SSL (?): an | aus

Bitte die Forenregeln und die Hinweise zu den Versuchen lesen!

Neue Antwort erstellen
Pok
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 19.08.2013
Beiträge: 1662
Artikel: 42
Die DIY-Beatmungsgeräte lösen dein Problem und Platz für Betten gibt es nun wirklich genug. Man muss nicht medienwirksam ein Krankenhaus auf einem Acker bauen, wie China es tat.

mgritsch hat Folgendes geschrieben:
* Aber Taiwan und Korea haben doch auch... njet. die Maßnahmen der Handy-Totalüberwachung sind defintiv "den Teufel mit dem Beelzebub austreiben".

Ja, da ziehe ich meine Befürwortung (bezogen auf Südkorea) zurück. Die greifen offenbar doch stärker ein, als ich bisher dachte.

mgritsch hat Folgendes geschrieben:
Unterm Strich muss man auch akzeptieren dass keine Maßnahme der Welt den Virus zum verschwinden bringen wird. Ob wir wollen oder nicht, wir müssen da ALLE durch bis die Herdenimmunität gegeben ist oder es geht jederzeit wieder von vorne los.

Kommt meiner Sichtweise doch schon ziemlich nahe. Siehste, Xyrofl. Mr. Green

Aber einen Vorschlag von mir hast du in deiner *-Liste vergessen: Risikogruppen vorsorglich isolieren oder eben die 95 % (die die Maßnahmen befürworten) sich freiwillig isolieren lassen. Man sollte diese hammermäßige Chance nutzen und hier nicht noch die restlichen 5 % zwingen, nur um ein paar Neidische und/oder Panische unter den 95 % zu beruhigen.

Wenn ich mir die Berichterstattung und die Kommentare unter den Schlagzeilen angucke, glaube ich manchmal, im falschen Land zu leben. Aber die ganze Welt denkt ja plötzlich so. Ich fühle mich wie Homer Simpson:

_________________
Schweden!
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Pok anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 20.01.2010
Beiträge: 69
Artikel: 0
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Interview mit einem erfahrenen koreanischen Arzt über COVID-19. (Untertitel auf deutsch)
Interessant sind insbesondere seine Ausführungen zu "Aerogene Übertragung von SARS-CoV-2" und warum diese insbesondere in geschlossenen Räumen (z.B.
Supermärkten) eine Gefahr darstellt. (Minute 11:30 ff.)

Hier noch einige Informationen zu Atemschutzmasken:

Atemschutzmaske FFP Klassen - Welche FFP Klasse schützt vor welchen Stoffen?

Leitfaden Filterauswahl für Atemschutz Vollmasken

MASKENPFLICHT UND MASKENMANGEL: Die große Fehlkalkulation

Den letztgenannten Artikel bitte nicht als Subversion verstehen. Zu einer Demokratie gehört auch konstruktive Kritik. Wir sollten daraus lernen.

Jede Maske ist besser ale keine Maske. Man sollte nicht in Extremen denken und sagen, wenn eine Maske nicht 100% schützt, dann schützt sie gar nicht.
Auch eine Maske, welche die Viruslast in der eingeatmeten Luft nur um 50% reduziert, senkt das Risiko und kann entscheiden, ob man erkrankt
oder nicht. Zudem hängt der Krankheitsverlauf auch von der aufgenommenen Viruslast und dem Ort der Infektion ab. Schwere Verläufe bei COVID-19 ergeben sich insbesondere dann, wenn die Infektion zuerst in der Lunge erfolgt und die Immunantwort zu lange ausbleibt. Auch ein Rachenabstrich
gibt dann ein falsch-negatives Resultat, während in der Lunge längst der Teufel los ist. Zudem schädigt SARS-CoV-2 nicht nur die Lunge, sondern kann
auch zu einer Herzmuskelentzündung führen.

Neben einer zu geringen Zahl an Beatmungsgeräten könnte insbesondere Personalmangel (Erkrankung von Ärzten und Pflegekräften) zu Engpässen führen.

Leider wurden meine früheren sachlichen Ausführen (Datum: 20.03.2020) zu diesem Thema mit dem Vorgänger-Thread gelöscht.

_________________
Copying from one source is plagiarism, whereas copying from more than one is research.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Holger Pfahls anzeigenPrivate Nachricht senden
Pok
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 19.08.2013
Beiträge: 1662
Artikel: 42
Holger Pfahls hat Folgendes geschrieben:
Jede Maske ist besser ale keine Maske.

Dann weißt du ja mehr als die Medizin. Die ist bei der Frage nämlich gespalten. Sagt dir der Begriff "Scheinlösung" etwas? Scheinlösungen sind nicht gefährlich, weil sie nicht funktionieren. Sie sind gefährlich, weil sie Sicherheit vorgaukeln und man sich in entscheidenden Situationen unbewusst risikofreudiger verhält.

Bei dieser Maskendiskussion gab es endlich mal massive Kritik. Aber nicht, weil die Wirkung nicht bewiesen ist, sondern weil es keine Masken mehr gibt. Oh Mann. Rolling Eyes

Holger Pfahls hat Folgendes geschrieben:
Neben einer zu geringen Zahl an Beatmungsgeräten könnte insbesondere Personalmangel (Erkrankung von Ärzten und Pflegekräften) zu Engpässen führen.

Die allermeisten Jobs bei der Intensivpflege dürften stupide Arbeiten sein, wozu man nicht besonders ausgebildet sein muss. Da kann gerne mal die Bundeswehr einspringen. Dann würde sie ausnahmsweise mal Leben retten.

Virologe (Gott): "Die wissenschaftliche Evidenz für eine allgemeine Maskenpflicht, die gibt es nicht. [...] Es müssen Infektionen stattfinden in dem Maße, wie sie unser Gesundheitssystem verkraften kann" - Amen 🙏

_________________
Schweden!
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Pok anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 25.09.2010
Beiträge: 889
Artikel: 0
Zitat:
Es müssen Infektionen stattfinden in dem Maße, wie sie unser Gesundheitssystem verkraften kann
Warum eigentlich? Wie viele Infektionen müssen täglich stattfinden bis wir einen Impfstoff haben und warum? Oder anders herum gefragt, wie viele Infizierte kann unser Gesundheitssystem zeitgleich vertragen und wie lange brauchen wir mit so einem Puffer um uns durch zu infizieren und so die Entwicklung eines Impfstoffs ad absurdum zu führen?
Zehntausend Infektionen am Tag, fünfzigtausend? Auf welchem Level wollen wir die Infektionen einfrieren und vor allem wie? Dazu müssen wir das R exakt bei 1 halten, sonst wächst uns die Epidemie über den Kopf oder sie wird zu schwach und die Durchseuchung können wir uns abschminken.

Wir haben 83 Millionen Menschen, die wir mit dieser Strategie durchseuchen müssten. Wenn wir die Infektionen auf einem absurden Level von 100.000 pro Tag halten und 60% Herdenimmunität anstreben, dann brauchen wir fast 500 Tage bis wir durch sind. Was machen die Risikopersonen während die Seuche auf einem dermaßen brandgefährlichen Level wütet, mauern die sich mit ner Tonne Dosensuppe und einem Feldbett im Klo ein oder sowas? Und was machen wir um ein so instabiles System auf genau dem Level zu halten? Halbiert sich die Rate, brauchen wir 1000 Tage, verdoppelt sie sich, droht der Kontrollverlust.

Habe ich was verpasst und 90% der Infektionen sind stille Infektionen, die nur Immunität aber keine Symptome und kaum Infektiosität bedeuten? Selbst dann wären das 10.000 Kranke am Tag und das für weit mehr als ein Jahr.

Ich habe das richtig verstanden, dass der Masterplan Gottes darin besteht, das Land möglichst lange in einen Mega-Inkubator zu verwandeln, der hunderte Menschen am Tag tötet und strikte Kontrolle braucht, damit das nicht auf zigtausend anwächst und das Gesundheitssystem zermalmt? Klingt immer noch nicht cool. Tut mir Leid, aber das kriegt ein Veto.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Xyrofl anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 08.05.2017
Beiträge: 1247
Artikel: 32
Wohnort: Wien
Xyrofl hat Folgendes geschrieben:
Warum eigentlich? Wie viele Infektionen müssen täglich stattfinden bis wir einen Impfstoff haben und warum? Oder anders herum gefragt, wie viele Infizierte kann unser Gesundheitssystem zeitgleich vertragen und wie lange brauchen wir mit so einem Puffer um uns durch zu infizieren und so die Entwicklung eines Impfstoffs ad absurdum zu führen?
Zehntausend Infektionen am Tag, fünfzigtausend? Auf welchem Level wollen wir die Infektionen einfrieren und vor allem wie? Dazu müssen wir das R exakt bei 1 halten, sonst wächst uns die Epidemie über den Kopf oder sie wird zu schwach und die Durchseuchung können wir uns abschminken.

Wir haben 83 Millionen Menschen, die wir mit dieser Strategie durchseuchen müssten. Wenn wir die Infektionen auf einem absurden Level von 100.000 pro Tag halten und 60% Herdenimmunität anstreben, dann brauchen wir fast 500 Tage bis wir durch sind.


ich befürchte genau das ist das große Problem vor dem wir stehen.

Selbst wenn wir in einem Gedankenexperiment alle für 2-3 Wochen einfach in Einzelhaft abschotten, wer von den zum Startzeitpunkt infizierten es überlebt hatte Glück, wer nicht eben nicht. Irgendwo wird der Virus aber sehr wahrscheinlich überleben. In einem Patienten in dem er etwas länger als "geplant" aktiv war, in oder auf einem Gegenstand/Produkt/Tier/Natur, evtl auch in einem anderen Land. Dann wird es wieder irgendwo den "Patienten 1" geben und das ganze Spiel beginnt von vorne. So kommen wir nicht nachhaltig raus.

Solange nicht eine so große Anzahl an Menschen Immunität erlangt hat, dass R<1 auf jeden Fall gegeben ist, wird ohne Maßnahmen immer ein exponentielles Wachstum einsetzen. Ist das bei 60% bereits erreicht? Dazu kenne ich mich nicht genug aus...
Wie wir diese Immunität erlangen, mit "Augen zu und durch" oder Impfung ist eine andere Frage.

Wenn wir von der Bettenkapazität an Intensivbetten ausgehen (und die halte ich nicht für einfach erhöhbar, ich glaube Pok stellt sich das ein bisschen zu einfach vor mit beatmen usw, außerdem ist es ja nicht nur Bett & Infrastruktur sondern auch qualifiziertes(!) Personal...) dann hat Deutschland dzt 28.031 Stück zur Verfügung. Wen wir annehmen dass 2% der infizierten ein Intensivbett brauchen (die Zahl stimmt aktuell für Österreich) und dass ein Aufenthalt 2 Wochen dauert, dann dürfen pro Tag 2000 neue Intensivpatienten oder genau die von dir genannten 100.000 Neuinfektionen dazukommen - so absurd war deine Zahl nicht! (vorbehaltlich dass ALLE diese Intensivbetten auch für Corona-Patienten zur Verfügung stehen...)

Absurd bleiben jedoch die 500 Tage die das impliziert bis wir "kontrolliert" durch sind.

In Summe muss man sagen sind die Maßnahmen im Sinne einer Sofortmaßnahme um Zeit zu gewinnen um überhaupt in Ruhe dieses Problem zu lösen zwar nach wie vor alternativlos (sonst wären wir binnen 2-3 Wochen so oder so mit allen Konsequenzen einer echten Massenpandemie durch...) aber sie können eben keine Lösung sein - dazu sind Wissenschaft und Politik weiterhin gefordert. Vielleicht schaffen wir den Impfstoff oder das Medikament ja in Rekordzeit, mit beschleunigtem Test und Zulassung?
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von mgritsch anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 08.05.2017
Beiträge: 1247
Artikel: 32
Wohnort: Wien
Pok hat Folgendes geschrieben:
Die DIY-Beatmungsgeräte lösen dein Problem und Platz für Betten gibt es nun wirklich genug.


Bitte dazu um qualifizierte Belege.
Wie viele leerstehende Räume mit der notwendigen technischen Infrastruktur (zumindest O2; Hygieneschleusen? Monitoring? Ein Arzt möge das ergänzen) gibt es und wo? Welches (funktionierende) "DIY Gerät" meinst du da? AFAIK brauchen die Patienten zumindest zeitweise hyperbare Beatmung... die O2 Flasche aus dem Labor und eine einfache Maske dürften nicht reichen...

Zitat:
Aber einen Vorschlag von mir hast du in deiner *-Liste vergessen: Risikogruppen vorsorglich isolieren oder eben die 95 % (die die Maßnahmen befürworten) sich freiwillig isolieren lassen. Man sollte diese hammermäßige Chance nutzen und hier nicht noch die restlichen 5 % zwingen, nur um ein paar Neidische und/oder Panische unter den 95 % zu beruhigen.


und die Risikogruppe bleibt auf Jahre hinweg isoliert bis garantiert keine Gefahr einer Ansteckung mehr gegeben ist? Wer/wie ist "Risikogruppe" nach welchem Kenntnisstand so definiert das du dafür im Zweifelsfall die Haftung übernehmen würdest?
und die 5% die das nicht mit machen wollen, wie bekommen wir die auf längere Dauer von ALLEN getrennt? Die dürfen dann zwar spazieren gehen aber zB nicht einkaufen, weil da würden sie ja mit der Verkäuferin Kontakt haben müssen die evtl zu den 95% zählt?
Ohne klare vorgegebene Regeln wird das jeder etwas anders auslegen, somit ist das ganze hinfällig. Dass Maßnahmen von 95% akzeptiert werden, bedeutet nicht dass 95% auch ohne Vorschriften die gleichen Maßnahmen einhalten, Konflikte vorprogrammiert. Und in einer Demokratie gelten Regeln (gleiches Recht...) nun mal für alle. Nicht so ganz durchdacht habe ich den Eindruck.

Zitat:
Wenn ich mir die Berichterstattung und die Kommentare unter den Schlagzeilen angucke, glaube ich manchmal, im falschen Land zu leben. Aber die ganze Welt denkt ja plötzlich so.


Auch wenn die Mehrheit nicht immer recht hat, aber könnte es sein dass wenn von Russland bis Amerika über kurz oder (bei manchen leider) lange viele mehr oder weniger zu den gleichen Ergebnissen kommen doch was dran ist?
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von mgritsch anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 25.09.2010
Beiträge: 889
Artikel: 0
Zitat:
Dass Maßnahmen von 95% akzeptiert werden, bedeutet nicht dass 95% auch ohne Vorschriften die gleichen Maßnahmen einhalten, Konflikte vorprogrammiert. Und in einer Demokratie gelten Regeln (gleiches Recht...) nun mal für alle. Nicht so ganz durchdacht habe ich den Eindruck.
Nicht so ganz durchdacht ist wohl eher ein Understatement. Dieses Verhältnis von Befürwortung einer Zwangsmaßnahme und freiwilligem Handeln sollte einem doch mal über den Weg gelaufen sein wenn man sich mit diesen Themen auseinandergesetzt hat.
Das ist ja universell. Also schauen wir uns das mal bei einem anderen Thema an, dem Sozialsystem. Ich bin mir sicher, dass über 95% der Leute schon verstehen, dass wir einen Sozialstaat brauchen und der halt auch Steuern eintreiben muss. Aber würden 95% ihre Steuern überweisen wenn das optional wäre? Wer würde sowas glauben? Ein extremistischer AnCap vielleicht? Ich habe eigentlich noch nie jemanden gesehen, der sowas ernst gemeint hätte und bei Verstand war. Sehr schrille Typen können das vertreten, aber es ist eben absolut nicht plausibel. Und das ist absolut kein modernes Gedankenexperiment, das kennen wir seit Ewigkeiten, selbst Milton Friedmann, der sonst immer auf Liberalisierung und Deregulierung gesetzt hatte, hat solche Überlegungen angestellt. Sowohl bei Überlegungen zur staatlichen Wohlfahrt als auch bei diversen anderen Themen läuft einem das immer wieder über den Weg.

Ich würde sagen, das ist nicht wenig durchdacht, sondern eine Provokation. Ich weiß aber nicht, was das soll.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Xyrofl anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 08.05.2017
Beiträge: 1247
Artikel: 32
Wohnort: Wien
Xyrofl hat Folgendes geschrieben:
Das ist ja universell. Also schauen wir uns das mal bei einem anderen Thema an, dem Sozialsystem.


oder auch: machen wir ab sofort alle Geschwindigkeitsbeschränkungen auf allen Straßen "optional"! Ja da halten sich viele dran, einige aus Vernunft wohl auch nachdem man es frei stellt, aber die 5% die dann mit 100 durchs Ortsgebiet rasen sind ein Problem, für sich und andere!
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von mgritsch anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 25.09.2010
Beiträge: 889
Artikel: 0
Zitat:
Ja da halten sich viele dran, einige aus Vernunft wohl auch nachdem man es frei stellt
Beim schnellen Autofahren ist die Lage auch etwas entspannter als bei sozialen Kontakten oder der Lohnsteuer. Viele wollen gar nicht absurd schnell fahren (außer in Ausnahmefällen wie Termindruck). Aber fast jeder will soziale Kontakte haben, oder seinen Lohn behalten. Zu unterstellen, dass unangenehme aber sinnvolle Einschränkungen, d.h. Entbehrungen auf freiwilliger Basis genauso gut funktionieren wie unter Zwang, nur weil viele einen Zwang befürworten, ist sehr absurd. Die 95% sehen ja, dass 5% auf ihre Kosten leben. Sie müssen diese 5% kompensieren und warum sollten sie es akzeptieren, dass eine freche Minderheit für ihre Rücksichtslosigkeit belohnt wird?

Selbst wenn man Anarchie befürwortet, wird man das nur tun indem man annimmt, dass die Gemeinschaft irgendwie implizit einen Zwang schafft oder das durch Konsens löst. Die Annahme, dass 95% gutmütige Menschen sich für die asozialen 5% zurück nehmen und das ohne Spannungen ertragen, ist pathologisch.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Xyrofl anzeigenPrivate Nachricht senden
Pok
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 19.08.2013
Beiträge: 1662
Artikel: 42
Der Vergleich mit dem Sozialsystem passt nicht zu meinem Vorschlag. Denn dieser Fall ist ein Beispiel für das "soziale Dilemma". Eine Ausgangssperre ist das nicht! Denn sie wurde schon vor Inkrafttreten praktisch in vorauseilendem Gehorsam erfüllt. Die Menschen bleiben demnach aus Angst um ihr eigenes (!) Leben zu Hause, nicht aus Rücksicht auf andere.

So verrückt ist mein Vorschlag zumindest mit den Risikogruppen offenbar überhaupt nicht, wenn selbst einflussreiche Politiker sagen, dass bei einer Lockerung zuerst wieder Junge auf die Straßen dürfen. Es stimmt nicht, dass in einer Demokratie "gleiches Recht für alle" gilt. Es wäre auch nicht (alters)diskriminierend, wenn Alte zu Hause bleiben sollen, da die Regel sich an ein Sachargument knüpft (Alte sind gefährdeter). Allerdings würde mir das auch nicht gefallen, weshalb ich dafür bin, dass die wenigen sehr Ängstlichen sich freiwillig verschanzen. Auch Alte sind mündige Bürger und dürfen selbst entscheiden, ob sie ein Risiko eingehen. Muss ja auch nicht Jahre so gehen, sondern nur bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, also 1 Jahr. Ich geb zu, dass das (Risikogruppen zur Isoliation verpflichten) unsolidarisch aussieht und ich finde das nicht zum Jubeln geil, aber echte (freiwillige!) Solidarität würde sich garantiert einstellen, indem Menschen den Alten z.B. massenhaft (viel mehr als jetzt) Lebensmittel einkaufen oder sonstwas. Wenn die Risikogruppen ebenfalls freiwillig zu Hause bleiben, hätte das keinen unsolidarischen Touch und ich bin sicher, das wäre paradiesisch!

Immerhin mache ich einen Vorschlag, bei dem keine Anarchie droht, wie es das Innenministerium als Worst-Case-Szenario wörtlich in Betracht zieht.

@mgritsch: zu deinen Fragen...
Belege dafür, dass Beatmungsgeräte der limitierende Faktor sind, gibts genug. Und dass die DIY gebaut werden können, hatte ich schon belegt. Räume für Betten gibts auch genug. Da halte ich nun keinen Beleg für nötig. Die Gemeinden haben in der Summe hektarweise Gebäude, die in 0,83 Sekunden umfunktioniert werden können. Für eine Fehleinschätzung der Risikogruppen muss man keine Haftung übernehmen, wenn man sagt: bleibt bitte alle freiwillig zu Hause, aber vor allem die über 70-Jährigen (Risikogruppe) und Leute, mit z.B. schwersten Atemwegserkrankungen oder so. Nein, alle - von Russland bis Amerika - stehen unter Zugzwang. Du kannst mir nicht widerlegen, dass die halbe Menschheit gerade eine kollektive, kopflose Herde ist. Dass man sich auf Wissenschaftler beruft, reicht mir nicht. Die sind in vielen Fragen zerstritten bei dem Thema und viele "Maßnahmen" lehnen die auch ab, was wiederum die "koplose Herden"-Theorie stützt.

_________________
Schweden!
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Pok anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 25.09.2010
Beiträge: 889
Artikel: 0
Zitat:
Die Menschen bleiben demnach aus Angst um ihr eigenes (!) Leben zu Hause, nicht aus Rücksicht auf andere.

Die Menschen bleiben primär aus Rücksicht auf andere zuhaus, nicht aus Angst um ihr eigenes Leben. Es ist eine ansteckende Krankheit und eine (prozentual kleine) Risikogruppe existiert. Natürlich geht es da um Rücksicht. Ein bisschen merkwürdig, alles abzustreiten, was einem gerade nicht schmeckt.

Zitat:
Immerhin mache ich einen Vorschlag, bei dem keine Anarchie droht, wie es das Innenministerium als Worst-Case-Szenario wörtlich in Betracht zieht.
Bei deinem Vorschlag würde alles schief gehen und du kannst das Gegenteil nicht beweisen. Es ist ein Bluff und außer dir sehen das wohl die meisten, denn die meisten glauben nicht daran, dass durch Wegschauen alles wieder gut wird.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Xyrofl anzeigenPrivate Nachricht senden
Pok
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 19.08.2013
Beiträge: 1662
Artikel: 42
Okay, seien wir ehrlich. Warum die Leute zu Hause bleiben, kann ich natürlich nicht wissen. Du aber auch nicht.

Und was würde bei meinem Vorschlag schiefgehen? Bitte um Präzisierung von "alles". Ich finde die Idee supi und kann mir gut vorstellen, dass sie so ähnlich kommen wird. Es wäre eine weise Entscheidung.

_________________
Schweden!
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Pok anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 25.09.2010
Beiträge: 889
Artikel: 0
Zitat:
Okay, seien wir ehrlich. Warum die Leute zu Hause bleiben, kann ich natürlich nicht wissen. Du aber auch nicht.
Es ist eine ansteckende Krankheit und eine (prozentual kleine) Risikogruppe existiert. Natürlich geht es da um Rücksicht. Ein bisschen merkwürdig, alles anzuzweifeln, was einem gerade nicht schmeckt.

Zitat:
Und was würde bei meinem Vorschlag schiefgehen? Bitte um Präzisierung von "alles".
Nein, das ist der falsche Weg. Du stellst einfach nur Dinge in den Raum und kannst nichts beweisen. Du hast nicht erklärt, wie wir eine Überwältigung des Gesundheitssystems und explodierende Fallzahlen vermeiden sollen. Außer mit nem 3D Drucker, aber das ist albern. Rechne doch mal durch, wie dein Szenario aussehen würde. Tipp nimm keine Wunschparameter, sonst bleibt es ein Bluff!

Liefer einen fundierten Vorschlag oder man kann dich nicht ernst nehmen. Alles was du bisher machst ist ein Bluff, den du mit Rabulistik und Wunschdenken verteidigst und das verschwendet zu viel Zeit. Du klebst die ganze Zeit noch unbelehrbar an der Vorstellung, es sei irgendwie nur eine Grippe. So wird das nichts und zwar alles in Gänze, komplett umfassend wird so gar nichts.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Xyrofl anzeigenPrivate Nachricht senden
Pok
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 19.08.2013
Beiträge: 1662
Artikel: 42
Den ersten Absatz hatten wir schon mal. Very Happy

Du machst hier denselben Fehler, den ich gemacht hatte. Mit Logik auf Gedanken schließen. Das geht nicht. Die von dir behaupteten Gedanken sind kein "Fakt", den man leugnen könnte. Wink

Wir hatten uns anfangs darauf geeinigt, hier sachlich zu diskutieren. Es wäre cool, wenn du weniger "man"- und "alle"-Botschaften bringen würdest, wenn du speziell mein Ansichten kritisierst. Es ist deine Meinung und nicht die der Forengemeinde oder der Menschheit. Es wäre auch toll, weniger Schlagworte zu benutzen, die meine Ansicht als lächerlich darstellen. Danke Cool

_________________
Schweden!
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Pok anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 25.09.2010
Beiträge: 889
Artikel: 0
Zitat:
Den ersten Absatz hatten wir schon mal.
Ja eben. Weil Argumente stehen bleiben wenn man sie nicht entkräftet. Frag doch Leute, ob es reiner Eigennutz ist, daheim zu bleiben oder ob wir vielleicht irgendwie alle im selben Boot sitzen und da zusammenarbeiten müssen. Ich bleibe nicht aus Eigennutz daheim, alle anderen, die ich darüber befragt habe auch nicht, außer sie gehören zur Risikogruppe. Es gilt ja auch als verantwortungslos, sich nicht daran zu halten. Nicht als selbstgefährdend, sondern als verantwortungslos. Es ist der Inbegriff eines sozialen Dilemmas und dementsprechend lästig ist es wenn wir darüber auch noch ein Fass aufmachen. Dieses rekursive Zerreden führt leider dazu, dass sich hier alles immer tiefer ins Absurde spiralisiert. Es stimmt sogar, dass es nicht ganz zirkulär ist. Was wir hier machen ist (von mir aus nur für mich) eine Abwärtsspirale. Es wird immer frustrierender, ich empfinde den Verlauf der Diskussion als quälend. Aber es kann auch nicht Sinn einer Debatte sein, dass man immer quälendere, aber nicht sachlich überzeugende Argumente formuliert um Diskussionspartner zu vertreiben.

Zitat:
Es wäre auch toll, weniger Schlagworte zu benutzen, die meine Ansicht als lächerlich darstellen.
Darin bist du übrigens auch nicht schlecht wenn deine ganze Argumentation darauf setzt, dass die Welt in einem kollektiven Wahn feststeckt, selbst die Virologen (Götter und Popstars). Kollektiver Wahn beißt sich übrigens mit der Unterstellung, nur ich würde das absurd finden, was du da erzählt. Wenn das kollektiv ist... Nach deiner eigenen Aussage sieht die halbe Welt das dramatisch anders als du, aber du darfst die alle für dumm darstellen, nur andersherum nicht. Da ging es doch schon los mit der Unsachlichkeit.

Zitat:
Wir hatten uns anfangs darauf geeinigt, hier sachlich zu diskutieren.
Ich habe um Sachargumente gebeten. Wo sind sie? Bitte beweise uns auf fachlich hohem Niveau, dass dein Vorschlag nicht zu einem Systemzusammenbruch führt, selbst dann nicht wenn man eine pessimistische Abschätzung in Bezug auf die Schwere der Krankheit vornimmt. Dass man mit einer Grippe so umgehen könnte, ist trivial, wir brauchen einen Beweis, dass es mit Covid19 auch geht. Und bitte dran denken, Menschen sind ja nicht einfach Kugeln nach deiner eigenen Aussage. Ein Modell auf ungleich höherem Niveau wäre angemessen, oder willst du diese Aussage widerrufen? Wink

Bitte erkläre deinen Vorschlag sachlich und am besten sogar selbstkritisch. Vielleicht finden wir dann eventuelle vorhandene Fehler schneller. Es wäre nämlich von Vorteil bei einer konstruktiven Debatte wenn man nicht darauf baut, dass gravierende Fehler übersehen werden, sondern eventuelle Grenzen selbst benennt.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Xyrofl anzeigenPrivate Nachricht senden
zu SARS-CoV-2 und Covid-19
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde  
Seite 12 von 22  



Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
  
   
  Neue Antwort erstellen