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IllumiNobel-Gewinner 2012

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[Edit: Zeichensetzung und Titel korrigiert und verschoben]

Ich habe das heute mal schnell ausprobiert. Es geht wirklich schon bei Raumtemperatur erstaunlich gut. Interessant (aber eigentlich völlig logisch) ist, dass die schwarzen Wolken auf dem Fluoreszenzschirm sofort verschwinden, wenn man das Quecksilber im Schälchen mit etwas Wasser bedeckt.

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NI2
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lemmi hat Folgendes geschrieben:
[Edit: Zeichensetzung und Titel korrigiert und verschoben]


Ehrlich gesagt kann ich mich mit dem Namen noch nicht ganz anfreunden. "Sichtbarmachen" klingt so plump. Da wäre, gerade wenn dieser Versuch bei den Show-Experimenten landet ein Titel wie "Quecksilberschatten" oder ähnliches sinnvoller.

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IllumiNobel-Gewinner 2012

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Zur Kategorie habe ich mir auch überlegt wohin es passt. Eine wirkliche analytische Methode ist das ja nicht obwohl man Nanogramme Hg sichtbar macht. "Organik/Anorganik" war mir zu allgemein (ist diese Kategorie eigentlich immer). Wegen des beeindruckenden Effektes habe ich mich für Showversuche entschieden. Aber da bin ich nicht stur.

Sichtbarmachen finde ich nicht plump. Immerhin habe ich das hässliche substantivische Gerundium "Sichtbarmachung" vermieden. Aber den Titel darfst du gerne anders benennen. Ein schöner ganzer Satz wäre auch o.k. ("Wie man Quecksilberdämpfe sichtbar macht" - "Quecksilberdämpfe mit einfachen Mitteln sichtbar gemacht").

Nur "Visualisierung" ist nicht erlaubt, weil es der falsche Ausdruck ist (s.o.). Wink

A propos: ich wäre auch dafür die Kategorie "Show-Versuche" in "Schauversuche" umzubenennen. Das klingt mehr nach Demonstration eines Phänomens und Ästhetik und weniger nach Las Vegas und Angeberei.

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Pok
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Weil lemmi mir eine DC-Platte spendiert hat, hab ich den Versuch mal mit ner billigen UVC-Lampe nachgemacht.


1 ml Hg auf nem Deckel vor der DC-Platte

Noch ein paar Details zu diesem Lampentyp ("SAFE 1038 UVC-Tester"):

Gehäuse abmontiert (am anderen Ende siehts genauso aus).


Im angeschalteten Zustand (am anderen Ende reicht das Leuchten bis zu dieser Heizspirale/Elektrode). Mit Gehäuse sieht das Licht genauso aus, weil es keinen Filter gibt.

Das Video ist nicht so schön wie das von NI2, aber man kanns erkennen. Die Menge von 1 ml war vermutlich etwas zu gering, um solche schönen Dampfschwaden zu erzeugen. Wenn man ein bisschen pustet, sieht man sie aber. Sie sind auch nicht so schwarf, weil ich die Lampe einfach draufgehalten habe. Mit der empfohlenen Lochblende müsste der Schatten schärfer sein, aber dann wäre es zu dunkel für ein Video geworden.


Sichtbarmachen von Quecksilberdämpfen
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Gut gemacht. scheinbar ist es reproduzierbar.
Wäre interessant wie lange es ginge bis der Tropfen verdampft währe. Question
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NI2
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Pok hat Folgendes geschrieben:

Das Video ist nicht so schön wie das von NI2, aber man kanns erkennen. Die Menge von 1 ml war vermutlich etwas zu gering, um solche schönen Dampfschwaden zu erzeugen. Wenn man ein bisschen pustet, sieht man sie aber. Sie sind auch nicht so schwarf, weil ich die Lampe einfach draufgehalten habe. Mit der empfohlenen Lochblende müsste der Schatten schärfer sein, aber dann wäre es zu dunkel für ein Video geworden.


Das Problem hatten wir am Anfang auch, 1 mL reicht durchaus aus, sofern es warm genug ist, da es am Anfang recht kalt war hat man nicht allzuviel gesehen, wir hatten verschiedengroße Lochblenden gebaut, die kleine War auch für ein Video zu dunkel (konnte zu dem Zeitpunkt Isowerte nicht erhöhen und hätte nachträglich keinen guten Rauschfilter gehabt), daher eine etwas größere Lochblende und das Hg so nah wie möglich an die Platte gestellt.

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Ich bin immer noch neugierig, was das für eine lampe ist. Kann einer von den cracks dazu was sagen?

Pok, hast du ein Spektroskop mit dem du mal gucken kannst, was da für Linien emittiert werden? (NEIN, mein Handspektroskop schicke ich dir nicht! Mr. Green )

Es kann eigentlich nur eine Hg-Dampflampe sein. Dann müsste sie sämtliche Hg-Linien emittieren, angefangen bei der Alpha-Linie (456 nm - grün). Da sie keinen Filter hat, wird das Licht alle Wellenlängen enthalten. Ob das für die DC stört (z.B. indem manche Fluoreszenzlöschungen überdeckt werden, weil die betr. Substanz bei z.B. 365 nm fluoresziert und das die Löschung wieder auslöscht...) wäre durchaus interessant zu wissen. Dafür wäre eine geeignete Versuchssubstanz z.B. Chininsulfat. Das sollte eine Fluoreszenzlöschung bei 254 nm machen, aber seinerseits bei 365 nm fluoreszieren.

Auch interessant wäre, ob man die Lampe für den "Sternenhimmelversuch" mit Magnesiumbromid bzw. Magnesiumchlorid nehmen kann.

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Das ist eine Quecksilber-Niederdruck-Lampe sie emittiert hauptsächlich auf 254nm, zumindest scheint sie dafür gebaut zu sein, da steht ja UV-C drauf. So eine ähnliche habe ich auch, die leuchten nur sehr schwach im Sichtbaren. Wenn man sie leuchten sieht soll man nicht reinschauen, denn dann weiß man dass man grade zu viel unsichtbares UV-C Licht abbekommt.
Sie haben keinerlei Filter oder Ähnliches, zumindest ist mir nichts dergleichen bekannt und letzte Endes ist das gleiche wie eine handelsübliche Leuchtstoffröhre, nur ohne die Leuchtstoffe und mit Quarzglasmantel.
254nm ist eine sehr starke Linie bei Niederdruck-Lampen. Um die höheren Linien auch anzuregen verwendet man höhere Druckbereiche, dann sehen die Lampen aber ganz anders aus.
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Passende Bandpass-Filter gibt es unter anderem hier: http://www.ebay.de/itm/-/310992441854
Meine UV-C Lampe leuchtet auch stark über den ihr bescheinigten Wellenlängen, die Filter sind wohl auch der Grund warum TLC/Mineralienlampen so teuer sind.
Wie wäre es mit einer Sammelbestellung in China? http://www.alibaba.com/product-detail/254nm-Optical-Narrow-Bandpass-Filter-with_60368605054.html?spm=a2700.7724857.29.111.zMwGbp
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Pok
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Die Filter sind ja interessant. Bei nur 20 % Transmission wäre aber eine stärkere Lampe sinnvoll. Für Teiche gibts solche Lampen in ähnlichem Preisbereich (offenbar zur Wasserdesinfektion), dazu braucht man noch ein Netzteil. Der Nachteil dieser kleinen Billiglampen ist auch, dass sie batteriebetrieben sind und die Batterien vermutlich relativ schnell schlapp machen. Bisher hat meine Lampe mit 4 AA-Batterien ca. 30 min durchgehalten. Glaube aber nicht, dass die noch lange Saft geben.

@lemmi: habe weder Chininsulfat noch die Chemikalien für den Sternenhimmel-Versuch. Hier das Spektrum:

Die Linien sind alle um 5-10 nm verschoben, aber wie man sieht, ist es das Hg-Spektrum. Vergleich: wikipedia-Foto

Die Verschiebung der Linien kommt daher, dass ich das Spektroskop wohl damals nicht ganz akkurat zusammengeschustert habe. In Wirklichkeit ist die rechte Linie übrigens orange, aber auf dem Foto wirkt das anders. Hier das Spektroskop:


Den Bausatz fürs Spektroskop kann man hier kaufen. Die Lichtquelle muss aber wirklich äußerst hell sein, damit man die Linien erkennen kann. Ich musste das Spektroskop sehr nah an eine Fliese halten, die das Licht der Lampe reflektiert hat.
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Die UV-C Lampen sind wirklich nicht zu unterschätzen. Ich habe auch so eine. Sobald man sich mit der Hand auf ein paar Zentimeter nähert riecht es "brenzlig". Die Röhren finden z.B. in Sterilbänken oder zur Entkeimung von Wasser Verwendung.

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Xyrofl hat Folgendes geschrieben:
Das ist eine Quecksilber-Niederdruck-Lampe sie emittiert hauptsächlich auf 254nm, zumindest scheint sie dafür gebaut zu sein, da steht ja UV-C drauf....

Was meinst du mit "hauptsächlich"? Nach dem Spektrum, das Pok aufgenommen hat, sind doch alle Spektrallinien vorhanden.

Ich habe gerade "ein Auge riskiert" und meine DC-Analysenlampe mal kurz mit dem Handspektroskop angeguckt. Weder bei der 365nm- noch bei der 254nm-Röhre sieht man irgendwelche Spektrallinien . Auch nicht die Blaue bei 435nm. Die Filter müssen ziemlich genau arbeiten.

Mein Geldscheinprüfer hat zwar keinen Filter, aber die Röhre ist mit einem violettschwarzen Belag beschichtet. Wann man den durchs Spektroskop anguckt sieht man die blaue Linie bei 435nm, nicht aber die grüne oder orangene Linie.

Bleibt die Frage, ob man die so genannte "UV-C-Röhre" (die in Wirklichkeit eine "Sichtbar-UVA-UVB-UVC-Röhre" ist) zur Analyse von DC-Platten nehmen kann? Der Hg-Dampf-Versuch ist nicht geeignet, diese Frage zu entscheiden.

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Natürlich sind die Linien da, das Gerät hat ja auch einen simplen Glasmantel, der filtert gar nichts. Aber selbst die starken UV-C Lampen sehen mit dem bloßen Auge nicht besonders hell aus. Ihr Licht ist zu einem Großteil UV-Licht, insbesondere UV-C mit 254nm.

http://www.msscientific.de/hg2_niederdruckstrahler.htm

Mitteldrucklampen und Hochdrucklampen dagegen sehen extrem grell aus weil die sichtbaren Linien eine viel höhere Intensität haben.
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Guten Abend,

in der Schule haben wir eine UV-C Lampe von Osram (254nm), ohne Filter, diese regt eine Wässerige, Schwefelsaure Chininsulfatlösung nicht zur Fluoreszenz an. Die Lampe besitzt auch noch eine Schwarzlichtröhre, in dessen Licht die Fluoreszenz der Chininsulfatlösung sehr stark ist.

mfG
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Sichtbarmachen von Quecksilberdämpfen
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