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Illumina-Mitglied

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Zitat:
Würde das dann nicht mit Kaugummi und anderen mentholhaltigen Produkten genauso gut funktionieren?

Also bei mir ist es auch genau so. Bis grob 0.5h nach einem "scharfen" Kaugummi schmeck ich schlecht, wie nach dem Zähneputzen.
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Ich hatte immer den Eindruck als wenn Zahnpasta wesentlich lästiger ist als Kaugummi oder Mentholbonons, klar der Effekt ist da auch, aber ich würde den viel milder bewerten. Vielleicht ist aber in der Zahncreme und dem Mundwasser einfach die Mentholbelastung deutlich höher als bei Kaugummis und Bonbons.
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Pok
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Xyrofl hat Folgendes geschrieben:
Haben Geschmacksknospen vielleicht eine Art dünne Schleim-Schicht oder sowas wo die Seife erst einmal durch diffundieren müsste?

Wenn ja, wäre die Diffusion bestimmt ähnlich schnell wie die von z.T. großen Geschmacksmolekülen.

In welchem Zusammenhang nimmst du denn Seife(nlösung) in den Mund? Ist mir im Leben noch nicht passiert. Deshalb wusste ich bisher auch nicht, wie die schmeckt. Kernseife benutzt man doch i.d.R. ausschließlich zum Händewaschen. Dass Schampoo und Duschgel eklig schmecken, ist klar wegen der Vergällungsmittel.

Offenbar gibt es Mechanismen, die die zerstörende Wirkung von Tensiden auf Zellmembranen verhindern (abgesehen von physikalischen Barrieren wie toter Hautschicht oder Schleimschichten). Ist irgendwie logisch, dass diese Mechanismen besonders bei exponierten Körperoberflächen auftreten, also Haut und Mundraum. Ich könnte mir vorstellen, dass die reizende Wirkung bedeutet, dass einige Zellen durchaus absterben, aber diese so entstandenen toten Zellen dann als Barriere bzw. "Puffer" für weitere Tensidmoleküle wirken. Das erklärt aber immer noch nicht, warum nicht alle Geschmackssinneszellen lysiert werden.

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Zitat:
Wenn ja, wäre die Diffusion bestimmt ähnlich schnell wie die von z.T. großen Geschmacksmolekülen.
Sind Geschmacksträger wirklich so groß? Tenside bilden Mizellen und die sind als Gesamtgebilde dann extrem groß. Das wäre auch ein plausibler Mechanismus der die Unterschiede zwischen Schmierseifen und Kernseifenlösung erklärt. Es sind eben nicht einfach gelöste Salze, sondern Lösungen in denen hochgradig komplexe, supramolekulare Gebilde vorliegen, die unter Umständen wie Körper auf der Größenskala von Zellen reagieren und sich je nach Kation deutlich unterscheiden. Da die K-Seifen eher dazu neigen, homogene, nicht mizellare, kolloidale Lösungen zu bilden, dürften sie besser diffundieren können. Aber das ist alles höchst spekulativ. Das sind alles keine Versuche, die Wirkung definitiv zu erklären, sondern nur Anmerkungen um aufzuzeigen, dass gerade bei Tensiden die Rolle des Kations deutlich größer sein kann als in der normalen Chemie homogener Lösungen.

Zitat:
In welchem Zusammenhang nimmst du denn Seife(nlösung) in den Mund?
Ich habe einige Zeit lang normale Seife für alle möglichen Anwendungen benutzt, auch unter der Dusche und sowas. Ist nicht so cool für die Haare, wegen der Kalkseifen, die alles klamm machen, aber wenn die kurz sind, stört mich das nicht besonders und die ist unschlagbar günstig Very Happy Außerdem nehme ich häufig normale Seife als Rasierschaum. Da liegt nichts näher als mal ein bisschen was von dem Schaum abzubekommen und der ist echt eklig wenn man nicht danach gründlich den Mund spült. In den Augen ist es auch nicht cool.

Zitat:
Das erklärt aber immer noch nicht, warum nicht alle Geschmackssinneszellen lysiert werden.
Am Ende sind einfach diese Zellen ungewöhnlich resistent, so wie das auch bei manchen Bakterien der Fall sein kann. Die Form und Beschaffenheit der Membran könnte sich deutlich von der anderer Zellen unterscheiden.
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was is eigentich mit coffeein (habe bei Hausmitteln noch was von starkem Kaffee zusammen mit Knoblauch gelesen)
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Coffein wirkt in kleinen Dosen bei Bienen ähnlich wie bei Menschen. Es vermittelt das Gefühl, wacher und leistungsfähiger zu sein. Deshalb sind Bienen regelrecht süchtig nach Kaffee-Blüten und besuchen sie öfter.
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wenig giftige Mittel gegen Blattläuse
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