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Suche Experiment für Tag der offenen Tür
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Hallo mal wieder.
Ich habe bald in meiner Schule Tag der offenen Tür und ich suche noch Experimente
Folgendes sollte gegeben sein:
-man kann was mitnehmen nach dem Versuch
-es sollte einigermaßen ungiftig sein, sowohl Edukt als auch das mitnehmbare Produkt
-"leicht" zu machen da wir eine inklusive Schule sind und zusätzlich kommen da 4.klässler

Mfg
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mfg
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Wie wäre es mit dem versilbern von Kupfermünzen?? Da hast du was zum Mitnehmen.

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Viele Grüße
Flo

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Hallo
Zum mitnehmen sind z. B. Papierchromatographie, Cyanotypie oder chemische Geheimschriften schön
Viele Grüße
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hmm, wie wäre es mit einer Kleinigkeit zum Genießen: Melonenkaviar oder vllt. Mangokaviar? zum Vorführen oder fürs Publikum zum selbermachen/versuchen ... warum nicht vllt. drei oder vier "Basislösungen" bereithalten (Vorschlag: Mango/gelb, Melone/grün, Kirsch/rot, Heidelbeer/blau(schwarz))... mehrere Farben z.B., die dann unter Anleitung und mit fachlichem Backgrund auf Spritzen gezogen und zu kleinen Perlen sphärisiert werden.

Chemikalien:
- Natriumalginat
- Calciumgluconat, ~acetat, chlorid oder vergleichbar (man prüfe auf die verschiedenen Geschmäcker der Calciumsalze)
- Wasser
- Fruchtsäfte oder Sirupe

Geräte:
- Einmalspritzen
- Bechergläser
- Magnetrührer
- Vakuumpumpe
- Vakuumexsiccator
- Waage
- Sieb
- Küchenrolle

Hintergrund: Aus Braun- und Rotalgen ist recht leicht eine Substanz zu gewinnen (Alginsäure), die, kommt sie mit Calciumionen in Kontakt als festes Hydrogel aus der Lösung fällt. Das geht so geschwinde, daß sich zwischen zwei Lösungen regelrechte Membrane verfertigen lassen, die, semipermeabel von Natur, für allerlei Späße gut zu brauchen sind, wie sie auch der Einschluß kleiner Flüssigkeitsmengen, insb. Säfte oder Tees darstellen.
Da die Alginatmembrane in weitem PH-, sowie Temperaturbereich stabil bleiben sind auch so saure Säfte wie jene der Citrusfrüchte oder warme Suppen kein Problem.

Beispielhaft kann so auch z.B. der Einschluß pharmaceutischer oder kosmetischer Produkte für die Verabreichung (auch z.B. in "Mikrokapseln") demonstriert werden.
Die Rolle der Chemie daran sollte bei einer Demonstration ruhig einige Hervorhebung erfahren.

ok, nun habe ich mich wieder mal hinreißen lassen, aber ich denke der Sinn wird klar. Smile

Viel Spaß bei den Darbietungen

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Sehr schön zum Mitnehmen und ganz risikolos sind auch die Runge-Bilder (Anleitung von BJ68, Anleitung von Uranylacetat). Naturwissenschaftlicher Hintergrund: Chromatographie.

Immer wieder gut kommt auch die Indikatorwirkung von Rotkohltee an. Falls man da stärkere Laugen nehmen will, darf man das natürlich nicht Kindern überlassen. Aber Essigsäure, Natron und Soda bringen auch schon "Farbe ins Spiel".

Schöne Effekte kann man auch mit Fluoreszenzexperimenten erzielen, Z.B. Chinin (Tonic-Wasser) oder Rosskastanienzweige)

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@110Ds die Idee kam mir auch schon aber brauch ich dafür nicht Zink, erhitzte NaOH und noch iwas? Ich glaube nicht dass wir zinkgranalien bestellen können, ich hab nur pulver und Stangen.
@Eule das ist ne gute Idee, molelularküche. Glaubst du Natriumalginat und Calciumlactat halten sich lange? Ich hab noch ordentlich viel übrig Smile

Mfg

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Oder der Chemische Garten Smile
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@Indikator, wie lange hast du die Sachen denn schon genau wie gelagert? 15 Jahre im feuchten Keller in einer Pappschachtel?
Beides ist wenig zersetzlich, wenn man nur für ordentliche Lagerung sorgt.
Vllt. eine kleine Ergänzung: man fertige sehr kleine Sphären von Geruchsstoffen, die durch darüberreiben zerplatzen und so den Duft freisetzen.

(Mische diese verschiedenen Perlen und finde so ein ganz eigenes "Parfum")

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Zinkpulver ist schon richtig. Hier hab ich ne Anleitung verlinkt.
http://netexperimente.de/chemie/27.htm

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Hallo Freunde des gepflegten Experimentes


Ich muß doch jetzt hier auch mal etwas dazu geben...

- Münzen "versilbern" und "vergolden" über das Kochen in alkalischer Zinkat-Lösung ist eher ein "Lehrer-Experiment", da man mit Natronlauge und offenem Feuer hantiert (Viertklässler im Gedanken). Das Ergebnis ist ein hervorragendes Souvenier!

- Die Papierchromatographie bitte vorher gut testen, da man das Laufmittel auf die vorhandenen Farbstoffe (Filzstifte) abstimmen muß. Erfahrungsgemäß sind Alkohol-Wasser-Mischungen gut geeignet. Die "Entwicklungszeit" kann etwas lange sein... Auch weiße Tafelkreide als "Säule" testen.

- Blaupause: Literaturtipp: 225 * Chemie - ein Experimentierbuch (ausgewählte Versuche aus der anorganischen Chemie) von Kurt Waselowsky. Chemische Kabinettstücke (Roeski 1994). http://illumina-chemie.de/cyanotypie-t3305.html

- Geheimschriften können mit Soda-Lösung geschrieben und einem extrastarken Malventee (oder Rotkohlsaft) sichtbar gemacht werden. Eine Natron-Lösung als Tinte kann für eine zweite Schattierung sorgen, auch Zitronensäure sollte klappen.

- Alginat-Spielereigen sind als "Bubble-Tea"-Einlage toll.


Neuer Tipp:
- "Raketenboote" mit Spüli: Aus Postkarten oder Fotokarton werden kleine Schiffe ausgeschnitten (10*30mm, vorne spitz). Ins Heck wird ein Loch gestanzt (Locher), das sich zu einer "Düse" nach hinten erweitert. Das "Boot" wird in einen Teller mit Wasser gelegt und mit einem Tropfen Spüli ins Loch "betankt". Da hinter dem Boot die Oberflächenspannung herab gesetzt ist zieht es das Boot nach Vorne.

- CO2-Löscher aus Natron und Essig: Eine Kerze (Teelicht) steht brennend in einem 1L-Messbecher. In einen 2L-Messbecher gibt man einen gehäuften Esslöffel Natron und "aktiviert" es mit 2-3 Löffeln Essig. Während der kurzen Erklärung bleibt der große Messbecher mit Pappe abgedeckt, wird beim Experiment in den Becher mit der Kerze "dekantiert", der schäumende Bodensatz bleibt zurück. Bei Verwendung von Essigessenz läßt sich der deutlich essigsaure Rückstand noch zu einem weiteren Experiment nutzen...

- Eisberg aus Natriumacetat-trihydrat. Die Natriumacetat-Lösung wird bis auf 115-117°C in der siedenden Flüssigkeit eingeengt; NICHT weiter! Jetzt in einem völlig sauberen Gefäß (abdecken!) auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Wird die Lösung auf einige Impfkristalle (Teller mit Thermometer oder Rührstab benetzen und breit streichen) ausgegossen, dann wächst ein toller "Tannenbaum" oder anders gestalteter Kristallberg. (Lehrerversuch zum Vorbereiten)

- Gummibär auf Tauchreise: Ein Gummibär wird auf ein kleines Styropor-Boot gesetzt. Über Boot und Bär wird ein ausreichend großes Becherglas gestülpt und mit Inhalt in einer Glaswanne unter Wasser gedrückt. Der Luftdruck im Glas verhindert das Eindringen von Wasser und der "Taucherbär" kommt wieder trocken zur Oberfläche.

- Tintentaucher: Leere Tintenpatronen werden um das Loch mit etwas Draht beschwert, um den Schwerpunkt in seine Richtung zu verschieben. Jetzt wird wenig Wasser eingefüllt und die Patrone in eine PET-Flasche voll Wasser gesteckt. Die verschraubte Flasche wird dann zusammen gedrückt, bis die Tintenpatrone untergeht. Sollte die Patrone nicht rasch genug untergehen, füllt man einen Tropfen Wasser nach (abgesoffene Patronen müssen um einige Tropfen erleichtert werden).

- Cyrri als pH-Indikator: Curcuma-Papier schlägt bei pH>9 (in Sodalösung) von gelb nach braun um.

- Reagenzgläser versilbern: Die Gläser werden mit je einigen Millilitern der drei Lösungen befüllt und im warmen Wasserbad bewegt. Nach dem Entleeren und Spülen mit dest. Wasser (und Alkohol) sind sie ein tolles Souvenier. Link (Beispiel): http://daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de/experimente/effekt/effekt_versilbern.htm


Viel Erfolg beim Experimentieren! Berichte mal über die Auswahl und Resonanz.
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hmm, da bringt mich doch glatt der @Glaskocher auf eine Idee, die zumindest für die älteren Semester ein tolles Souvenir darstellen könnte: Bologneser Tränen a.k.a. Prince Rupert's Drops.

Glas vom Stab schmelzen und in kaltes Wasser fallen lassen, zum Abschrecken.

Als Demoversuch wirklich imposant und als Mitbringsel im Wattekästchen / vorm Fenster aufgehängt auch "heile" schön anzusehen.

Vllt. nicht unbedingt für Viertklässler, obwohl schon früher im Buch des Chemiekastens als Anleitung beschrieben (wenn ich es recht erinnere)

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Die Bologneser Tränen halte ich für zu "explosiv", um sie Kindern mit nach Hause zu geben. Die haben einen enormen Streuradius und zerplatzen (Rissausbreitung im Material) mit Schallgeschwindigkeit. Wenn die zu nahe am Auge explodieren (Begriff bewußt eingesetzt), dann kann es zu bleibenden Schäden kommen, da hier scharfkantige Glaspartikel fort geschleudert werden.

Die Dinger sind ein tolles Demonstrationsexperiment. Man kann sie auch in der geschlossenen Hand "explodieren" lassen, ohne Schaden zu nehmen. Aber bitte NIE mit UNGESCHÜTZEN AUGEN das Ganze beobachten!



Als Deko oder Mitbringsel eignen sich an der Luft (besser in Vermiculite oder Hohlkugelkorund) abgekühlte Tropfen oder unter "Assistenz" des Kindes geblasene Kugeln. Ein Glasapparatebauer macht im Glasmuseum von Wertheim regelmäßig Mitmachaktionen, bei denen dann witzig dekorierte Kugeln entstehen. Er erhitzt das Glas passend und die Kinder/Eltern blasen nach entsprechender Instruktion hinein. Glasperlen machen sollte ab ca. 10 Jahren unter Aufsicht machbar sein. Das geht aber nur in Einzelbetreuung durch eine erfahrene Person! Instruktionen zu Glasperlen gebe ich auf Wunsch gerne.
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