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Phosphorsäure
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Hallo,

ich überlege, ob ich mir konzentrierte Phosphorsäure kaufe, da man damit tolle Sachen machen kann.
Aber da ich keinen Abzug habe, habe ich Angst vor giftigen Phosphoroxiden.
Entstehen irgendwelche giftigen Phosphorverbindungen beim hantieren mit Phosphorsäure?
Hat sie einen fiesen Geruch?

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Kein Geruch, keine Dämpfe, keine Phosphoroxide/verbindungen die sich einfach mal so bilden.
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Phosphorsäure ist harmlos, verglichen z.B. mit Schwefelsäure viel weniger ätzend. Sie gibt keine giftigen Dämpfe ab wie Salzsäure und wird von Metallen nicht reduziert wie Salpertersäure (klar kann man alles verdampfen wenn man hoch genug erhitzt). Die handelsübliche Konzentration ist 85%, die verdünnte Phosphorsäure des Arzneibuches hatte früher 25 %, heute 10 %. Letztere ist eigentlich zu schwach um damit was sinnvolles zu machen, besorge dir mindestens 25%ige (oder konzentriere dir die 10 %ige durch Eindampfen auf). Phosphorsäure war die erste Säure, mit der ich als Jugendlicher experimentiert habe (Nägel darin aufgelöst etc.). Heute benutze ich sie so gut wie gar nicht mehr, aber für den Einstieg ist sie absolut geeignet.

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o-Phosphorsäure ist wie oben schon angeführt recht ungefährlich. In verdünnter Form ist sie sogar als Säuerungsmittel in Cola enthalten. (e 338 )

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Wofür braucht man eigentlich H3PO4? Man kann Phosphate herstellen, aber ich habe für beides keinen Verwendungszweck. Ich hatte mal so 50ml die brauchte ich glaub ich als Katalysator in der Organik.
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NI2
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H3PO4 selbst eigentlich sich bei Dehydratisierungen ganz gut (Cyclohexen aus Cyclohexanol), aber durch kombination mit P2O5 (und ggf. einer Spur POCl3) bekommt man Polyphosphorsäure, welche sich bei einigen Verbindungen als gutes Cycliseriungsmittel eignet. Grundsätzlich braucht man es aber natürlich eher selten.

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Pok
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@NI2: die Chemie besteht doch nicht nur aus der Organik! Mr. Green

Man kann Phosphorsäure z.B. zur Herstellung von weißem Phosphor benutzen (über ein paar Umwege). Und die etlichen verschiedenen Phosphate sind auch sehr vielseitig einsetzbar (z.B. als Komplexbildner oder um bunte Phosphate herzustellen wie z.B Manganviolett). Dazu kommen noch so langweilige Sachen wie der Phosphat-Puffer. Man kann sich "Bulkmengen" von Cola herstellen oder sie als Rostschutzmittel verwenden. Fast alles schöne anorganische Experimente! Wink
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NI2
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Möglich, dass das meine Sicht auf die Dinge ein wenig negativ beeinflusst Mr. Green Sehe H3PO4 eher nur als Mittel zum Zweck, Verbindungen um daraus P-haltige Verbindungen zu machen sind eher P4, PX3, PCl5, POCl3 und sonstige Very Happy

EDIT: BTW: Ich finde es nicht sonderlich sinnvoll, wenn gewisse User im Forum für jede Frage (die darüber hinaus nicht mal selbst sonderlich sinnvoll ist) nen neuen Thread aufmachen und sich dann nicht mehr zu Wort melden.

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ok, aber weißen Phosphor braucht man doch auch selten.
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Pok
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Das war nur eine von vielen Möglichkeiten. Und es gibt genug Leute, die gerne weißen Phosphor hätten, z.B. für ihre Elementesammlung.
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Sollte man Phosphorsäure in klarem Glas oder Braunglas lagern? Oder besser in Kunststoffgefäßen?

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Klarglas ist vollkommen ok für Phosphorsäure.

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Chemolumineszenz hat Folgendes geschrieben:
Klarglas ist vollkommen ok für Phosphorsäure.

Und geht auf dauer auch Kunststoff?
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Eine Flasche aus PE-HD hat bei mir ca. 1 Jahr gut gehalten dann hat sie begonnen sich zu verfärben und nach fast 2 Jahren wurde sie spröde.
Wenn man die Säure regelmäßig benutz und immer wieder eine neue Flasche kauft geht auch Kunststoff, bei längerere Lagerung würde ich Glas nehmen.
(Ich habe eine Glasflasche mit Phosphorsäure die ist über 40 Jahre alt und immer noch Top.)

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Ich persönlich verwende Phosphorsäure hauptsächlich um an meinem Alten Auto Roststellen zu beseitigen, was auch sehr gut funktioniert !
Desweiteren ist Phosphorsäiure im labor auch noch sehr gut als stabilaitaror für z.B. H2O2 oder HCN zu verwenden, und ist wie schon
erwähnt ein hervorragendes Trocknunsmittel und Dehydratsiierungsmittel wenn man die 85% Säure vorher weiter Aufkonzentriert
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Phosphorsäure
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