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Rauchpilz
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kleines Glasfläschen (Arzneimittelfläschen) 1,5 cm Durchmesser, 3 cm hoch maximal!

Chemikalien:

Dibenzoylperoxid
Anilin

Vorgehensweise:

In das Fläschen gibt man ca. 1cm Dibenzoylperoxid
Dazu gibt man dann am besten mit einer Spritze einige Tropfen von dem Anlin.

Die Reaktion setzt nach ca 15 sec ein und es steigt mit einem schönen ffffffssssssssschhhhhhhh-Geräusch ein dunkelgrauer kräftiger Rauchpilz auf, der schön chemisch/teerich riecht.
Man kann, muss die Sache aber nicht in geschlossenen Räumen losgehen lassen.

Ich habe diese "Rauchbombe" als Schüler mal mit einer Schicht von 2cm Dibenzoylperoxid und einigen ml Anilin auf der Fensterbank vor dem offenen Fenster unseres Klassenzimmers gestartet genau in dem Moment als der Lehrer am eintrudeln war. Mit einem deutlichen Fffffuuuuuusssssschhhhhhhh stieg der dichte Rauchpilz auf, zog durch das Fenster in den Raum teilte sich in zwei Ströme einer rechts ums Lehrerpult der andere links rum um sich dann wieder zu vereinen und weiterhin als dichte Rauchschwade nach hinten weg durch das Klassenzimmer zu ziehen.
Spek-ta-kulär war das. Zu "meiner Zeit" blieb die Show auch folgenlos.
Heute würden hysterische Eltern und die Lehrerschaft einen vermutlich mit einem n-dimensionalen Array von Anwälten kurz und klein klagen.
Also nicht nach machen!

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NI2
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Ich weiß nicht so ganz was ich dazu sagen soll. Aber erstmal Willkommen im Forum. In der aktuellen Fassung ist dieser Artikel als Showversuch leider nicht zu gebrauchen. Ich empfehle daher ihn entsprechend zu überarbeiten (dazu kann man andere Show-Versuche heranziehen) und zu bebildern, da der andernfalls entsorgt werden würde.

NI2

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Kannst Du mir sagen, woher das Rezept stammt? Ich würde gerne ein Wenig mehr zur Chemie dabei lesen, um entscheiden zu können, wie sicher das Experiment in einem Experimentalvortrag ist (Saal oder Abzug). Muß das Benzoylperoxid irgendwie vorbereitet werden, oder funktioniert das Experiment mit der mit 25% Wasser phlegmatisierten Ware aus dem Handel?

Anilin ist eine giftige Chemikalie, und der MAK-Wert von 8mg/M3 ist auch nicht gerade hoch.
In jedem Fall fehlen noch die Sicherheitshinweise zu den Edukten.
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Die Sache habe ich vor ungefähr 30 Jahren zuletzt gemacht als ich noch Schüler war. Das Benzoylperoxid ist nur in der nicht wasserfreien Version sicher handhabbar. Und die hatte ich damals auch, denke ich mal. Dass die Substanzen und die Reaktionsprodukte etwas toxisch sind, ist klar. Man kann den Rauch-Effekt für sich machen oder für Leute, denen das Risiko bewusst ist. Man kann es im Raum machen wenn man eine gute Absaugung hat.

Ich hatte damals noch andere Rauchmischungen ausprobiert mit Ammoniumchlorat oder Hexachlorethan, die alle ohne Feuererscheinung Rauch erzeugen.
Eine Mischung konnte durch Zugabe eines Tropfen Wassers gezündet werden.

Die haben dann je nach Menge entsprechend viel Rauch gemacht und sind nur was für draussen. Der Geruch war auch schön herb so chlorig wie Chemieunfall.

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Das waren sicher großartige Zeiten. Heutzutage geht das gar nicht mehr, selbst Pyrotechnik-Enthusiasten würden einen dafür ein Pyrokiddie nennen, derart riskante Versuche in Klassenzimmern zu machen, wobei selbst der Begriff Pyrokiddie aus nem anderen Jahrzehnt zu stammen scheint, es gibt sie einfach kaum mehr. Genauso wie der Dichromatvulkan ist dieser Versuch ein richtiger Dinosaurier in jeder Hinsicht. Großartig, gefährlich und ausgestorben.

Wenn du den Versuch irgendwo sicher und vor allem auch legal durchführen kannst (ist nicht leicht, weil Anilin und insbesondere seine Zersetzungsprodukte als aromatische Amine zu den Hochrisikostoffen zählen) und eine gute Kamera hast, dann wäre es eine Wohltat ihn zu dokumentieren, damit wir ihn alle sehen können. Aber als Anleitung taugt er sehr wenig, denn das sollte niemand mehr daheim machen, genauso wie die Versuche mit perchlorierten Oxidationsmitteln wie die Bergermischung, wo polychlorierte Aromaten und Dioxine entstehen können oder mit Chlorat, die direkt als Sprengstoff gelten können, nicht weil ich es so riskant finde, sondern weil es höchst dumm wäre, eine Straftat online zu dokumentieren, bzw. dazu aufzurufen und das sind ganz klar Umweltsünden wenn man es nicht im kontrollierten Umfeld macht. Machbar wäre es wohl am ehesten irgendwo im fernen Ausland, wo die Richtlinien um 50 Jahre zurück hinken oder an einer größeren Institution mit einem Sicherheitsingenieur, der das alles abklärt, damit es auch formal in Ordnung geht.

Zitat:
Ammoniumchlorat
Sicher, dass es Ammoniumchlorat war? Ich meine mich erinnern zu können, dass das anders als Ammoniumperchlorat (nach SprengG verboten) zu instabil ist um handhabbar zu sein.
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Hallo,

erst mal willkommen hier! Wink

Anno dazumal habe ich es auch mal probiert. In den Katalogen von Oppelt & Grönhardt aus Nürnberg in den späten 1970ern waren in den mittleren Seiten interessante Experimente beschrieben. Daher kenne ich auch den Rauchpilz mit Dibenzoylperoxid und Anilin.... O & G lieferte das Dibenzoylperoxid in kleinen Mengen unphlegmatisiert aus, was heute undenkbar wäre! Die Phlegmatisierung mit 20% Wasser oder mit Weichmachern erfolgt, weil das Dibenzoylperoxid meines Wissens nach beim Erhitzen explodieren kann.

Rauch & Nebel waren auch ein faszinierendes Thema für mich damals. So habe ich zusammen mit einem Freund im Dorf mit der "Berger-Mischung" insbesondere nach Regen wegen der schön feuchten Luft etlichen Schabernack getrieben... Wink

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Kriegen wir das gemeinsam hin, eine heute noch legale und nicht gar so gefährliche Variante vom Rauchpilz zu machen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Dicumylperoxid wäre vielleicht ein Anfang.
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Reosir hat Folgendes geschrieben:
Dicumylperoxid


Eher nicht, zu stabil. Bastel 12 Fluoratome an die Methylgruppen und es geht vielleicht.

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In der angegebenen Version wird der Versuch vermutlich nicht funktionieren. Und die Motivation, hier eine ungenaue Anleitung zu einem Versuch postest, der gar nicht selbst gemacht worden ist (vor 3 Jahrzehnten gemacht und aus dem Gedächtnis protokolliert ist nicht wirklich gemacht) erscheint mir fragwürdig. Vielleicht kannst du das erklären?

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Bei VC gab es das Experiment (@Bunsen: Verfasst am: 28/5/2005, 08:10) mit Anilin und DBPO beschrieben. Es ist bis auf die URL identisch mit einer Version von einer Seite für "Pyros", von der es vermutlich kopiert wurde.

Hier der wichtigste Kommentar dazu:
Zitat:
Kommentar von @Hobbychemiker bei VC: Verfasst am: 28/5/2005, 10:23
Ich kenne den Versuch, unter den Gasen befindet sich nicht nur Anilin, welches zwar "nur" giftig ist, aber Krebse erregt. Am besten unterm Abzug machen (Scheibe unten), den Rauchpilz beobachten, dann den Abzug einschalten, Fenster öffnen und den Abzug die nächsten Minuten zu lassen.



Ich hatte eine ähnliche Anleitung bei http://www.chem-page.de gefunden, die aber nicht mehr aufrufbar ist. Darin wurden 2g Dibenzoylperoxid zuerst im Exsikkator über P4O10 getrocknet und dann in einem Plastikbecher vorgelegt. Mit einem frisch ausgeblasenen Streichholz zündet man das Ganze, indem man es hinein wirft und einen grauweißen Rauchpilz beobachtet. Diese Version sollte zumindest etwas weniger giftig sein, als die "Anilin-Version". Es ist aber auch noch immer eine Quelle für Phenyl-Radikale, sowie Benzol und seine Derivate. Ein GC-MS vom ausgewaschenen Rauch könnte Genaueres zeigen.
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Rauchpilz
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