Versicherung für Labor

Fragen zur allgemeinen Chemie; alles, was in keine andere Kategorie passt.

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Franz98
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Versicherung für Labor

Beitrag von Franz98 »

Da ich im Hause meiner Eltern mein Hobbylabor habe, stellt sich für mich die wichtige Frage der Versicherung. Wie handhabt ihr das bei eurem Labor? Könnte die normale Hausratversicherung bei einem Brand den Schaden nicht bezahlen, auch wenn nicht im Labor passiert? Habt ihr da spezielle Versicherungen?

Des Weiteren stellt sich für mich die Frage, wie ich mein Labor weiter betreiben möchte, wenn ich nach der Ausbildung ausziehe. Den in einer normalen Wohnung macht sich das eher nicht so gut. Wo habt ihr eigentlich euer Labor? Habe schon verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen, wie einen Hobbyraum zu suchen oder auch einen Kleingarten mit Laube und da mein Labor reinzubauen? Was meint Ihr, oder habt ihr noch Ideen?

aliquis
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Re: Versicherung für Labor

Beitrag von aliquis »

Solange das Labor als Hobby betrieben wird, tritt die Hausratversicherung ein (Versicherungssumme zum Neuwert für den Gesamthaushalt muss jedoch passen, sonst gibt's im Schadenfall Abzüge wegen Unterversicherung; für den sog. Unterversicherungsverzicht rechnet man normalerweise mit 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche), bei gewerblichen Laboren die Betriebsinhaltsversicherung. Für sehr teure elektronische Spezialgeräte kann man den zusätzlichen Abschluss einer Elektronik- oder Maschinenversicherung erwägen - ist im Hobbylabor aber eher nicht der Standard....

Mein Arbeitsbereich befindet sich ebenerdig im Heizungsraum unseres Einfamilienhauses, Geräte und Chemikalien lagern jedoch im Abstellraum innerhalb des Garagenanbaus - und ich sie muss dann halt immer nach Bedarf und in Auswahl hin und her transportieren. Das ist schon seit meiner Jugendzeit so (ich lebe in dem von meinen Eltern geerbten Haus), das "Labor" hat das Haus also nie verlassen - war nur halt über "chemielose" Jahrzehnte eingemottet...
Hobbylabore in Miet- oder Eigentumswohnungen von Mehrfamilienhäusern zu realisieren, stelle ich mir eher schwierig vor - es sei denn, man arbeitet ohne Gefahrstoffe und Brenner auf dem Niveau der heutigen Blubber-Experimentierkästen, mit denen die Versuche auch in Küche oder Bad durchgeführt werden können...

Normalerweise braucht man einen separaten Raum mit Heizung, Strom, Licht, Wasser, nicht überbauter Arbeitsfläche, abschließbaren Schränken, guten Lüftungs- und unverstellten Fluchtmöglichkeiten - letzter Punkt macht z. B. Kellerräume oft nur eingeschränkt nutzbar, Ähnliches gilt für Dachböden - zzgl. des dortigen Mangels an fließendem Wasser.
Ausserdem sollte der Laborraum möglich frostsicher, feuchtigkeits- und hitzegeschützt sein - was auch Gartenhäuser eher zu einem ungeeigneten Ort macht.
Gemeinschaftlich mit anderen Mietern/Eigentümern genutzte Räume kommen gar nicht in Frage (es sei denn, alle haben das gleiche Hobby...).
Wer wie ich keinen Abzug hat und deshalb viel draußen arbeiten muss, sollte dort zudem einen entsprechenden Platz haben, der geschützt ist vor Wind/Regen und allzu misstrauischen Blicken der Nachbarn (und von wo aus etwaige Gerüche selbige nicht belästigen können). Dafür ist wiederum die halboffene Gartenlaube gar kein so schlechter Ort - nicht zu viel Holz und keine damit verbundene Feuergefahr vorausgesetzt.

Im Kleingarten kann ich mir das gar nicht vorstellen, da zumeist alle o. g. Voraussetzungen nicht vorliegen bzw. die Vereinssatzung das vermutlich auch nicht zulässt.

Natürlich kann man sich auch passende Räumlichkeiten anmieten - alles nur eine Frage des nötigen Kleingelds...
Jedoch stellt sich dann auch die Frage der Versicherung neu: denn es wäre am Standort per definitionem erstmal weder Hausrat noch Betriebsinhalt...

Andererseits habe ich mal gehört: wo ein Wille, da auch ein Weg. Und: wenig ist immer noch besser als gar nichts...

Falls Du in der Region bleibst: was spricht denn dagegen, das Labor vorerst im Elternhaus zu belassen und beim Besuch bei Deinen Eltern das eine mit dem anderen zu verbinden?

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