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Toxikologie von Dichlormethan und Tetrahydrofuran
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Hallo zusammen,

man arbeitet im Labor, vor allem in der OC, sehr häufig mit DCM und THF. Beide Stoffe sind seit ein paar Jahren als krebserregend eingestuft. Reicht der Abzug vor dem Schutz oder sind die Stoffe hautresorptiv, sodass diese dann Hautkrebs etc. verursachen können? Würde mich sehr interessieren. Man kann daraus ja einen kleinen Artikel basteln, wenn noch Interesse anderen Chemikalien besteht.

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Q.E.D.
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Hast Du schon die Sicherheitsdatenblätter zu den Substanzen gelesen? Das ist immer die erste Informationsquelle, die man zu einer Substanz lesen sollte, wenn man mit ihr umgeht. Außerdem informiere Dich über den MAK-Wert der Substanz. Zusätzlich besorge Dir für den Umgang mit der jeweils verwendeten Substanz geeignete Schutzhandschuhe mit stoffspezifisch angegebenen Durchbruchszeiten und verwende sie konsequent.

Du kannst versuchen, die einschlägigen Studien zur Toxikologie der Stoffe zu lesen; unter Beachtung des Auftragsgebers und des Geldgebers. Außerdem muß man die dort verwendeten Konzentrationen und Expositionszeiten auf "Realitätstauglichkeit" überprüfen.


Dies ist als erste, Stoffunabhängige, Information zum Umgang mit Gefahrstoffen gedacht.
Beim Umgang mit Gefahrstoffen muß man das Mittelmaß zwischen Panikmache und Schlendrian wahren.
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Sicherheitsdatenblätter schaue ich mir immet an.

Ich mache mir nur Sorgen, weil wir nie Handschuhe für DCM und THF verwenden. Beim DCM ist das harmlos, solange man im Abzug arbeitet, weil es nur Lungenkrebs verursachen kann oder liege ich da falsch? Beim THF ist mir eben letzten ein wenig mehr über die Hand gelaufen und mache mir nun Sorgen. Aber wie gesagt unsere Doktoranden etc. verwenden auch keine Handschuhe.

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Q.E.D.
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Wer ist "Wir"? Wenn Du meinst, Handschuhe zu brauchen, dann benutze sie. Man soll nach Möglichkeit jeden unnötigen Kontakt vermeiden, da eine Hautresorption nicht ausgeschlossen werden kann. Das THF ist mit Wasser mischbar, also schnell abwaschbar. Dichlormethan ist leicht flüchtig, also ist bei Hautkontakt die "Nachwirkzeit" recht kurz, wenn die Flüssigphase abgetupft ist.


Wenn man "zum Schutz" dünne Latex- oder Nitrilhandschuhe trägt und dann "herumsaut", dann ist das schlimmer als der kurzzeitige Spritzer auf der Haut. Der ungeeignete Handschuh hält die Kontamination über längere Zeit fest und die Haut kann sie aufnehmen. Bei diesen "gefühlsecht dünnen" Materialien liegen die Durchbruchzeiten für Lösemittel typischerweise im Sekundenbereich.
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Okay gut. Wir, also die Studenten, haben sowieso nur dickere Nitrilhandschuhe. Ich hoffe ich hab von den Expositionen eine irreversible Schäden bekommen.

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Q.E.D.
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Die Handschuhe sollten in Ordnung sein, Vergleichbares wird in der Uni Bonn auch verwendet.


pS: ...(k)eine irreversiblen Schäden...
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Illum.-Ass.

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Zitat:
Wenn man "zum Schutz" dünne Latex- oder Nitrilhandschuhe trägt und dann "herumsaut", dann ist das schlimmer als der kurzzeitige Spritzer auf der Haut. Der ungeeignete Handschuh hält die Kontamination über längere Zeit fest und die Haut kann sie aufnehmen.


Genau das versuche ich als Assistent im Grundlagenlabor immer zu erklären...
Da gibt es immer Leute die ein (!) paar Latexhandschuhe den ganzen Arbeitstag lang tragen und glauben vor allem Bösen geschützt zu sein.

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It is always better to have no ideas than false ones; to believe nothing, than to believe what is wrong.
(Thomas Jefferson)
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Toxikologie von Dichlormethan und Tetrahydrofuran
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