Picric acid, Vorstellung

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mgritsch
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Beitrag von mgritsch »

Picric acid hat geschrieben:Mit Braunstein? Das ist auch ne eklige Methode.
wieso eklig?
Ja, die schwarze Soße sieht nicht hübsch aus, aber das Br entsteht ohne Verunreinigungen, die Reinigung der Geräte ist nicht speziell schwer, und man kann wenn man möchte als Nebenprodukt aus dem Rückstand auch noch MnSO4 gewinnen...

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NI2
Illumina-Moderator
Beiträge: 5877
Registriert: Dienstag 19. August 2008, 09:33

Beitrag von NI2 »

Braunstein ist immer so "bäääh". Es ist ziemlich unangenehm, und sofern man kein frisches nimmt ist ein vollständiges Umsetzen zu Salzen immer nicht so einfach und eine Filtration gestaltet sich meist auch recht unschön. Noch dazu denke ich bleibt eines der Hauptprobleme, dass die bei größeren Ansätzen die Reaktionsmischungen anfangen stark zu stoßen.
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Sharam
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Beitrag von Sharam »

Auch von mir ein Willkommen auf Illumina!

Bei der Bromerzeugung würde ich neben Persulfaten zu TCCA/NaBr/HCl raten, da sich die Reaktion durch die Säurezugabe gut kontrollieren lässt und die Cyanursäure einfacher und kostengünstiger erworben werden kann als Wassserstoffperoxid. Etwas Ähnliches - Einleiten von Chlorgas in eine Bromidlösung und Destillation - wurde zwar schon im Forum beschieben, allerdings halte ich die direkte Methode für apparativ kompakter und zudem sicherer durch eine in situ Chlorerzeugung.

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Vanadium
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Beiträge: 634
Registriert: Dienstag 12. Mai 2009, 19:47
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Beitrag von Vanadium »

Ja, die schwarze Soße sieht nicht hübsch aus, aber das Br entsteht ohne Verunreinigungen, die Reinigung der Geräte ist nicht speziell schwer
Braunstein ist doch mit das schlimmste, wenn es ums Säubern geht... :D :D
Noch dazu denke ich bleibt eines der Hauptprobleme, dass die bei größeren Ansätzen die Reaktionsmischungen anfangen stark zu stoßen.
Jaa, die Erfahrung hab ich auch gemacht.

Insgesamt lohnt es sich nur preislich und falls man, wie bereits gesagt wurde, das Mangansulfat als Nebenprodukt gewinnen will. Normalerweise ist dieses aber nur ein nerviges Nebenprodukt, was man dann als Schwermetall entsorgen muss, verglichen mit den "sauberen" und ebenfalls günstigen Methoden wie Persulfat oder Wasserstoffperoxid, bei denen nur harmlose Nebenprodukte entstehen (Natriumsulfat, Wasser). :D
Bei der Bromerzeugung würde ich neben Persulfaten zu TCCA/NaBr/HCl raten, da sich die Reaktion durch die Säurezugabe gut kontrollieren lässt und die Cyanursäure einfacher und kostengünstiger erworben werden kann als Wassserstoffperoxid. Etwas Ähnliches - Einleiten von Chlorgas in eine Bromidlösung und Destillation - wurde zwar schon im Forum beschieben, allerdings halte ich die direkte Methode für apparativ kompakter und zudem sicherer durch eine in situ Chlorerzeugung.
Geht auf jeden Fall auch, da würde ich aber nicht meine Hand dafür ins Feuer legen wollen, dass das Brom rein ist. Was ist mit Interhalogenverbindungen und Salzsäure-Resten?

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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Herzlich willkommen im Forum! Ja manchmal haben bestimmte Stoffe einfach an sich etwas faszinierendes ...
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