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Verdünnung der Bakteriensuspension.
Illumina-Mitglied

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Hallo. Ich habe folgende Fragen:
1. Warum verdünnt man die Bakteriensuspensionen nicht mit destiliertem Wasser,sondern mit dem Medium oder mit Leitungswasser?
2.Wodurch ist die Alauf (lag)-Phase einer statischen Kultur begründet?

Ich habe nämlich an einem Praktikum teilgenommen,an dem genau diese Fragen aufgekommen sind.
Ich hoffe auf eine Antwort. Danke!
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NI2
Illumina-Moderator

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Artikel: 83
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Hi, Willkommen bei Illumina,

für solche Fragen haben wir ja extra unsere Biologen und Mikrobiologen.
Die erste Frage würde ich mit dem Stichwort "Osmose" beantworten, wenn du dich an die typischen Experimente mit dem Zwiebelhäutchen und destilliertem Wasser/Kochsalzlösung erinnerst.

Ein weiterer Punkt wäre, dass Anfragen derart im Forum unter einer passenden Rubrik gepostet werden sollten und nicht in der Artikelschmiede, aber darum kümmere ich mich Smile

NI2

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Re: Verdünnung der Bakteriensuspension.
Pok
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Artikel: 30
Die erste Frage würde ich auch so sehen wie NI2.

Zur zweiten Frage: hier. Wink Da wird das eigentlich schon gut erklärt. Warum nicht alle Bakterien gleichzeitig anfangen sich zu vermehren, liegt an "individuellen" Unterschieden der Bakterien bzw. der Umwelt (auch wenn sie in einer Petrischale gleich zu sein scheint). Die Bakterien sind nicht alle exakt im selben Zustand, sondern weisen geringe Abweichungen von einander auf (manche sind noch "jung", andere älter, usw.). Deshalb fangen manche früher an, sich zu teilen und andere tun das ein bisschen später. Andernfalls wäre ein "knallharter" Winkel (siehe unten) und keine Kurve beim Anstieg zu erwarten, also keine lag-Phase (auch wenn es die bei Wikipedia beschriebenen Ursachen für die Verzögerung gäbe):



Allerdings dürfte die Wikipedia-Antwort ausreichen...

Edit: sorry, die Erklärung muss doch nicht so stimmen. Bei Wikipedia steht ja auch, dass sich die Vermehrungsbedingungen durch die eigenen Stoffwechselprodukte usw. verbessern können. Auch das wäre eine Erklärung, warum es einen kurvenförmigen Anstieg gibt.
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Zitat:
für solche Fragen haben wir ja extra unsere Biologen und Mikrobiologen.

...ich fühle mich da mal angesprochen obwohl ich hier eher der foreneigene Allgemeinbiologe mit Schwerpunkt Tierphysiologie und Gewässerökologie bin Wink
Zum ersten punkt haben meine Vorredner recht. Der Osmotische Druck würde die Zellen zum Platzen bringen.
Es gibt Bakterien die sowas recht gut verkraften, aber da muss man halt genauer differenzieren wie die Membran aufgebaut ist. (Gram negativ oder positiv.)
Zur Lagphase sollte man sich vor Augen halten, dass das Ganze System von vielen Faktoren abhängig ist. Also welches Bakterium, Teilungsrate, "Verhalten" also verfügt der Stamm über eine Taxis oder "sensing" , wenn ja sind die Kleinen motil? Wenn ja wie? (monotrich oder politrich begeißelt, twitching etc.p.p. .)
Die simpelste Variante wäre allerdings die sigmaploide Wachstumskurve einfach so zu interpretieren wie es Pok getan hat Wink

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"...wie ein Sprecher betont,hat für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden."
http://www.youtube.com/watch?v=bn0PgN0HpRY
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Was ist eine Sigmaploide? Ich kenne nur sigmoide Funktionen. Das sind aber die Lösungen der Verhulstgleichung, die jedoch keine Modellierung einer Lag-Phase beinhaltet. Würde man eine sigmoide Funktion logarithmieren, dann würde sie sich für immer kleinere Argumente immer mehr an eine Gerade annähern.

Bei Wikipedia werden logarithmierte Populationszahlen aufgetragen, d.h. eine Sigmoide im Plot wäre dann in Wirklichkeit eine Exponentialfunktion mit sigmoidem Argument, d.h. exp(sig(t)). Dus würde aber doppelt exponentielles Wachstum erfordern. Vermutlich ist der korrekte, logarithmierte Plot gar keine Sigmoidfunktion.

---> Also was ist ein Sigmapoid?

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Wenn die Menschen und die Dschinn sich zusammentäten, etwas, das diesem Post gleicht, zustande zu bringen, würde ihnen das nicht gelingen – selbst wenn sie einander helfen würden.
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... Embarassed sorry, Tippfehler. (hatte noch nen haploiden Zellteilungsgang im Hinterkopf als ich das geschrieben habe... Wink )
Allerdings bringt uns die mathemathische Ebene in dem Fall eh kaum weiter da das Ganze von so vielen Faktoren beeinflusst werden kann, dass unter den uns bekannten Umständen keine Möglichkeit besteht den Sachverhalt zu beurteilen. Schlicht gesagt die Faktenbasis fehlt!

p.s.:
@ Xyrofl:
Ich bin Biolüge und kein Mattematicker Wink Du Zahlen und komische Zeichen und ich Tierchen und was die so machen Wink (und um das zu beurteilen was die wann, wo, wie und mit welchem Nachbarn, Stein, Wasser, Druck etc... so machen gibts ne Menge nette Software. )

Screenshot der Taxaverteilung eines momentan laufenden Versuchs zur Beurteilung der Biodiversität in einem Fliessgewässer der Stufe sechs nach der Gewässerstrukturrahmenrichtlinie unter Berücksichtigung von vier abiotischen Faktoren und der Berücksichtigung von ~40 Taxa in 22 Proben und deren Fundorten (nur letztere dargestellt.Alles weitere wäre hier zu unübersichtlich wg. Überlappung.)

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Zitat:
sorry, Tippfehler.
Ja ich auch, ich habe Sigmampoid geschrieben...
Zitat:

Ich bin Biolüge und kein Mattematicker Wink Du Zahlen und komische Zeichen und ich Tierchen und was die so machen
Ich bin auch kein Mathematiker -.- Strenggenommen hast du sogar damit angefangen, indem du einen merkwürdigen Funktionennamen in den Raum geworfen hast, der auch richtig geschrieben nicht zu meinem Verständnis vom Modell passen wollte. Vielleicht könnte man das noch retten, wenn man sich auf die allgemeinere Definition einer Sigmoiden Funktion beruft, aber wer würde das schon wollen... Wink
Für das ideale Modell ohne lag und andere Effekte wäre die Sigmoide gut, hier fand ich sie unpassend, wie du auch gesagt hast, Mathematik kann uns hier nicht viel helfen, da es sich um eine reales System und kein ideales Modellsystem handelt und wir die Fakten nicht kennen.

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Laughing ...also einigen wir uns auf "nix genaues weiß man nich..." und warten ab ob der User uns noch mit weiteren, relevanten, Angaben beliefern kann. Wink

Edit: Die Kurve würde übrigens bei einer anfänglichen Wachstumsstagnation schon recht gut passen. Kommt halt wie gesagt auf den Organismus an. Gibt Bakterien die erst ab einer gewissen Populationsdichte nahezu exponentielle Vermehrungsraten aufweisen und dann stagnieren. Die Biester sind kommunikativer als man denkt Wink V. fischeri hat z.B. ein ausgeprägtes "quorum sensing" was die Biolumineszenz betrifft.

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Zitat:
...also einigen wir uns auf "nix genaues weiß man nich...

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...um btt zu kommen verweise ich jetzt auf Dimethylsulfoxid als MiBi Experten Wink

p.s.:
Es wäre in dem Kontext auch interessant zu wissen was für ein Praktikum das war im Sinne von:
- in welchem Rahmen hat das stattgefunden (Schule, Berufsschule, FH, Uni) ?
- was war die Fragestellung/ Zweck der Lehrveranstaltung ?
- wurde empirisch oder hypothetisch gearbeitet, wenn letzteres wie lautete die Hypothese ?

etc.p.p. ...

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