[FOTOS] Kristalle, Reaktionen, Elemente etc.

Fragen zur allgemeinen Chemie; alles, was in keine andere Kategorie passt.

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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Wieder ein kleines Rätsel - diesmal relativ einfach: 8)

Bild

Welche physikalische Eigenschaft haben diese Substanzen gemeinsam?
"Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden. Aber nicht einfacher."(A. Einstein 1871-1955)

"Wer nur Chemie versteht, versteht auch die nicht recht!" (G.C. Lichtenberg, 1742 - 1799)

"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie gesehen haben." (Alexander v. Humboldt, 1769 - 1859)

CD-ROM-LAUFWERK
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Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

Den Magnetismus?
Frag mich jetzt aber nicht, ob para- oder diamagnetisch, ich tippe aber auf ersteres.

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Cumarinderivat
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Beitrag von Cumarinderivat »

Sie sind fest :mrgreen: .
Chemistry is like cooking - just don't lick the spoon!

Sag' nicht, es funktioniert nicht, bevor du es nicht versucht hast!

CD-ROM-LAUFWERK
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Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

Hahaha :mrgreen:

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eule
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Beitrag von eule »

sie sind nicht grün? :mrgreen:
Unendliche Vielfalt in unendlicher Kombination.

Agressiv und feindselig, boshaft, manipulierend und hinterhältig, hämisch, überkritisch, herrschsüchtig und sinnlos brutal, das sind die Primärtugenden, die zusammengenommen Menschen vor allen anderen Spezies auszeichnen.

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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Cumarinderivat und eule bekommen einen Sonderpreis der Jury für originelle Antworten :mrgreen:
Die Antwort von CD-ROM übersteigt leider meine Kenntnisse - das muss ein anderer entscheiden.

Aber was ich meinte ist etwas anderes und hat mit dem Aufbau der Komplexe zu tun. Die Formeln kann man auf den Röhrchen ja ganz gut lesen. Also?
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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Update: laut Gmelin sind die beiden Substanzen links (in den schmalen Röhrchen) diamagnetisch, die beiden rechts paramagmnetisch. Über das Präparat in der Mitte habe ich nichts gefunden, aber offenbar sind die magnetishcen Eigenschaften nicht identisch.
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Glaskocher
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Beitrag von Glaskocher »

Laut Aufschrift sind es alles neutrale Cobalt(III)-komplexe mit jeweils drei NH3-Liganden. Als geladene Liganden sind Chlorid- und/oder Nitrit- bzw. Nitrat-Ionen beteiligt, nur in der Mitte ist mit Oxalat ein zweifach geladenes Ion enthalten. Über die räumliche Konstitution der Liganden kann ich wenig sagen.

Bei den diamagnetischen Komplexen würde ich eine "closed shell Konfiguration" der bindenden Elektronen am Kobalt vermuten, die paramagnetischen sollten "open shell konfiguriert" sein. Beim Oxalato-Komplex müßte man es sich mal ausrechnen, welcher Sorte er angehört. ansonsten wäre es interessant, ob man mit relativ einfachen Mitteln herausfinden kann, ob eine Substanz dia- oder paramagnetisch ist.


Um eine homologe Reihe vom Trichlorido- zum Tris-nitroso-Komplex zu bekommen fehlt nur noch der [Co(NH3)3(NO2)Cl2] Komplex. Zu einer zweiten homologen Reihe müßte man einen Komplex mit NO--Liganden erzeugen. Das HC(COO-)3 könnte auch noch interessante Komplexe bilden, da es immer drei auf einer Oktaederseite liegende Ecken des Komplexes besetzt.

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mgritsch
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Beitrag von mgritsch »

Gibt's eigentlich eine Farbe die man mit Co nicht machen kann? :D
Also wenn die gemeinsame Eigenschaft vielleicht nicht "bunt" ist, dann evtl chiral?
(gestehe ich habe jetzt nicht Formeln studiert und nachgedacht, nur ins blaue geraten...)
Oder sind sie vielleicht thermochrom?

CD-ROM-LAUFWERK
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Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

ansonsten wäre es interessant, ob man mit relativ einfachen Mitteln herausfinden kann, ob eine Substanz dia- oder paramagnetisch ist.
Etwas von der Probe schwimmend auf Wasser plazieren (auf Styropor o.ä.) und einen starken Magneten dran halten. Damit kann man z.B. auch den Magnetismus von Blut zeigen.

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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Naja meine Frage war vielleicht nicht so weltbewegend ... Glaskocher hat die entscheidende Feststellung getroffen: die Komplexe sind sämtlich elektrisch neutral, d.h. sie zerfallen nicht in Ionen und sind auch in wässriger Lösung Nichtleiter. Zu Werners Zeit fasste man sie unter dem Stichwort "Nichtelektrolyte" zusammen. Wobei die Löslichkeit sehr klein und beim Triamminchlorooxalatokomplex fast Null ist ...
mgritsch hat geschrieben:Gibt's eigentlich eine Farbe die man mit Co nicht machen kann? :D
Klasse, oder? Ich plane da noch einen ganz großen Auftritt :D
CD-ROM Laufwerk hat geschrieben:Etwas von der Probe schwimmend auf Wasser plazieren (auf Styropor o.ä.) und einen starken Magneten dran halten. Damit kann man z.B. auch den Magnetismus von Blut zeigen.
DAS finde ich jetzt echt interessant? geht das wirklich so einfach? Was für einen Magneten muss man nehmen (Hufeisen? Stab?). Wie nahe dran halten? Was für eine Reaktion erwartest du? Hast du das selbst mal gemacht? Und wie ist das genau mit dem Blut?
Glaskocher hat geschrieben:Um eine homologe Reihe vom Trichlorido- zum Tris-nitroso-Komplex zu bekommen fehlt nur noch der [Co(NH3)3(NO2)Cl2] Komplex.
Zu dem habe ich leider keine Literaturstelle gefunden. Im Gemlin (1930) ist nur der Bromo-Dinitrito-Komplex erwähnt. Aber homologe Reihen sind verführerisch ... man kommt echt vom Höcksken auf's Stöcksken (oder wie man das nun schreibt :wink: )
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Glaskocher
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Beitrag von Glaskocher »

Mir fällt noch auf, daß die NOx-freien Komplexe blau-grüne Farbtöne zeigen, während die Nitro- und Nitrosokomplexe im rot-orangen Bereich farbig sind. Hängt das auch von den Liganden ab?

Ich würde ein wohlverkorktes Röhrchen mal auf ein Styro-Floß legen und versuchen, es mit einem Supermagneten zu "locken" oder zu "verscheuchen". Bei LO2 klappt das recht gut (im Reagenzglas und dann schaukelnd am Draht).

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Visko
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Beitrag von Visko »

Zum Blut erinnere ich mich an dieses Video:

Zur Detektion von sehr schwach magnetischen Stoffen kann man sich von dem Kanal bestimmt was abgucken, der scheint Erfahrung damit zu haben:
Es ist eine bedeutende und allgemein verbreitete Tatsache, dass Dinge nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen.

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lemmi
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Beitrag von lemmi »

Das Geheimnis der schwarzen Schachtel ....

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Deckel öffnen ...

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... und die Abdeckungen von den Fächern nehmen:

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Meine Sammlung von Kobaltkomplexen ! :D

Ein paar Details ...

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homologe Reihe von Hexaamminkobalt(III)-chlorid bis Natrium-hexanitrokobaltat(III)

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Carbonato-, Roseo- und Purpureokobaltsalze

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diverse Halogen-Ammoniak-Kobaltkomplexe

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Ethylendiamin-Kobaltkomplexe

und separat davon:

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Mehrkernige Kobaltkomplexe, Sammlung noch nicht vollständig ... :wink:
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Lithiumoxalat
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Beitrag von Lithiumoxalat »

Sehr schön!
Da bekommt man gerade Lust, etwas davon mit Leinöl zu zerreiben und ein Bild zu mahlen (Wobei das Kobalt dann vermultich gerade als Siccativ funktionieren würde :mrgreen: ). Das sind aber wahrscheinlich noch lange nicht alle bekannten Kobaltkomplexe? Ich habe noch ca. 500 g Kobaltsulfat hier stehen, da könnte ich eigentlich auch mal etwas experimentieren.

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