Welche Mengen an Trockenmittel Natriumsulfat?

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Thomas24
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Welche Mengen an Trockenmittel Natriumsulfat?

Beitrag von Thomas24 »

Hallo Zusammen,

welche Mengen an Natriumsulfat sollte ich nehmen wenn ich z.B. eine Lösung Trocknen möchte die ca. 500 ml Wasser enthält?

Glaskocher
Illumina-Mitglied
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Registriert: Dienstag 27. Oktober 2015, 22:17
Wohnort: Leverkusen

Re: Welche Mengen an Trockenmittel Natriumsulfat?

Beitrag von Glaskocher »

Zuerst mal Herzlich Willkommen bei Illumina-Chemie!

Da ich keine Information habe, um welche Lösung es sich handelt, kann ich noch nicht einmal sagen, ob Natriumsulfat für das aktuelle Trockenproblem geeignet ist. Man kann die theoretische Mindestmenge berechnen, indem man mit den molaren Massen der wasserfreien Substanz und des Decahydrates arbeitet. Praktisch wird man mehr brauchen, da das Salz verklumpen kann und das Innere der Körner oft nicht vollständig genutzt wird. Oft ist der Einsatz von mehreren kleineren Portionen nacheinander sinnvoller, als Alles in einer großen Portion zuzugeben.

Bei der großen Menge Wasser frage ich mich, ob andere Methoden zur Trocknung geeigneter sind. Da ich keine Angaben zu Deiner Ausrüstung, dem Lösemittel, dem prozentualen Wassergehalt und dem gelösten Stoff habe gilt auch hier, daß man im "Blindflug" keine zielführenden Tipps geben kann. In der Großtechnik nutzt man bevorzugt Trocknungsmethoden, bei denen kein Salzabfall anfällt.


Um Dir auf Deinen chemischen Bildungsstand angepasste Antworten geben zu können ist es hilfreich, wenn Du dich kurz hier vorstellst. Hier im Forum sind Kollegen vom Schüler bis zum Chemiker unterwegs und da braucht man unterschiedlicher Erklärungstiegen, wenn man antwortet.

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NI2
Illumina-Moderator
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Registriert: Dienstag 19. August 2008, 09:33

Re: Welche Mengen an Trockenmittel Natriumsulfat?

Beitrag von NI2 »

Ich stimme Glaskocher zu. Nicht nur die Menge des Wassers ist wichtig, sondern auch seine Konzentration, Begleitstoffe und das Hauptlösungsmittel. Sollte das Zielprodukt in der Lösung (sofern organisch und nicht anorganisch) wasserlöslich/ nicht oder schlecht organolöslich sein ergeben sich weitere Probleme. Bei der Menge - sofern es sich nicht um einen IBC mit einem nicht frei mit Wasser mischbaren Lösungsmittel handelt bei dem man mit Na2SO4 oder MgSO4 noch gut beikommen kann - eignet sich wohl eher eine azeotrope Destillation sofern das Lösungsmittelgemisch das erlaubt.

Ohne Kenntnis des Systems ist keine allgemeingültige Aussage möglich. Sollte das ganze die Geheimhaltung tangieren schau bitte was an Ausführungen darüber maximal möglich ist, insbesondere die oben angesprochenen Punkte über Zusammensetzung und Eigenschaften des Zielproduktes sind entscheidend. Auch spielt es eine Rolle wie trocken es sein soll. Soll nur grob das Wasser in einer Aufarbeitung weg um es einengen zu können oder geht es um Wasserfreiheit, etc...?
I OC

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