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Schliffbauteile fetten?
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Da ich noch nie solch luxoriöse Teile besessen habe ergibt obige simple aber doch interessante Frage.

Welche Schliffbauteile sollte man fetten, welche nicht?

Und warum?

Und welches Fett für was?

Und sind diese Teflonmanschetten ein Ersatz fürs fetten, oder eine zusätzliche Angelegenheit, oder gar nicht sinnvoll?

Beispiele:

Die Braunglasflasche für die Aufbewahrung 65%-iger HNO3 . Den Schliffstopfen irgendwie fetten oder nicht?
Der Glashahn am Tropftrichter.....
Die Verbindungen in einer Apparatur zum verdampfen von Flüssigkeiten mit Ableitung der Gase in eine Waschflasche.......
Die Vakuumdestille..........

Bin gespannt auf Eure Antworten

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Hallo,

Der Sinn von Schlifffett ist im Allgemeinen, adss sich die Schliffe nicht aneinander festbacken und man sie z. B. nicht mehr herausbekommt, zudem wirkt Schlifffett abdichtend.

Welches Fett: Das kommt ganz drauf an, z. B. benötigt man für Exsikattoren kein Hochvakuumschlifffett Wink

Teflonmanschetten sind durchaus ein empfehlenswerter Ersatz für Schlifffett, ich persönlich verwende z. B. nur noch solche, da Schlifffett z. B. Präparate verunreinigen kann etc., bei der Arbeit mit aggressiven Stoffen, z. B. Oleum, Schwefeltrioxid etc. sollte man allgemein nur Teflonhülsen verwenden.

1. dazu muss man sagen, dass die Lagerung von 65%iger Salpetersäure nicht besonders sinnvoll ist, es empfiehlt sich dabei doch eher eine Gewindeflasche. Ist nur die Schliffflasche vorhanden, so würde ich nicht fetten, sondern eine Telfonhülse verwenden.

2. im Allgemeinen schon, beim Arbeiten mit Brom etc. jedoch nicht, da sich Brom und Schlifffett nicht vertragen Wink

3. Das wäre sinnvoll, wobei es in deinem Beispiel aber auch nicht dringend nötig ist.

4. Unbedingt! Dafür empfiehlt sich aber die Verwendung von Vakuumschlifffett.

LG
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Ich nutze auch nur noch PTFE-Manschetten. Die sind zwar relativ teuer, aber auch eine einmalige Anschaffung, man hat keine Sauerei mit dem Schlifffett, sie sind chemisch inert und das Produkt kann nicht verunreinigt werden.

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Für agressive Stoffe gibt es fluorierte Schlifffette, aber hier kann man wie gesagt auch Teflonhülsen verwenden. Wenn allerdings eine hohe Dichtigkeit gewährleistet werden soll, wie eben bei der Vakkuumdestillation, oder aber auch bei Arbeit unter strengem Feuchtigkeitsausschluss (und gerade viele der so zu handhabenden Verbindungen sind sehr agressiv) so muss schon Schlifffett verwendet werden.

Zitat:
Der Sinn von Schlifffett ist im Allgemeinen, adss sich die Schliffe nicht aneinander festbacken und man sie z. B. nicht mehr herausbekommt,


Sie "backen" nicht aneinander fest (würde Festkleben oder Sog bedeuten) sondern verkanten sich, da ein Schliff auch nie perfekt geformt ist.
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Insbesondere im Vakuum verkannten sich die ungefetteten Schliffe sofort. Zudem finde ich, ist das Knirschen von ungefetten Schliffen unerträglich. Das ist wie, wenn man mit den Fingernägeln an der Tafel runterkratzt. Ein bisschen knirschen die auch wenn man die gefettet hat, und sich das Fett noch nicht gleichmäßig verteilt hat. Da bekomme ich immer Gänsehaut.

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Ich hab mir mal die rechte Pfote quer aufgeschlitzt, als ich ne angeknackste Füllkörperkolonne mit ungefettetem Kernschliff wieder entfernen wollte. Das Teil das noch drin steckte hat mein Vater grad noch so mit ner Rohrzange rausbekommen, als ich mir die Hand abgebunden hab Very Happy.

Also immer fein Fetten! Wink
Ich nehme immer maschnielles Silikonfett aus DDR-Produktion.


MfG TC

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Übliche Fette:
Vaseline:
Vorteile: spottbillig, leicht restlos zu entfernen
Nachteile: schmilzt bei höheren Temperaturen und kann dadurch Produkte verunreinigen

Silikonfette:
Vorteile: Hoher Temperaturbereich, gute Adhäsion, sehr inert
Nachteile: teuer, schwierig restlos zu entfernen, klebt wie sau

Lithiumfette:
von den Eigenschaften zwischen Vaseline und Silikon

Kapsenberg Schmiere:
nur bedingt einsetzbar, super bei mechanisch belasteten teilen wie KPG rührern etc.

Ansonsten je nach Anwendung ne ganze Latte anderer "Fette".

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Reinhard Mey Das Narrenschiff
...in diesem Sinne:
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Wichtig ist bei den Fetten nur das äussere Drittel des Schliffs zu fetten.
Ist der dann blank und klar dann ist der Schliff auch dicht. Hier gilt: weniger ist mehr.
Bei den Manschetten kann ich Dichtigkeit nur vermuten. (besonders bei einem Kratzer im Schliff)
Auch Teflon-Paste und lässt sich gut und sehr sparsam verwenden.
Man kann den Schliffkern auch mit Teflon-Spray einsprühen und kurz antrocknen lassen. Empfiehlt sich auch für Laborflaschen, besonders mit denen die gerne verbacken.
Und für die "leicht erhöhte Temperatur" bei Quarz ist Graphit das Mittel der Wahl. Hier wird jedoch der ganze Schliff "gepudert" und eingedreht bis er gut verteilt ist.

Bei besonders kritischen Apparaturen habe ich die Schliffe mit Korundpulver nass nachgeschliffen. Das geht wider Erwarten recht schnell. Als Körnung nehme ich da 200, 400 und 800-Pulver ( hatte mir mal ein Glasbläser vererbt). Bei sorgfältiger Bearbeitung ist der Schliff fast schon ohne Fett dicht. (auch Schleifpaste zum Einschleifen von Ventilen eignet sich, gibt es auch in verschiedenen Körnungen und ist sogar wasserlöslich). Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn immer die gleichen Schliffe zusammengesetzt werden. Erst beim selber Einschleifen merkt man wie wenig passgenau viele Schliffe sind.

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Schlifffett lässt sich übrigens wunderbar mit Benzin entfernen. Ansonsten ist das nämlich ziemlich schwer wegzubekommen.

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Ich habe heute meinen 25cm exsi bekommen. der hat einen Planschliff zwischen Deckel und Bode. Muss ich den jetzt Fetten(sieht sehr dicht aus) oder ein Gummring dazwischen machen, wenn ich den evakuieren möcht.

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Ein Exsikkator muss selbstverständlich auch gefettet werden, jedoch gibt es dafür spezielle Exsikkatorfette, die nicht so teuer wie herkömmliches Schlifffett sind.

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„Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist. “
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geht auch normales vakuumschlifffett oder Vaseline.

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Geht? Gehen auch die richtigen Satzzeichen.

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sry ok. Is ja jetzt nicht so schlimm, oder ?

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Boxah hat Folgendes geschrieben:
sry ok. Is ja jetzt nicht so schlimm, oder ?


Wenn man es einmal macht nicht, wenn man es permanent macht, so sollte man dies sich doch "abgewöhnen", wobei ich fast der Annahme bin, dass es sich dabei nur um Faulheit handelt. Und es ist meiner Meinung nach nicht besonders kompliziert, an entsprechenden Stellen ein Satzzeichen zu setzen.

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