[FOTOS] Kristalle, Reaktionen, Elemente etc.

Fragen zur allgemeinen Chemie; alles, was in keine andere Kategorie passt.

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mgritsch
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Beitrag von mgritsch »

Kontrollierte Menge Wasser - war es dank der Dichtebestimmung vorher auch ;)
Also sind das nur die Zucker oder hast du sie vorher umgesetzt?
Ich wollte auch schon mal was in Richtung Lebensmittelanalytik / Zuckernschweis mit DC machen...

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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Nein, das sind keine Zucker sondern Glykoside. Cardenolide um genauer zu sein. (authentische Proben)
Die erste DC zeigt Digitoxin (2x), Digoxin und Digitalinum verum. Die zweite zeigt Ouabain (2x) und k-Strophantosid.
Die Detektion ist mit Kedde-Reagenz (Dinitrobenzoesäure in alkalischem Medium), das gibt schöne violette Meisenheimer-Salze :D
"Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden. Aber nicht einfacher."(A. Einstein 1871-1955)

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NI2
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Beitrag von NI2 »

Bild

selbsterklärend ^^
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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Netter Alaunkristall! :mrgreen:
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eule
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Beitrag von eule »

was mich irritiert: was isses nun? Alaun oder entsprechend der Beschriftung "C" und der Einordnung in den Elementbeitrag doch eher was diamantiges?
Kann keine Größenreferenz finden. Wie groß is das Steinchen? ....und falls wirklich Diamant: gekauft, gefunden, irgendwie selbst hergestellt?
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NI2
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Beitrag von NI2 »

Es handelt sich um einen Rodiamanten, Lemmi hat nur einen Scherz gemacht :D
Der Stein ist recht klein (4 mm Kantenlänge) und war ein Geschenk :3

Besonders die oktaedrische Form finde ich sehr faszinierend. Schöne Rohdiamanten sind irgendwie reizvoller als geschliffene.

EDIT: Jetzt noch mit größenreferenz

Bild

Scheinbar doch kleiner als 4 mm :D
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Pok
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Beitrag von Pok »

Ich glaub nicht, dass alle wissen, dass das schwarze Quadrat eine Fläche eines Maßstabswürfels ist. Ich wusste es jedenfalls nicht. ;-)

Also zur Erklärung: die Seiten des schwarzen Quadrats sind genau 1 cm lang. Das sind 552 Pixel. Der Diamant ist in dieser Ansicht max. 221 Pixel im Durchmesser, was haargenau 4,0 mm entspricht. Tatsächlich wird es sogar noch mehr sein, weil die Tiefe noch nicht berücksichtigt ist. Der max. Durchmesser läge dann bei ca. 5 mm. Warum also "kleiner als 4 mm"?

Haste keine Schiebelehre? Wieg das Ding doch mal. Daraus könnte man zumindest den mittleren Durchmesser ("volumenäquivalenten Kugeldurchmesser") berechnen. Ich schätze den auf 3,6 mm. Das Steinchen müsste dann ca. 85 mg wiegen.

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eule
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Beitrag von eule »

Vielen Dank ob der Ergänzung. ein wirklich schönes Stück für die Sammlung. gratuliere
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mgritsch
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Beitrag von mgritsch »

lemmi hat geschrieben: Die Detektion ist mit Kedde-Reagenz (Dinitrobenzoesäure in alkalischem Medium), das gibt schöne violette Meisenheimer-Salze :D
Ah, eine Anwendung von:
https://illumina-chemie.de/die-zimmerma ... t4763.html

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NI2
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Beitrag von NI2 »

Da dort groß 1 cm steht dachte ich, dass es bereits offensichtlich ist, dass es sich um einen Maßstabswürfel handelt :D Ja, die Schwarze Fläche ist ziemlich genau 1 cm² bei einer Kantenlänge von 1 cm.
Eine Schieblehre habe ich nicht, aber bei meinen Eltern könnte ich mal sowohl stein als auch Würfel mal messen. Ich hatte vorher die Kantenlänge a mit einem Lineal bestimmt und kam auf 4 mm. Auf dem Bild sieht es wesentlich kleiner aus. Hast du a oder h (bzw den Durchmesser der Umkugel) bestimmt?
Wenn ich ihn aber eh zu meinen Eltern mitnehme kann ich ihn auch richtig wiegen. :D Dann könnte man sogar zurück rechnen wie groß er sein muss.
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Pok
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Beitrag von Pok »

Ich glaub, die meisten wissen nicht, was ein Maßstabswürfel ist. Das Wort hat bei google nicht mal 1000 Treffer und ist damit praktisch nicht existent. ;-) Oder gibts für diese Dinger noch andere Bezeichnungen?

Ja, den Durchmesser der Umkugel meinte ich. Das wäre der max. Durchmesser.
Genau, mit dem Gewicht wüsste man zumindest den mittleren Durchmesser. Schätz doch mal, wie schwer das Ding ist und dann werden wir sehen, wer näher dran ist. Ich sag 85 mg. :mrgreen:

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NI2
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Beitrag von NI2 »

Ja, man nennt die Teile auch "scale cube" oder "orientation cube". Original kommen die von der NASA bzw Leuten die Meteoriten sammeln und daher hat man zusätzlich die vier Himmelsrichtungen als auch T (top) und B (bottom) drauf stehen, einfach den Würfel entsprechend der Himmelsrichtung neben dem Fundort platzieren und fotografieren und wenn man anschließend Fotos macht und den Würfel entsprechend mitdreht kann man immer wieder die ursprüngliche Lage des Meteoriten rekonstruieren. Hauptsächlich will man wissen wo oben und unten ist um Veränderungen der Oberfläche durch Strahlung (besonders bei Steinen vom Mond wichtig) besser einschätzen und beurteilen zu können. Ich habe sie für Kristalle und Fotos von Pilzen und Flechten geholt.

Oh ich bin im Schätzen sehr schlecht, ich würde es aber über die Kantenlänge machen. Finde nur gerade das Programm zum Pixelzählen nicht :P
Daher sage ich taktisch mal 84 mg.
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Visko
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Beitrag von Visko »

Stickstoffoxidnitrosylhydrogensulfat, Formel [ONNO]HSO4 oder (N2O2)HSO4
auch bezeichnet als Violette Säure, Blaue Säure, Purple acid, Nitrosisulfosäure, Nitrosisulfonsäure, Sulfonitronsäure, Hydroxynitrosylschwefelsäure, Oxynitrosylsulfosäure, Nitrosylige Schwefelsäure. Die älteren Namen kommen durch die irrtümlich angenommene Formel H2NSO5 oder H2SO4 * NO zu Stande.
Wird u.a. gebildet durch Reduktionsmittel und Nitrosylhydrogensulfat (hier mit metallischem Kupfer in konz. Schwefelsäure + Natriumnitrit, der Schaum ist von sich zersetzender Ameisensäure, mit der die Reduktion zunächst versucht wurde).

Bild
Es ist eine bedeutende und allgemein verbreitete Tatsache, dass Dinge nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen.

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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Hübsche Farbe, sehr intensiv.
Nitrosylschwefelsäure (die "Bleikammerkristalle") wäre mal ein nettes Präparat. Das von dir gezeigt kann man vermutlich nicht isolieren?
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Visko
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Beitrag von Visko »

Isolieren geht leider nicht, ist nur in ziemlich konzentrierter Schwefelsäure semi-beständig. (Die Infos sind aus Gmelin Schwefel Teil B S. 1630ff., hab vergessen, welche Lieferung.)
Es ist eine bedeutende und allgemein verbreitete Tatsache, dass Dinge nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen.

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