aber bestimmt noch... :wink:

@ glaskocher:
Glaskocher hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 22:49
- Chemische Kabinettstücke (Röski)
- Glanzlichter chemischer Experimentierkunst (Roeski 2006)
Ja, die Kabinettstücke hatte ich auch schon im Blick und dazu auch irgendwo mal das Inhaltsverzeichnis gesichtet.
Eine Handvoll Experimente kamen mir noch nicht auf Anhieb bekannt vor und klangen interessant. Da es antiquarisch aber kaum unter 50 Euro zu haben ist, habe ich von einem Erwerb bislang Abstand genommen, weil es für mich ein keinem Verhältnis stehen würde.
Hat Roeski mit den Glanzlichtern nur die Konserve der Kabinettstücke geöffnet oder ist viel Neues dabei?
Glaskocher hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 22:49
- Friedrich R. Kreißl, Otto Krätz: Feuer und Flamme, Schall und Rauch; Schauexperimente und Chemiehistorisches
- Herbert Brandl: Trickkiste Chemie. Aulis Verlag
Wer Kratz/Wagner "Chemie in faszinierenden Experimenten" bereits sein Eigen nennt, wird hier nicht mehr viel Neues finden, oder?
Glaskocher hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 22:49
Experimente für den Chemieuntericht (mit einer Einführung in die Labortechnik) (Karl Häusler, Heribert Rampf, Roland Reichelt)
Unterscheidet sich das Werk inhaltlich wesentlich von den 270 chemischen Schulversuchen?
Glaskocher hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 22:49
- Chemische Freihandversuche
Aus dem (inzwischen vergriffenen) Band 1 kenne ich schon vieles durch experimentas.de. Band 2 steht bei mir für 40 Euronen im Regal und empfinde ihn über weite Strecken enttäuschend: theoretische Rechenexempel als Experimente zu verkaufen bzw. das Eintauchen von Teststreifen als Versuche zu titulieren grenzt schon fast an Lesertäuschung...
Glaskocher hat geschrieben:
Sonntag 28. März 2021, 22:49
Manche Experimente kommen in vielen Werken vor, aber in jeder Version werden etwas andere Schwerpunkte gesetzt.
Ja, den Eindruck habe ich bei typischen Schulbüchern auch gewonnen. Nun entspricht der Aspekt, unter dem ich sie bewerte (möglichst viele neue Experimente für mein Hobbylabor zu finden) ja aber auch nicht dem Zweck für den sie geschrieben wurden (Schülern didaktisch möglichst sinnvoll chemisches Wissen nahezubringen und erlernbar zu machen). Dass ich mit ihnen also meist nicht viel anfangen kann, heißt ja nicht, dass es schlechte Lehrbücher sind.
Ist unter den von dir genannten Schulbüchen vll. eines dabei, das durch viele für ein Schulbuch ungewöhnliche oder über andere Schulbücher hinausgehende Versuche auffällt?
Bislang habe ich in Schulbüchern höchstens 2-3 meist kleinere Freihandversuche, die ich in der dargebotenen Form so noch nicht durchgeführt habe, gefunden - das lohnt m. E. die Anschaffung nicht, oft noch nicht einmal den Aufwand einer kostenfreien Bibliotheksausleihe.

Es liegt aber wohl auch daran, dass ich vieles von dem, was in meinen Möglichkeiten liegt, einfach schon abgegrast habe und es langsam schwierig wird, noch etwas grundlegend Neues zu finden (insbesondere innerhalb der von mir bevorzugten Anorganik).
Insbesondere seit ich die Kosmos-Werke durchhabe und mich auch bei Prof. Blume durch alle Bereiche geklickt habe (allein das sind ja, glaube ich, schon 1.500 Experimente für den Schulunterricht!), habe ich das Gefühl, dass ich in Schulbüchern nicht mehr viel finden kann - lasse mich da aber gern auch eines Besseren belehren. Und Überraschungen gibt es ja immer wieder: auf woelen.homescience habe ich mich gewundert, wieviel bislang Unbekanntes sich auf einem Haufen manchmal noch finden lässt (es gab dort bestimmt so ca. 35 Versuche, die ich erst jetzt erstmalig durchgeführt habe) - gut, die Seite hat zwar mit Schulbüchern nichts zu tun, sollte ja auch nur ein Beispiel dafür sein, dass ich nicht voreingenommen sein möchte und dass es sicher immer noch etwas Neues zu entdecken gibt, wenn man nur genug danach sucht und sich darüber austauschen kann. Im Fall von woelen bin ich auch durch dieses Form darauf gestoßen. 8)

Insbesondere danke ich Dir für Deine Mühe der Auflistung sowie für das Angebot, mir im thematischen Einzelfall ein paar schöne Sachen rauszusuchen. Ich komme bei Bedarf gern darauf zurück!

P.S.: So, ich glaube, dass mit dem Zitieren kriege ich jetzt auch wieder hin. Ich brauchte einfach etwas Übung, um wieder reinzukommen. Es ist bei mir schon 13 Jahre her, dass ich zuletzt in einem Forum angemeldet war... :oops:

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lemmi
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Registriert: Freitag 6. Januar 2012, 09:25

Re: Selbstvorstellung

Beitrag von lemmi »

Hallo und herzlich willkommen im Forum !

Du hast ja schon einen ganz schönen Bestand an Experimentierbüchern beisammen. Meine Erfahrung ist, dass man in jedem neuen Buch dann höchstens noch eine oder zwei kleine zusätzliche Anregungen findet. Andererseits kann ich den Reiz, jedes neue Buch durchzugucken, ob noch was Tolles drin steht, absolut nachvollziehen...

Mein Tipp wäre, es vielleicht ist auch mal in einer Bibliothek zu probieren! Da stehen manchmal erstaunlich Kleinode in den Regalen, die kann man sich dann ausleihen und gegebenenfalls fotokopieren.
"Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden. Aber nicht einfacher." (A. Einstein 1871 - 1955)

"Wer nur Chemie versteht, versteht auch die nicht recht!" (G.C. Lichtenberg, 1742 - 1799)

"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie gesehen haben." (Alexander v. Humboldt, 1769 - 1859)

Vanadiumpentoxid
Illumina-Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: Sonntag 28. März 2021, 15:47

Re: Selbstvorstellung

Beitrag von Vanadiumpentoxid »

lemmi hat geschrieben:
Montag 29. März 2021, 19:30
Mein Tipp wäre, es vielleicht ist auch mal in einer Bibliothek zu probieren! Da stehen manchmal erstaunlich Kleinode in den Regalen, die kann man sich dann ausleihen und gegebenenfalls fotokopieren.
Hab ich auch schon mal überlegt. Die hiesige Unibibliothek sollte da im Handbestand einiges hergeben. Müsste mir natürlich erstmal nen Ausweis besorgen. Ist, glaube ich, wohl schon 20 Jahre her, dass ich das letzte Mal da war.
Da kommt es auf ein paar Monate mehr oder weniger auch nicht mehr an. Derzeit haben die Bibliotheken zwar wieder geöffnet, aber mit dieser Aktion warte ich dann trotzdem lieber - wie mit vielem anderen derzeit auch - bis ich immunisiert bin. Momentan mache ich als Angehöriger einer Risikogruppe nicht viel mehr als mich zu Hause einzuigeln... Selbst im Wald vor meiner Haustür sind mir bei gutem Wetter zu viele Menschen unterwegs...

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