Bitte die Forenregeln und die Hinweise zu den Versuchen lesen!
| Foren-Übersicht » Spielwiese » Unterscheidung von Kunsthonig und echtem Honig |
![]() |
| Re: Unterscheidung von Kunsthonig und echtem Honig |
|
Illumina-Mitglied
|
|
Schön, daß euch der Versuch gefällt. Ich finde die Anwendung der Chemie - vor allem der Analytik - auf Fragen des "wirklichen Lebens" immer besonders reizvoll.
Sehr interessant ist auch der kommentar des Kollegen vom @Ehrenfelder bienenprojekt. Wenn der Honig aus Honigtrau stammt dann enthält er natürlich weniger Pollen. Ich werde das mal mit einem anderen honig derselben marke probieren, sobald meine Familie den jetzigen aufgefuttert hat
In der Tat! Das erinnert mich an den Alten Rat von Mark Twain an einen jungen Schriftsteller: "Lieber Freund, passen sie auf daß sie niemals versehentlich ein auslassen!" Sowas!?! Korrigiere ich gleich! |
||||||||||||||||
|
_________________ Lege,lege, lege, ora, ora,ora, relege, labora et inveniens.
|
||||||||||||||||||
|
Illumina-Mitglied
|
|
Z.B. wie der Honig verarbeitet wurde oder ob das Blattlaus-Pippi u.U. von sich aus Verbindungen enthält die einen positiven Test geben..... BJ68 |
||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||
|
Illumina-Mitglied
|
|
In der Wikipedia steht dazu (unter dem Eintrag "Honig"):
Daraus muß man eigentlich schließen, daß der Honigtau als Ursprung nichts ausmacht, denn sonst müsste es für Lindenhong entsprechend abweichende Grenzwerte geben. Jetzt wäre es spannend zu wissen, wo die Empfindlichkeitsgrenze für die Fiehe´sche Reaktion liegt. Ich werde mal etwas recherchieren udn anchberichten (vielleicht wissen die Fachleute vom Bienenprojekt was darüber?) |
||||||||||||||||||
|
_________________ Lege,lege, lege, ora, ora,ora, relege, labora et inveniens.
|
||||||||||||||||||||
|
Illumina-Mitglied
|
|
Mittlerweile habe ich noch etwas rechercheirt und experimentiert.
Ich habe keine neuere Arbeit zur Erfassungsgrenze von HMF mittels der Fiehe´schen Reaktion gefunden. Dafür habe ich mir die Erstveröffentlichung (1908, Zeitschrift für Untersuchung der Nahrungs- und Genußmittel Bd 15 - heute Zeitschr. für Lebensmitteluntersuchung und -forschung) angesehen. Auf diese folgte eine recht lebhafte Diskussion durch mehrere Beiträge in der gleichen Zeitschrift in den nächsten Bänden. Insbesondere ein Herr Rauner betonte, daß auch Naturhonige die erwähnte Reaktion geben, wenn sie erhitzt würden. Der die Reaktion bewirkende Stoff - das HMF - war damals noch nicht identifiziert. Im Jahre 1926 erschien eine Arbeit, in der über den HMF-Nachweis in Honaig mit titrimettrischen, kolorimetrischen und gravimetrischen Methoden berichtet wurde. Dabei wurden Gehalte im Naturhonig bis 13,9 mg pro - ja, welcher Ausgangsmenge? wohl 50g so wie ich den Text verstehe - gefunden. Dieser Befund wurde von Fiehe kritisiert indem er vermutete, daß nicht HMF sondern andere Stoffe bestimmt worden wären. (Z f. Untersuch. der Lebensmittel 56, 1926). Ich habe daraufhin 5 g des von mir untersuchten Langnese-Honigs in einem Kölbchen mit Steigrohr 1/2 Stunde auf einem siedenden Wasserbad erhitzt, erkalten gelassen und wie im Eingangsthread beschrieben behandelt. Es trat eine kräftige rote Färbung auf. Rauner hatte beschrieben, daß sich die Reaktion auch mit 25%iger (anstelle von rauchender) Salzsäure durchführen lasse. Auch das wollte ich ausprobieren und habe das Reagenz mit beiden Salzsäurekonzentrationen getrennt angesetzt und die Reaktion mit dem Kunsthonig-Brotaufstrich durchgeführt. Mit der 25%igen Salzsäure ergab sich nur allmählich eine orangerote Färbung, mit der rauchenden Säure dagegen eine tief kirschrote Färbung. Mein vorläufiges Fazit: Die Fiehe´sche Reaktion mit rauchender Salzsäure ist bei Kunsthonig und erhitzetem Naturhonig positiv (manche Honige sollen durch Erhitzen aus den Waben ausgeschmolzen werden). Der positive Ausfall beweist daher nicht die Anwesenheit von Kunsthonig, nur der negative Ausfall kann als Zeichen der Abwesenheit von Kunsthonig herangezogen werden. Mit 25%iger geht die Reaktion nicht so gut wie mit rauchender Salzsäure. P.S. da war doch noch ein Beitrag von dem Kollegen aus dem Ehrenfelder Bienenprojekt nach meinem Post vom 31.1.12 - weiß jemand wo der hingekommen ist? |
||||||||||||||
|
_________________ Lege,lege, lege, ora, ora,ora, relege, labora et inveniens.
|
||||||||||||||||
|
Illum.-Ass.
|
|
In dem Kontext auch interessant
|
||||||||||||||||||||
|
_________________ Viel wahrer geht es kaum: Reinhard Mey Das Narrenschiff ...in diesem Sinne: "...wie ein Sprecher betont,hat für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden." "...die ganze Mischpoke kann mich ma an´ Tokus malochen...!"
|
||||||||||||||||||||||
| Unterscheidung von Kunsthonig und echtem Honig |
|
phpBB2 © phpBB Group
Template by phpBBStyles.com modified by Illumina
Content © Illumina
Technischer Support von xatux softwaresysteme
Template by phpBBStyles.com modified by Illumina
Content © Illumina
Technischer Support von xatux softwaresysteme

