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Hallo Leute,
seit einem halben Jahr untersuche ich nun spezielle Bakterien und Vorgänge und tüftel an einer Pilotanlage.
Ich suche jetzt Mitinteressenten und Investoren für mein Projekt. Hat jemand eine Idee wo man das veröffentlichen könnte um viele Investoren zu finden.
Es geht um eine kleine Anlage, welche vollautomatisch aus mind. 4 Kg Küchenabfällen am Tag einen 4 Personenhaushalt mit Wärme und in Zukunft auch Strom versorgen kann.
Ich hoffe auf eure Antworten und Fragen
Wink

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Mit freundlichen Grüssen,
iTim
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Pok
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Ich kann mir nicht vorstellen, wie man aus 4 kg Küchenabfällen einen 4-Personenhaushalt mit Wärme versorgen will. Das sind deutlich weniger als 2 kg Trockenmasse. Selbst wenn das 2 kg reines Öl wären, könnte man damit keinen 4-Personenhaushalt versorgen. Höchstens wenns 4 kg reines Pflanzenöl wäre, wäre das halbwegs möglich. Aber solche Mengen fallen in keinem Haushalt an.

Biogas ist auch nichts Neues, falls es darauf hinauslaufen soll. Da gibts schon extrem viel Forschung. Kurz: dein Projekt kann so, wie du es beschreibst, nicht aufgehen.
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Mmh also bei meinen Eltern fließen im moment, dh. diese Woche, ca. 73kWh/d Energie für Heizung in einen 3 Personenhaushalt. Die Warmwasserbereitung ist da nicht drinn wegen fehlendem Wärmemengenzähler.
Dafür gehen da ca. 20-25kg Pellets am Tag durch mit ca. 4,9kWh/kg, Verbrennungswirkungsgrad liegt zwichen 94-90%. Wenns jetzt kalt wird sicher noch mehr. (Ich stecke da grade ganz gut drinn weil ich die Steuerung ständig anpasse und erweiter)
Ich sehe da nur Chancen bei nem Niedrigenergiehaus. Oder wenn du auch über den Sommer kräftig Abfälle sammelst. Hört sich aber dann auch nach ähnlich viel Arbeit an wie Holz machen Wink

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Ekki Ekki Ekki Patang!
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Um mal etwas mehr Information zu bekommen einige Fragen:

->Energie<- Welche Form der Energie soll das denn sein? Wie soll parallel zur Wärme der Strom gewonnen werden? Um welche theoretischen Wirkungsgrade handelt es sich? Welche Wirkungsgrade sind denn realistisch? Welche Skalierungseffekte gibt es bei Vergrößerung oder Verkleinerung? Wo liegt die Untergrenze, unterhalb derer noch nicht mal sie "Selbsterhaltungsenergie" erzeugt werden kann? Sind Speicher vorgesehen? In welcher Form soll die Energie gespeichert und wie dann nutzbar gemacht werden? Was wird als "Modellrohstoff" verwendet? Was genau sind diese "Küchenabfälle"? Fallen diese Abfallmengen regelmäßig und kontinuierlich an? Gibt es Möglichkeiten der "Urlaubsüberbrückung"?

->spezielle Bakterien<- Da Küchenabfälle nicht steril sind müßten diese Bakterien entweder sehr durchsetzungsstark sein (Abfallproblem möglich), die Abfälle vorher sterilisiert werden (Energie- und/oder Chemikalienaufwand) oder das Kulturmedium spezielle Bedingungen bieten (Temperatur, pH-Wert). Oder die Bakterien sind ubiquitär und wohlfeil...? Was genau soll denn gemacht werden?

->vollautomatisch<- Welcher Aufwand an Prozessleittechnik ist nötig, um das Ganze in Gang zu halten? Wie komplex ist das Verfahren überhaupt? Wie sollen die Schnittstellen (Input und Output) für Rohstoffe , Energie und Abfall funktionieren? Wie sieht es mit Verschleißteilen und Routinewartung aus?


Es gibt Biogasanlagen im Kleinmaßstab, mit denen nepalesische Bauern ihren Kuhdung in Kochgas umwandeln können.
Es gibt die Möglichkeit, Dieselmotoren mit Altfetten zu betreiben. Stromgenerator, Abwärmenutzung.
Man arbeitet an Methan verwertenden Brennstoffzellen.
Biogas ist ein ziemlich dreckiges "Zeugs". Reinigung ist audwändig und nur großtechnisch sinnvoll.
Wirkungsgrade sinken bei Minniaturisierung, wegen Abstrahlungs- und Reibungsverlusten.



Kurz gesagt: Zunächst wird kein Geld, sondern ein Konzept gebraucht, das überzeugend ist.



EDIT:
Ist der Prozess aerob oder anaerob? Wird anaerob das Faulgas auch verwertet? Wie sieht es aerob mit der Wasserverdunstung aus dem Kulturmedium aus (Verdunstungskühlung)? Wie werden die ausgegorenen Reste konditioniert und entsorgt?
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Also bei den 4Kg handelt es sich um den oTS. Ich möchte einfach Leuten ermöglichen, sich aus den Abfall der täglich anfällt, Wärme selber zu produzieren und dadurch Heizöl oder Gas zu sparen. Praktisch die Rücklauftemperarur anzuheben. Das die kleine Anlage das nicht komplett alleine schafft ist mir bewusst. Aber ich möchte Anlagen bis 2 m3 bauen. Na ja es war halt nur eine Mitteilung an interessierte. Also wer mit einsteigen möchte ist gerne willkommen.

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iTim
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Ich werde den Bau filmen und bei YouTube Posten. Lasst euch überraschen.
Vieleicht überzeugt euch das dann. Bis dahin kontaktiert mich einfach. Ich bemühe mich eure Fragen bestmöglich zu beantworten.

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iTim
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->die Rücklauftemperarur anzuheben<- Durch eine erhöhte Rücklauftemperatur (von was) vermindert sich der Wirkungsgrad des Kessels, wenn dieser im Gegenstromprinziep gefahren wird. Ob der Gewinn hier den Verlust dort überkompensiert weiß ich nicht.


Filmen erzeugt eine Monstermenge an Speicherbedarf und bringt recht wenig an Information. Ich bitte um eine "klassische" Dokumentatiuon in Wort und sinnvoll wenigen Bildern und Graphiken. Meine Fragen werden darin hoffentlich auch beantwortet...



PS: Man kann ruhig zusätzliche Information durch "Bearbeiten" des letzten unbeantworteten eigenen Beitrages ergänzen.
(eingeloggt rechts oben im Rahmen des Beitrages zu finden)
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Pok
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iTim hat Folgendes geschrieben:
Also bei den 4Kg handelt es sich um den oTS.

Bei wem fallen pro Tag 4 kg Trockenbiomasse an? Küchenabfälle sind von Natur aus extrem nass. Wie willst du die ohne enormen Energiebedarf und Geräteaufwand entwässern? Selbst wenn das gelingt, bräuchte man täglich weit über 10 kg Küchenabfälle, eher 20-40 kg! Soviel produziert ein 4-Personenhaushalt einfach nicht.

Diese ganzen "alternativen" Energie-Versorgungssysteme scheitern oft nicht am eigentlichen Prozess, sondern am Drum-herum. Das technische Konzept kann noch so gut durchdacht sein. Wenn entscheidende Schritte einfach komplett vergessen werden und die Voraussetzungen in der täglichen Praxis einfach nicht existieren, ist es völlig nutzlos.

Wichtige Fragen von Glaskocher z.B. hast du entgegen deiner Bekundungen auch gar nicht beantwortet. Ohne nachvollziehbares und überprüfbares Konzept wirst du keinen einzigen Investor gewinnen, außer vielleicht irgenwelche "Crowdfunding"-Laien, die sowieso nicht kapieren, worum es geht.

Edit: Für einen 4-Personenhaushalt kannst du mit ca. 0,28 kg Trockenbiomasse statt 4 kg pro Tag rechnen (link). Schon das zeigt, dass das Konzept nicht praxistauglich ist.
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Bitte mehr Informationen. Am besten schreibst du ein kleines Paper, dann kann sich jeder mehr darunter vorstellen.
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Mach Dein "crowd fun ding" am besten über Kickstarter.com, die sind real und funktionieren. Es gibt viele andere. Du brauchst ein geiles, professionell-humorvolles Video, aber das hast Du ja sowieso vor. Nimm Dir nicht zuviel vor, im ersten Schritt, nur ein realistisches Zwischenziel. Und Du solltest über Belohnungen nachdenken. Vielleicht ein USB-Stick oder DVD mit der Bauanleitung? Irgendwas nettes.

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