Kann jemand Werbung für meinen Kanal auf YouTube machen?

Hier kann wirklich alles besprochen werden.

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frederik
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Kann jemand Werbung für meinen Kanal auf YouTube machen?

Beitrag von frederik »

Hi ihr Chemiker! Könntet Ihr evtl. mal für mich Werbung machen und meinen Kanal verlinken? Meldet euch mal!

liebe Grüße und bleibt Gesund Frederik :D

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NI2
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Beitrag von NI2 »

Nein.

Die meisten Kanäle der User hier und auch Illumina funktionieren nicht über "fame" sondern darüber, dass leute tolle Sachen posten und dadurch beliebt werden. Mein Tipp daher: Schreibe hier schöne Artikel und binde deine Videos ein. Mache Projekte mit anderen Usern gemeinsam und verlinkt euch gegenseitig in Form von Artikeln oder Videos... "Fame" sollte ehrlich sein. Das sorgt erstens für eine bessere Community und zweitens ist das etwas worauf man wirklich Stolz sein kann :)
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Glaskocher
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Kommentare zu Videos auf Frederiks Kanal

Beitrag von Glaskocher »

Ich würde den Thread etwas umbenennen und hier Kommentare zu Deinem Kanal zusammenfassen. Bisher habe ich die Videos "Kalium in Wasser" und "Lithium in Wasser" gesehen.

Kalium in Wasser:
Das Experiment war sehr schnell zu Ende und hat das Aquarium zerstört. Schade um das Aquarium. Die Menge an Kalium war sehr groß für meine Erfahrung (mindestens 10-20 mal mehr).

Ich kenne das Experiment mit einer Kalium-Menge von ca. 100mg (Würfel mit 5mm Kantenlänge) und einer Schale mit Indikatorwasser. Phenolphthalein oder jeder Indikator, der im Alkalischen dunkler als im Sauren ist funktioniert gut. In dieser Größenordnung läuft das Kalium, durch die reaktionswärme geschmolzen, auf der Wasseroberfläche hin und her. Dabei hinterläßt es im Indikator farbige Schlieren und von oben gesehen eine Farbspur. Das Kalium erhitzt sich so stark, daß es den bei der Resktion mit dem Wasser(dampf) gebildeten Wasserstoff entzündet. Die Explosion kommt dadurch zustande, daß das gebildete Kaliumhydroxid das Wasser berührt und das verdampfende Wasser zerreißt dann die Schmelze. Große Oberfläche führt zu beschleunigter Reaktion und erhöhter Reaktionswärme, die wiederum Wasser verdampfen läßt...


Lithium in Wasser:
Das Metall ist ungefähr ähnlich zäh wie Blei beim Schneiden. Planung ist Alles beim guten Experiment! An die Wärmebildkamera hast Du gedacht, aber heiße Finger riskiert beim zerreißen des Lithiumstückes. Das Metall mit nackten Händen anfassen ist ungesund, da sich Lithiumhydroxid bildet, das ähnlich ätzend ist wie Kaliumhydroxid (hier winken Schutzhandschuhe;---). Die Reaktion von Lithium mit Wasser ist aus zwei Gründen wesentlich langsamer als die von Kalium. Lithium reagiert langsamer, weil es etwas edler als Kalium ist und es schmilzt nicht bei der Reaktionstemperatur. Weil es ein Feststoff ist laufen die Reaktionen an der Oberfläche langsamer ab und es kann auch nicht, wie geschmolzenes Kalium, vom Wasserdampf zerspratzen und seine Oberfläche schlagartig vergrößern.


Tipps:
Bei beiden Experimenten ist es gut, die nicht verwendeten Mengen sofort wieder im Gefäß zu sichern. Das verhütet ungewollte Reaktionen mit dem Rest. Oft ist es gut, das Metall vor der Verwendung von größeren Mengen Öl zu befreien, was hier nicht unbedingt notwendig war. Übe das Zerteilen und Zeigen der Abschnitte vorher mit harmloserem Material, um das Ganze besser ins Bild zu bekommen. Zur Not schneidest Du zum Zeigen eine Dünne Scheibe ab und hast das Stück zur Demonstration schon vorher portioniert; das sieht deutlich eleganter aus.



Vom Kalium könnte schon ein Versuch beschrieben sein, aber ich nehme an, daß wir das Experiment "Lithium in Wasser" noch nicht in der Sammlung haben. Schau Dir mal die älteren Artikel an, um einen Eindruck zu bekommen wie das Ganze aussehen kann. Wir helfen Dir dann beim "Feinschliff", um den Artikel aus der "Schmiede" in die Sammlung überführen zu können.

Nail
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Beitrag von Nail »

Ich dachte immer, dass Lithium das unedelste Metall ist ... auch wenn es wesentlich unreaktiver ist als Kalium etc.
Q.E.D.

Glaskocher
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Wegweiser durch die Hauptgruppen im PSE

Beitrag von Glaskocher »

Im Periodensystem gibt es zwei grobe Trends. Von oben nach unten werden die Elemente "metallischer", in den Hauptgruppen auch unedler. Von rechts nach links werden sie dort ebenfalls "metallischer" und somit "unedler". Daraus folgt, daß Lithium ungefähr ähnlich unedle Eigenschaften wie Magnesium hat. Magnesium bildet allerdings eine recht gut schützende Oxid- und Carbonarschicht. Das unedelste in reiner Form darstellbare Metall ist Cäsium, da das darunter stehende Francium zu radioaktiv ist, um in handhabbaren Mengen isoliert und gelagert zu werden. Es würde aufgrund der enormen Zerfallswärme auch nicht als Feststoff darstellbar sein.

Man studiere die Elektronegativität der Elemente, die sich aus der Elektronenaffinität und der ersten Ionisationsenergie berechnet.

Nail
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Beitrag von Nail »

Nach der Spannungsreihe der Metalle wäre das Lithium das unedelste Metal, obwohl die Elektronegtivität höher ist als die von Cäsium.

Die Reaktionsenthalpie bei Li-Reaktionen liegt auch höher als die von Cs (es wird mehr Energie frei). Am "exothermsten" wäre wohl die Reaktion mit Fluor.

Man muss allerdings auch das "heftig" etwas definieren. Die freiwerdende Energie ist bei Li-Reaktionen höher, das heisst aber nicht, dass die Aktivierungsenergie für die Reaktion niedriger liegt als die für Cs-Reaktione.

Außerdem muss man hier auch den Aggregatzustand der Ausgangssubstanzen betrachten (Zustandsänderungen von fest nach gasförmig kosten auch Energie).

I.e., Cs ist in einem warmem Zimmr schon flüssig, während Li erst bei 181°C schmilz. Deshalb reagiert Cs mit Wasser oder Luftsauerstoff viel spontaner als Li, was dann "heftiger" aussieht obwohl bei der Reaktion weniger Energie insgesamt freiwird als bei äqimolaren Mengen von Li.

Jedenfalls, wenn "heftig" auch für schwerer beherschbar & spontaner steht wäre mein Kandidat das Cs (trotz Spannungsreihe).
Q.E.D.

Glaskocher
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Beitrag von Glaskocher »

In der Spannungsreihe verbergen sich noch weitere Teilaspekte, die in den oft vereinfachten Reaktionsgleichungen weg gelassen werden. Lithium zum Beispiel hat eine wesentlich höhere Hydratationsenthalpie als Cäsium, weil das Ion kleiner und somit die Ladungsdichte an seiner Oberfläche deutlich höher ist.

Nail
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Beitrag von Nail »

Ah okay, dass wusste ich nicht. Mein Lehrer hat damals gemeint, dass Lithium das unedelste Element wäre
.
Q.E.D.

Glaskocher
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Experiment "Rotweindestillation"

Beitrag von Glaskocher »

Dieses Experiment ist ein Klassiker unter den Demonstrationsexperimenten. Bei uns in Bonn wird es relativ früh in der chemischen Grundvorlesung gezeigt. Es steht dann auch im Kontext mit der Trennung von Gemischen und der Gewinnung von Reinstoffen.

Die Brennprobe und das Visualisieren der blassen Alkoholflamme mit einem Papierstreifen ist eine gute Idee, um zu beweisen daß relativ reiner Alkohol aufgefangen wurde. Man hat dadurch neben der Farbe (keine) und der Kondensationstemperatur noch eine weitere einfach zu zeigende Stoffeigenschaft.

Bei uns dauert das Erwärmen des Weines (150ml im 250ml-Kolben) bei höchster Stufe ca. 20 Minuten. Das muß man natürlich im Vortrag berücksichtigen.

Ein kleiner Artikel zu diesem Thema fehlt noch in den Showversuchen. Er ist zwar unspektakulär, aber sehr lehrreich.


Hier noch ein Link:
http://netexperimente.de/chemie/1.html

Destilliert mit Permanganat gefärbtes Wasser:
http://www.zum.de/Faecher/Ch/Schoetsche ... che_AC.pdf

Man kann nahezu jeden wasserlöslichen Farbstoff verwenden, um zu zeigen wie das Wasser beim Destillieren grereinigt wird.

Heliumoxid
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Beitrag von Heliumoxid »

Ich habe auch mit ca. 13 Jahren meine ersten Experimente durchgeführt.
Hätten mein damaliger Chemiker-Freund und ich ein paar Gramm Na oder K besessen, wir wären uns vorgekommen wie die Könige in Frankreich.

Nun, die Zeiten haben sich geändert und heute gibt es einen lebhaften Thread, in dem gezeigt wird, wie man K herstellen kann.
Offensichtlich ist es für die meisten Hobbychemiker gar nicht so einfach an K heran zu kommen.

Und jetzt kommt ein 13-Järiger , Sohn offensichtlich wohlsituierter Eltern mal daher und schneidet ein paar Gramm Kalium ab.
[Klar: Kalium bekommt man nachgeworfen ]
Diese werden dann einfach so in ein mit Wasser gefülltes Aquarium geworfen, dass dann birst. Das Aquarium hat er sicherlich auch nicht von seine Taschengeld bezahlt.

Was aus den K-Kügelchen wird, die auf den Boden gehen, zeigt das Video nicht.

Mir sind einfache, kleine und feine Alkali- und Eralkaliexperimente auf Wasser oder Alkohole (etc.) lieber als so manches boom-bang-peng-Experiment.

@frederik Hast Du bei Deinen Experimenten auch mal an die Umwelt gedacht ?
Bei Heliumoxid, genauer Helium(II)- oxid, handelt es sich um eine Mischung aus Helium(I)- oxid und Helium(III)- oxid. Richtigerweise heisst es somit Helium(I,III)- oxid.

frederik
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Beitrag von frederik »

Hallo @helium Oxid! Ja ich habe an meine Umwelt gedacht und alles gesetzmäßig entsorgt! Das Aquarium habe ich bezahlt!

Gruß :oops:

CD-ROM-LAUFWERK
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Re: Kommentare zu Videos auf Frederiks Kanal

Beitrag von CD-ROM-LAUFWERK »

Glaskocher hat geschrieben:
Dienstag 21. April 2020, 16:23
Die Explosion kommt dadurch zustande, daß das gebildete Kaliumhydroxid das Wasser berührt und das verdampfende Wasser zerreißt dann die Schmelze. Große Oberfläche führt zu beschleunigter Reaktion und erhöhter Reaktionswärme, die wiederum Wasser verdampfen läßt...
Das ist ziemlich sicher falsch. Die Explosion basiert vermutlich auf einer Coulomb-Explosion. Kommt das flüssige Kalium (oder auch Natrium, Aluminium usw.) mit der Wasseroberfläche in Kontakt, so wird durch die elektrostatischen Kräfte nach Abgabe von Elektronen aus dem Metall selbiges durch die hohen wirkenden Kräfte zerrissen. Siehe auch diesen Artikel in Nature bzw. direkt doi 10.1038/nchem.2161 (Coulomb explosion during the early stages of the reaction of alkali metals with water) für mehr Informationen.


PS: Das in der Signatur von frederik eingebettete Video nimmt ziemlich viel Platz weg. Sowas sollte in einer Signatur als Hyperlink oder maximal als Thumbnail sichtbar sein.

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mgritsch
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Re: Kann jemand Werbung für meinen Kanal auf YouTube machen?

Beitrag von mgritsch »

Interessante Theorie... allerdings wie sollten im inneren eines metallisch leitenden K sich Ladungen aufbauen können wenn sie a) nur an der Oberfläche entstehen, b) dort die gegenladungen vorhanden sind und c) sie sofort abfließen können?

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NI2
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Re: Kann jemand Werbung für meinen Kanal auf YouTube machen?

Beitrag von NI2 »

Haben Administratoren die Möglichkeit die Signatur von Leuten zu ändern? Für genau solche Sachen wäre das sehr wünschenswert.
I OC

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mgritsch
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Re: Kann jemand Werbung für meinen Kanal auf YouTube machen?

Beitrag von mgritsch »

Als mod kann man sie im einzelnen beitrag deaktivieren :yeah:

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