IKA RCT ST Magnetrührer defekt

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mgritsch
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Beitrag von mgritsch »

Nicnacs hat geschrieben:Auf den ersten Block scheint Korrosion schon einmal vorhanden zu sein an einem Bauteil

Bild
Du hast ein gutes Auge, gratuliere :) So etwas kann für einen IC bereits der Tod sein weil es dann über die Elektrolyte Kriechströme zum benachbarten Pin etc gibt oder der Übergangswiderstand dort höher ist...
Die beiden Sicherungen kannst du evtl auch ohne Multimeter testen (einfacher Stromkreis mit Batterie und Lamperl) um zumindest das Einfache mal abzuhaken.

p.s.: a pro pos Sicherungen - ganz gut kann ich das am Bild nicht erkennen, hast du die schon mal rausgenommen gehabt? Sieht ein bisschen so aus als wären sie nicht ganz in die Halterung gedrückt...

Markus
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Beitrag von Markus »

Ach das kleine Ding! Das habe ich gar nicht gesehen. Ja das kann ein Problem sein.

CD-ROM-LAUFWERK
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Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

Würde mich wundern, wenn das das Problem sein soll. Denn ansonsten sieht alles sehr sauber aus, wieso sollte dann derartig irgendwo mitten auf dem PCB etwas sein?
Natürlich sollte man das Beinchen trotzdem neu löten, um sicher zu sein. Also grob reinigen und mit frischem Lötzinn (mit Flußmittel drin) + Lötkolben schick machen.
Dann mal mit dem Multimeter die ganzen Verbindungen der Kabel (im Bild oben bei den zwei Steckern) durchmessen. Die sollten z.B. zur Heizung und dem Motor gehen.

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mgritsch
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Beitrag von mgritsch »

Bei SMD Bauteilen mit dem Lötkolben dran? Dann ist sicher alles hinüber.

CD-ROM-LAUFWERK
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Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

Ja, warum nicht? Was soll dann hinüber sein?
Es geht auch nur um das eine Beinchen (Pin) des Chips. Da muss man natürlich vorsichtig sein, dass man nicht mehrere Pins mit Lötzinn überbrückt, aber diese Brücken kann man auch leicht wieder entfernen. Im Zweifel gibt es hunderte Videos dazu auf Youtube ;)

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mgritsch
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Beitrag von mgritsch »

Löten immer gerne, aber bei SMD funktioniert das nicht. Erstens wirst du mit der Kleinheit ein Problem haben, nicht nur wegen handwerklichem Geschick sondern weil die Oberflächenspannung des Zinns wenn es frei von der Spitze fließt und nicht vom Automaten dosiert wird eine Grenze setzt. Zweitens wegen der Temperatur. SMD Bauteile sind klein und wenig isoliert und das Halbleiterelement beginnt fast direkt nach dem Pin. Wenn du da 5 sec mit einem Lötkolben dran spielst ist das Innenleben auf 300° und abgebrannt. Klassische Bauteile haben über die langen Zuleitungen da viel mehr Toleranz. SMD kann praktisch nur maschinell verarbeitet werden.

CD-ROM-LAUFWERK
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Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

Ich verweise an dieser Stelle einfach an die unzähligen Videos zu der Thematik, etwa von Louis Rossmann, wo man SMD-löten (auch live) sieht. Wie sollte es in der industrie gelötet werden (mit Bleifreiem Lot, welches höhere Temperaturen benötigt als normales 60/40 o.ä.) wenn die Temperatur das Bauteil zerstört?
Ich hab grad mal im Datenblatt eines Luftfeuchtesensors(!) von 2,5x2,5x1mm Größe (8 Pins) geschaut. Die Zeit, die der Chip über 217°C verbringen soll, beträgt mindestens 60s und maximal 150s. Die zulässige Höchsttemperatur (bzw. soll-Temperatur) liegt bei 260°C.

Bild
SMD kann praktisch nur maschinell verarbeitet werden.
Mir ist wirklich nicht klar, worauf diese Aussage beruht. Irgendwelche winzig kleinen SMD Bauteile im Format 0201 (0,6mmx0,3mm) sind natürlich von Hand praktisch nicht zu verarbeiten. Aber damit hat man es auch nur zu tun, wenn man auf dem PCB eines Smartphone rumspielt.
Hier noch Links zu Videos vom EEVBlog zum SMD-Löten:
EEVblog #186 - Soldering Tutorial Part 3 - Surface Mount
EEVblog #346 - MLF/QFN SMD Reflow Soldering
EEVblog #415 - SMD Stencil Reflow Soldering Tutorial
EEVblog #997 - How To Solder Surface Mount Components

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mgritsch
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Beitrag von mgritsch »

probiers, viel glück.

CD-ROM-LAUFWERK
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Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

Ich habe schon einige SMD (auch aktive) verlötet :thumbsup:

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