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Schnappdeckelgläser
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Hallo Leute,

Da mir seit langer Zeit immer wieder die Vorratsgefäße ausgehen und das Kaufen von Schraubgläsern wie die von Aponorm mir mittlerweile zu teuer ist, wollte ich mir eine größere Menge anderer Vorratsgefäße anschaffen. Dabei geht es mir insbesondere um die Aufbewahrung von Feststoffen im 0,5-5g Bereich. Ich hatte schon Reagenzgläser mit Schraubverschluss (Kimble) ausprobiert, allerdings ist mir die Befüllung und Entnahme von Pulver etwas zu umständlich. Daher plane ich, mir ca. 100-150 Schnappdeckelgläser der Größe 15 mL zuzulegen, evtl. auch in Braunglas-Ausführung.

Meine Frage wäre hierzu: Welche Vorteile und Nachteile habe ich mit dieser Entscheidung? Wichtig wäre mir vor allem die Frage, wie dicht Schnappdeckelgläser sind, wenn man sie vllt. zusätzlich noch mit Parafilm umwickelt. Könnte ich z.B. oxidationsempfindliche Aldehyde lagern?

Ich muss sagen, dass ich die Schnappis von der Handhabung her super finde und mit 30 Cent pro Stück sind sie sehr günstig. Platzsparend sind sie auch, denn ich habe zunehmend das Problem, dass meine Schränke prall gefüllt sind. Das wird natürlich nicht besser, wenn ich 5g von meinen Produkten in 100 mL Aponorm-Dosen fülle...
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Ich verwende auch viele Schnappdeckelgläser und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Jedenfalls bei Feststoffen finde ich sie besser (dichter) als Schraubdeckelgläser in ähnlicher Größe. Sonderbarerweise gibt es manchmal Chargen, bei denen die Deckel nicht gut sitzen - da ist man wohl dem Zufall ausgeliefert. Für kleine Mengen von Flüssigkeiten bevorzuge ich allerdings die kleinen Braunglasflaschen aus der Apotheke (5, 10, 20 oder 30 ml) mit Schraubverschluss.

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Ja, also Flüssigkeiten hätte ich jetzt gar nicht in Betracht gezogen, das wäre wohl zu nasty... Werde mir jetzt dann einfach mal 150 Gläschen bestellen. Aber sind die wirklich dichter als Schraubgläser? Ich könnte mir vorstellen, dass manche Stoffe durch das dünne Plastik des Deckels diffundieren...
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Würde die Dichtheit anzweifeln. Also habe jahrelang damit gearbeitet.
Und Parafilm beruhigt die Psyche, macht es aber nicht wirklich dichter. Ist meine Meinung.
Also für viele Feststoffe ganz prima aber fürs Lagern würde ich immer Schraubflaschen bevorzugen.
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Vanadium hat Folgendes geschrieben:
Ja, also Flüssigkeiten hätte ich jetzt gar nicht in Betracht gezogen, das wäre wohl zu nasty... Werde mir jetzt dann einfach mal 150 Gläschen bestellen. Aber sind die wirklich dichter als Schraubgläser? Ich könnte mir vorstellen, dass manche Stoffe durch das dünne Plastik des Deckels diffundieren...


So 'nasty' ist das gar nicht. Leichtsieder sollten da natürlich nicht unbedingt rein, richtig unpolare sphärische Moleküle auch nicht (diffundieren durch den Deckel) und sie sollten nicht umfallen, weil dann der Deckel wirklich nasty wird, daher würde ich auch keine sehr giftigen oder gefährlichen Flüssigkeiten darin lagern, sofern ein Umkippen nicht verhindert werden kann (z.B. kurzzeitige Lagerung wenn das Vial im Stativ eingeklemmt ist, da kann man auch Reaktionen wie eine Methylierung mit Methyliodid drinnen machen, geht ohne Probleme). Ich finde sie gerade für viskose Flüssigkeiten oder auch normale ganz gut geeignet. Habe auch noch welche mit organischen Lösungsmitteln die seit Jahren seitlich in irgendwelchen Kartons liegen. Bisher ist da noch nie was ausgetreten - da habe ich mit Schraubdeckelflaschen aller Art wesentlich schlechtere Erfahrungen gemacht.

EDIT: @zweitens, so können die Meinungen und Erfahrungen auseinander gehen Very Happy Aber ja, Parafilm ist bei Flüssigkeiten sinnvoll, diesen haben angesprochene in den Kartonsliegende Vials ebenfalls.

EDIT2: Allerdings geht nichts über die guten Fluka und Sigma Flaschen. Ich weiß nicht genau aus was die Deckel bestehen, aber die widerstehen (fast) allem.

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@zweitens: Hast du denn konkrete "Undichtheitserscheinungen" beobachten können wie Zersetzung von empfindlichen Substanzen oder Gewichtsverlust bei flüchtigen Stoffen? Übrigens bin ich der Meinung, dass Parafilm einiges bringt. Ich hatte früher immer eine starke Geruchsbelästigung im Lab und seit alle Flaschen umwickelt sind, ist dies zu 75-90% zurückgegangen.

@NI2: Das finde ich ja cool, dass die nicht einmal im Liegen dazu tendieren auszulaufen, weil ich nämlich genau das erwartet hätte. Ich weiß jetzt auch nicht genau aus welchem Material der Deckel der Schnappis ist, aber wird das Material nicht evtl. angegriffen? Aber dass man keine flüchtigen Sachen reinfüllen sollte, ist sowieso klar... und kein Campher und Adamantan... (oder Bromcyan )
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NI2
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Vanadium hat Folgendes geschrieben:
@NI2: Das finde ich ja cool, dass die nicht einmal im Liegen dazu tendieren auszulaufen, weil ich nämlich genau das erwartet hätte. Ich weiß jetzt auch nicht genau aus welchem Material der Deckel der Schnappis ist, aber wird das Material nicht evtl. angegriffen? Aber dass man keine flüchtigen Sachen reinfüllen sollte, ist sowieso klar... und kein Campher und Adamantan...


... wobei es vermutlich darauf ankommt ob man die richtigen Deckel hat! Ich erinnere mich, dass ich ganz früher Schnappis mit solchen "lapprigen" Deckeln hatte. Diese halten absolut nichts sondern siffen durch! Stepfan hatte mir vor etwa 2 jahren Schnappis besorgt, bei denen die Deckel sehr eng anliegen - zum schnellen Öffnen zu eng, aber die sind absolut dicht. Ich schaue mal ob ich gerade noch solche Vials finde, dann mache ich schnell Fotos.
Die Deckel werden aus PP (?) sein. Wenn man empfindliche Proben, vorallem wenn man davon wenig hat, sollten diese nicht in schnappis mit Lösungsmitteln, weil es sein kann dass so Verunreinigungen aus dem Deckel gelöst werden könnten, ein ähnliches Problem hat man ja auch bei Eppis.

Zitat:
Bromcyan


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Ich verwende schon seit Jahrzehnten 20ml Schnappdeckelgläser zum aufbewahren kleiner Substanzmengen.
Für flüchtige , agggresive und flüssige stoffe muss man sie nur zusätzlich abdichten.
Ich verwende hierfür immer Teflonfolie die ich zurrechtschneide und in den deckel einfüge ( siehe bilder )
Bei ganz unangenehmen sachen versiegle ich die behälter noch zusätzlich, indem ich die deckel und behälter in eine
ethanolische PVB Lösung eintauche, dann ist alles dicht, und auch relativ sicher vor glasbruch , aufgrund der Kunststoffhülle





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Die können schon dicht sein. Also ich habe keine konkrete Undichtigkeit beobachtet. Aber mein Vertrauen ist nicht da.
Z.B. kann man bei bestimmten Substanzen leicht mal was ausschütten beim Deckel öffnen. Und mit H2O/D2O Mischungen habe ich IR gemacht und da wäre mein Vertrauen in die Gläser bei den genauen Mischungen bei Stunden. Nicht Wochen. Aber das waren empfindliche Messungen...
Ich habe wenige Gläser mit Fluoriden drin, die zumindest so viel HF abgegeben haben innerhalb Wochen, dass das Glas innen milchig also angeätzt ist. Will nicht sagen, dass die Feuchte nicht vielleicht in Spuren schon im Pulver war und bei Schraubgläsern nicht das gleiche passiert wäre. Weiß ich nicht. Zumindest kann ich die Nase dran halten und hätte keine Sorge, das da nennenswert was durch den Deckel/Dichtfläche geht.

PS das mit der Teflonfolie hat auch nicht mein Vertrauen, die Oberflächernhärte vom Teflon und somit Nachgiebigkeit bei harten Staubkörnern an der Dichtfläche oder Glasfehlern wäre mir zu hoch und das zu unsicher.

Edit: Also Zersetzung meiner Substanz, naja die Sache mit den selbst hergestellten speziellen Fluoriden bzw. auch einem gekauften war nicht so prickelnd. Also entweder das Glas war nicht dicht (was am wahrscheinlichsten ist) oder es war schon so feucht.
Aber es spricht viel dafür, dass Feuchtigkeit rein gekommen ist, denn dann bildet sich HF und nicht wenn der Behälter ganz dicht und und zumindest nicht mit gekauftem Pulfer.
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Zitat:

PS das mit der Teflonfolie hat auch nicht mein Vertrauen, die Oberflächernhärte vom Teflon und somit Nachgiebigkeit bei harten Staubkörnern an der Dichtfläche oder Glasfehlern wäre mir zu hoch und das zu unsicher.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Anpresskraft des dünnen PE(?) Deckels sehr gering ist und mit der Zeit abnimmt. Dem ggü. hat man beim Zuschrauben eines Deckels die ganze Kraft auf ein paar mm², da kommen bei den kleinen Flaschen leicht mehrere kg bzw. viele bar zusammen, bei den üblichen GL45-Gewinden viel mehr. Die Anpresskraft bzw. der Anpressdruck ist eine kritische Größe, wenn es darum geht, dass eine Dichtung auch dicht sein soll. Hier etwas zum lesen.
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Manche Schraubdeckel haben zwei separte Dichtflächen.
Wer das nicht kennt, kann gerne mal Bilder hochladen. Habe diese Sicherheitsdeckel auch erst vor kurzem kennen gelernt. Also diese Ausführung.
Also der Deckel dichtet unten an der "Halskrause" und oben am Rand. Der Deckel ist zweiteilig und zweifarbig. Innen gelblich, außen weiß.
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Meiner Erfahrung nach gibt es da viele verschiedene Qualitäten. Ich habe mal von Huberlab solche gekauft, die nicht richtig dicht sind, oder zumindest nicht alle (Deckel vermutlich aus PE).

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Ich habe mir jetzt 140 Schnappis gekauft! Man könnte natürlich einmal die Probe aufs Exempel machen und etwas Sauerstoff-empfindliches hineinfüllen wie Benzaldehyd Smile Naja schauen wir mal
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Vanadium hat Folgendes geschrieben:
Man könnte natürlich einmal die Probe aufs Exempel machen und etwas Sauerstoff-empfindliches hineinfüllen wie Benzaldehyd Smile


da kannst du lange warten, so super empfindlich ist das nicht. Wie wär's mit alkalischer Hydrochinonlösung? Mr. Green
Oder am besten gleich eine Sauerstoffbestimmung nach Winkler (MnSO4 Lösung + alkalische Iodidlöung)? Mehrere Gläser gleichzeitig damit befüllen und nach unterschiedlich vielen Tagen (1, 3, 5, 10, 30...) das nach ansäuern gebildete Iod titrieren... das wäre mal ein wissenschaftlicher Zugang Smile
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Die die wir hatten, waren immer stramm dicht. Zwei Längen bei den dünnen (ca. 15mm Durchmesser, entweder ca. 3cm oder 5cm hoch und dickere (20-25mm Durchmesser), auch lange).
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Schnappdeckelgläser
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