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immi07
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Re: neu hier...

Beitrag von immi07 »

Hallo Lemmi,
Glaskocher hatte zur Diffusion im Meßzylinder geschrieben, man sollte das mal im Sommer ausprobieren, ob es dann schneller geht.
Johanna kam mit Schnee von draußen -mal sehn wieviel Dreck...
Na dann schaun wir gleichmal, ob wir die Temperaturabhängigkeit der Diffusion im ersten Anlauf finden. Also 2 identische Ansätze mit 50 und mit 0°C . Bei 50°C war nach 15 s hellblaue Pampe mit Schlieren ( Johannas Formulierung ) Da brauchen wir keine Fotos machen. Und der im Eis lief schön 20 min.

JA, der Dünger war hauptsächlich Eisen(II)sulfat. Gab damals schöne hellgrüne Kristalle mit 4 cm Kantenlänge. Nach 14 Tagen ging die Verwitterung los. Das war ein Drama.

In die Cyanotypie viewtopic.php?t=3305 hatten wir schon reingeguckt und uns für das 2. Rezept entschieden. fehlt uns immer noch Ammoniak. Den Verdünnungsfehler im Rezept haben wir begriffen.

Gruß Johanna und Thomas
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Pläne zu machen, Arbeit zu verteilen, Werkzeug zu holen und Holz zu schlagen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. Dann bauen sie das Schiff von alleine. Antoine de Saint-Exupéry

Du hast eine Handvoll Brombeeren und wirfst sie zur Erde. Sie verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren. Und Brom wird frei.

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immi07
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Re: neu hier...

Beitrag von immi07 »

Hallo an alle,

hier noch ein Bild
P1160420.JPG
KCL mit 10 mm lange Seite
Gruß Johanna
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immi07
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Re: neu hier...

Beitrag von immi07 »

P1160479.JPG
unten Blutlauge gelb oben Eisensulfatdünger
letztes Bild bevor ichs angerempelt habe

Gruß Thomas
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lemmi
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Re: neu hier...

Beitrag von lemmi »

Im Baumarkt gibt es Ammoniaklösung - ich meine zu erinnern - 9%ig. Die 40 ml Ammoniak 25 %, die man auf 100 verdünnen soll, geben eine 10%ige Lösung. Da kann man ein bisschen mehr von der 9%igen nehmen, die leichte Verdünnung dürfte nichts ausmachen.

Aber warum wollt ihr Variante 2 nehmen? Variante 1 ist viel kinderfreundlicher, da können die Kinder sogar die Chemikalien abwiegen und die Lösungen selbst ansetzen. Ammoniumeisen(III)-citrat ist nicht schwer zu beschaffen (z.B. hier).
"Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden. Aber nicht einfacher."(A. Einstein 1871-1955)

"Wer nur Chemie versteht, versteht auch die nicht recht!" (G.C. Lichtenberg, 1742 - 1799)

"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie gesehen haben." (Alexander v. Humboldt, 1769 - 1859)

Glaskocher
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Re: neu hier...

Beitrag von Glaskocher »

Nee... Das Rotbraune ist Kupferhexacyanoferrat(II).

Ich tippe mal, daß in der Petrischale die Diffusion nur die Halbe Wahrheit ist. Gemessen am Messzylinder mit Zitronensäure und KOH ist hier das Tempo fast wie ein D-Zug, verglichen mit einer Schnecke. Da werden auch Strömungen und Dichteunterschiede eine Rolle spielen. Das sieht man gut, wenn die "Front" der Fällung zu einer Seite hin umkippt. Aber das stört vermutlich nicht den Spaß an der Sache. Irgendwie hat das Bild von der "umgekippten Front" etwas ästhetisches. Da könnte man glatt versucht sein, hochauflösende Bilder zu drucken.

Ich überlege gerade, ob sich diese Reaktionen auch dazu eignen, Liesegang'sche Ringe entstehen zu lassen.


Man sieht auch, daß beide Lösungen einen unterschiedlichen osmotischen Druck haben. Das Wasser von der Blutlaugensalz-Seite diffundiert zur Eisensalz-Seite, schwappt dann über die "Wand" aus Gefälltem wieder zurück und erzeugt dann diese Ausbuchtungen im Frontverlauf.

BJ68
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Re: neu hier...

Beitrag von BJ68 »

Glaskocher hat geschrieben:
Dienstag 12. Januar 2021, 22:17
Irgendwie hat das Bild von der "umgekippten Front" etwas ästhetisches. Da könnte man glatt versucht sein, hochauflösende Bilder zu drucken.
Ich überlege gerade, ob sich diese Reaktionen auch dazu eignen, Liesegang'sche Ringe entstehen zu lassen.

Du bringst mich gerade auf Ideen.... https://en.wikipedia.org/wiki/Liesegang_rings und zwar in Verbindung mit https://andrewtomasulo.com/notnotglass.html und dort statt des Negativhalters mit in dem Fall der gebrochenen Glasscheibe die Petrischale mit der Reaktion dort drauf....und Bilder machen (Analog oder Digital wie im Link) oder gar Film aufnehmen....


bj68

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immi07
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Re: neu hier...

Beitrag von immi07 »

Hallo an alle,
noch eine Bleiacetatfrage. mgritsch schrieb:
Essigessenz (bekommt man noch die 80%ige?) und Wasserstoffperoxid (mehr als 12% bekommt man leider nicht mehr...), erwärmen, dann geht das sehr gut! So habe ich mir schon anno dazumals mein Bleiacetat gemacht - so konnten die verbrauchten Kugeln für die Luftpistole genutzt werden
Wir haben 80 und 12 und wie warm ist nun erwärmen.

Gruß Thomas
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lemmi
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Re: neu hier...

Beitrag von lemmi »

Naja, da wird es auf die genaue Temperatur nicht ankommen. Eher nicht zu sehr erhitzen, da sich sonst das H2O2 zersetzt und verlorengeht. Ein heißes, nicht siedendes Wasserbad dürfte am besten sein.
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Glaskocher
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Re: neu hier...

Beitrag von Glaskocher »

lemmi hat geschrieben:
Mittwoch 16. Dezember 2020, 22:03
...
Ob die blauen Kristalle in deinem ersten Bild wirklich Tetraamminkupfer(II)-sulfat sind ist ein bisschen fraglich, weil diese Kristalle an der Luft normalerweise nicht stabil sind. Die zerfallen binnen Tagen oder Wochen. Von der Herstellungsweise her käme auch Kupfernitrat in Frage.
Von der Farbe her könnte der Kristall tatsächlich das Kupfernitrat sein, das ist ziemlich kräftig blau. Das Tetramminkupfer(II)sulfat ist fast noch etwas dunkler. Letzteres hält sich bei uns in der Sammlung im Präparateglas mit Schliffdeckel (ohne Fett) schon seit vielen (12+) Jahren ohne Alterungserscheinung.


Beim Bleiacetat würde ich (aus dem Bauch heraus) zur verdünnten Essigsäure greifen. Das gebildete Bleiacetat muß ja zunächst auch gelöst werden können. Außerdem ist die Konzentration an dissoziierter Essigsäure in verdünnter Lösung größer als in Konzentrierter. Beim Erwärmen würde ich mit einem Bad aus "halbkochendem*" Wasser beginnen, nachwärmen geht immer noch. * = Gleiche Volumina kochendes Wasser und Leitungswasser sollte ca. 50-60°C ergeben.

Ein Link von Professor Blume
Zweiter Link von Professor Blume

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immi07
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Re: neu hier...

Beitrag von immi07 »

Danke Danke,
dann können wir den Bleibaum ja angehen
Gruß Thomas
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Re: neu hier...

Beitrag von Holger Pfahls »

immi07 hat geschrieben:
Mittwoch 13. Januar 2021, 22:01
Danke Danke,
dann können wir den Bleibaum ja angehen
Gruß Thomas
Von der Verwendung von Bleisalzen für Kinderversuche ist wegen Gesundheitsgefahren abzuraten.
Stattdessen könnte, unter Aufsicht und bei Einhaltung entsprechender Vorsichtsmassnahmen, z.B. ein "Kupferbaum" angegangen werden.
Kupfer ist ein wichtiges Spurenelement und zeigt keine kummulativen Wirkungen, obwohl auch Kupfersalze in höherer Dosierung gesundheitsschädlich sind.
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immi07
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Re: neu hier...

Beitrag von immi07 »

ja klar Holger,
falsche Formulierung - nicht wir gehen an, sondern Papa macht, Kind schaut zu.

Danke und Gruß THomas
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Glaskocher
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Re: neu hier...

Beitrag von Glaskocher »

Mir fällt da gerade die Beerenstarke Wortchemie in Eurer Signatur auf. Gut, daß es nur im Schüttelreim klappt und nicht im Garten. Sonst hätte man in der Nähe von Brombeerpflanzen immer diesen "muffigen Schwimmbadgeruch" bei braunen Wölkchen in der Nase und die gebildeten Erdbeeren würden arg im Mund knirschen ;--)


Hier noch eine Idee für ein "Papa zeigt's-Experiment":
In meiner Sammlung steht die Überschrift "Fällung durch gleichionigen Zusatz". Dahinter verbirgt sich, daß man durch das Zutropfen von konz. Salzsäure zu einer gesättigten Kochsalzlösung feine Salzkristalle rieseln lassen kann. Die Salzsäure bringt so viel Chlorid mit in die Lösung, daß das bisher gelöste Salz (Natriumchlorid) nicht mehr genug "Platz" in der Lösung hat und auskristallisiert, bis sich ein neues Gleichgewicht* eingestellt hat. Man kann dieses Experiment schön in einem billigen Sektkelch >-| vorführen, da man darin das gefällte Salz unten in der Spitze gut sehen kann. Vor einem dunklen Hintergrund ist das sehr gut sichtbar.
* zwischen Natrium- und Chloridionen


Kegelförmige Kelchgläser >-| werden bei uns im Hörsaal gerne verwendet, weil sie schon mit wenig Lösung eine gute Füllhöhe haben und man trotzdem recht viel nachgießen kann, bevor sie voll sind. Bei stark gefärbten Lösungen hat man Bereiche sehr unterschiedlicher Schichtdicke, wo man oft in der Spitze noch gut die Farbe erkennt, während sie weiter oben einfach zu dunkel ist.

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immi07
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Re: neu hier...

Beitrag von immi07 »

Hallo Glaskocher,
das klingt nach geringem Aufwand für viel Spaß und wir müssen noch unser Reaktionsgefäß als Feuerlöscher für ein Teelicht im Glas probieren.
Gruß Thomas

Edit und der Eisberg ist morgen dran
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Re: neu hier...

Beitrag von Glaskocher »

Bei uns in der Vorlesung stehen in einem 5L-Becherglas drei Kerzen auf einer Treppe aus Alublech. Wenn dann das CO2 aus der Flasche am Boden eingeleitet wird, dann erlöschen die Kerzen der Reihe nach von unten nach oben. Das könnte, mit etwas Bastelei, im breiten Knackwurst- oder Gurkenglas auch klappen. Der "Gasgenerator" ist dann eben der große Messbecher oder die mit Pappe abgedeckte Rührschüssel.

Eisberge machen Spaß! Man kann recht interessante Formen gießen und später das Ganze wiederholen...

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