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Mit heißer Chromschwefelsäure bekommt man auch alles weg...
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Ja, aber sie ist auch ziemlich giftig durch das Chromat darin. Im gewerblichen Gebrauch ist sie inzwischen verboten. Zusätzlich ist heiße Schwefelsäure an sich nicht "ohne", da ihr kaum Handschuhe oder Ähnliches wiederstehen.
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Du hast hier natürlich vollig recht! Nur gibt es auch die Spezialfälle, wo wirklich nichts anderes mehr hilft und man auf diese "Ultima Ratio" zurückgreifen kann, und das Glasgerät wieder sauber zu bekommen...
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Man muss aber auch bedenken, dass es danach nicht perfekt "sauber" ist, sondern eben stark mit Chrom beladen. Weil Glas immer auch aus löslichen Komponenten besteht und nicht nur aus inertem SiO2 wird es durch die Säure auch oberflächlich porös und kann dann mehr Ionen binden. Je nach Anforderung kann das genauso schlimm sein wie ein leichter Schmierfilm oder organische Spuren.
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Normalerweise ist Glas gegen Säuren sehr stabil, ausgenommen Flusssäure. Allerdings können die oberflächlichen Silanol-Gruppen zum Teil als Ionentauscher wirken und Kationen reversibel adsorbieren. Alkalische Reinigungsmedien schaden dem Glas stärker, da sie nach und nach das Silikatgerüst abbauen. Natronlauge in Glasflaschen ist langfristig nicht gut; das Glas löst sich darin langsam auf.
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Ja, das Silica-Grundgerüst ist stabil gegenüber Säuren, aber der Alkali-Anteil in der Glasmasse ist es nicht, der wird mit der Zeit herausgelöst, der Boroxidanteil auch. Deswegen können von Borosilikatglas oder gar AR-Glas mehr Schwermetallionen aufgenommen werden als von einer glatten Quarzoberfläche. Natürlich ist das Borosilikat der Laborgläser ziemlich resistent gegen Säuren, es ist also nicht zu erwarten, dass am Ende nur noch ein durch und durch poröses Gerippe ähnlich einem Kieselgel übrig bleibt (wie bei den absichtlich säurelabilen Vycor-Gläsern), aber ganz sicher wird auch deutlich mehr Chrom gebunden als nur ein "Monolayer" auf einer glatten Oberfläche, denn die Oberfläche wird sehr wohl rau bis porös sein.
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Reinigen von Glasgeräten mit Knabberwasser
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