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IllumiNobel-Gewinner 2012

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Ich schätze es erstmal als grundsätzlich positiv ein, daß Dihydrogenmonoxid einen Versuch veröffentlicht, dazu ist das Forum ja da. Ausserdem ist es wirklich interessant sich etwas Phosphor selbst herstellen zu können. Als ich 16 war, gabs roten Phosphor noch realtiv leicht erhältlich und ich hab mir damals für Experimente ein paar Tropfen weißen aus rotem Phosphor sublimiert. Damit kann man z.b. den Mitscherlich-Versuch machen. Heute wäre dieser Weg wohl viel schweiriger, weshalb ich finde, der beschriebene Versuch ist interessant.
Zusätzlich sollte der Versuch noch besser ausgearbeitet werden. Darauf bezogen sich meine obigen - ich hoffe konstruktiv aufgenommen - Kritikpunkte. Ich finde, einen Versuch komplett zu beschreiben und theoretisch zu kommentieren macht einfach auch Spass (mir jedenfalls...). Ich bin gerne bereit, dabei zu helfen.

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Ich finde dieses Experiment höchst interessant und sehr schön! Stimme den Statements von lemmi zu. Mir erschließt sich jedoch nicht immer ganz, warum bei dieser Art von "Kipp- und Schütt-Versuchen" wegen der relativ kleinen Ansätze die Ausbeute wichtig sein sollte. Der Effekt des Versuches - in diesem Fall der "leuchtende" bzw. "brennende" Phosphor - ist doch im Ergebnis interessanter und wichtiger...

Und Ich habe diesen netten Versuch in einer etwas anderen Variante mit Anlehnung auf die Historie zu Hennig Brand und Carl Wilhelm Scheele auch schon gemacht:




Römpp/Raaf "Chemische Experimente die gelingen" 19. Auflage 1978
Franckh'sche Verlagshandlung Stuttgart

Newclars hat diese Methode nach Scheele schon weiter oben erwähnt...

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Uranylacetat hat Folgendes geschrieben:
Ich finde dieses Experiment höchst interessant und sehr schön! Stimme den Statements von lemmi zu. Mir erschließt sich jedoch nicht immer ganz, warum bei dieser Art von "Kipp- und Schütt-Versuchen" wegen der relativ kleinen Ansätze die Ausbeute wichtig sein sollte. Der Effekt des Versuches - in diesem Fall der "leuchtende" bzw. "brennende" Phosphor - ist doch im Ergebnis interessanter und wichtiger...


Da gebe ich dir recht und dennoch... Ich bestehe ja nicht darauf, daß er es in Milligramm auswiegt. Aber ob dabei eine Streichholzkopf- Erbsen- oder Bohnengroße Menge Phosphor entsteht würde mich schon interessieren. Auf dem Foto sieht man das nicht gut.

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@Lemmi:

Erstmal danke für die konstruktive Kritik.

Ein Foto kann ich noch hochladen (die anderen hat mein Lehrer auf seinem Handy, da komme ich momentan schlecht ran).

Bei der Herstellung sind leider starke Verluste durch unvollständiges Überdestillieren ins Becherglas und teilweise durch Verbrennung des Phosphors über der Wasseroberfläche aufgetreten (man kann das Ganze natürlich noch deutlich optimieren). Ich habe nach ein paar Ansätzen etwa 3 Phosphorperlen auffangen können (Größe jeweils 4-5mm im Durchmesser).

Die Heftigkeit der Reaktion hält sich übrigens in Grenzen, wenn man Al-Grieß statt Pulver nimmt.

Ob das gebildete Gemisch im Reagenzglas PH3 bildet, habe ich nicht getestet.

Zu dem vierten Punkt muss ich allerdings sagen, dass ich nicht weiß, in welchem Verhältnis man praktisch die beste Ausbeute hat, ich gehe aber wie gesagt von einem stöchiometrischen Verhältnis aus. Als ich das Ganze in der Schule getestet habe, ging es mir ja nur darum zu sehen, ob es klappt, da habe ich vorher auch nicht groß gerechnet oder abgewogen. Da ich auch keine Literatur habe kann ich eigentlich nur irgendeine beliebige Menge nennen, die man in diesem Versuch verwenden sollte.

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Da du ja gesehen hast, dass es klappt, wäre es interessant an dieser Stelle weitere Experimente zu machen:

1. Set-Up optimieren
2. Wenn Set-Up steht (minimale Verluste, hohe Sicherheit,...) dann mit verschiedenen stöchiometrischen Verhältnissen versuchen (unterstöchiometrisch, stöchiometrisch, überstöchiometrisch) und die Ausbeuten bei gleichem Set-Up vergleichen.
3. Da gibts noch genug Very Happy
4. Siehe 3.

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Phosphor
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