SSL (?): an | aus

Bitte die Forenregeln und die Hinweise zu den Versuchen lesen!

Neue Antwort erstellen
IllumiNobel-Gewinner 2012

Anmeldedatum: 06.01.2012
Beiträge: 2413
Artikel: 52
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Alter: 52
Hallo, ich möchte doch nochmal um eine Stellungnahme zu Thema bitten.
Es ist ziemlich zum Verzweifeln: überall finde ich anders zusammengesetzte Puffervorschriften. Es bleibt mir also keine andere Wahl als zu messen.

meine Frage:
ist der pH-Anstieg beim Verdünnen der 0,05 M Standard-Pufferlösung mit pH 6,9 auf 0,005 M mit dann pH 7,1 real oder handelt es sich um einen Messfehler?
Hintergrund ist, daß ich einen bei mir hergestellten Puffer (0,003M) bei dem ich pH 6,8 gemessen hatte in einem befreundeten Labor mit einem "richtigen" pH-Meter habe nachmessen lassen und dort kam 6,6 heraus. Aber meine Standardlösungen (0,05 M) werden von meinem Gerät korrekt angezeigt.

Also misst mein Gerät - ein ganz billiges mit Digitalanzeige bis 1 Stelle hinter dem Komma - bei höheren Verdünnungen falsch? Kennt jemand diesen Effekt? Bewirkt die Verdünnung des Puffers gar keinen Anstieg des pH (wie ich in meinem letzten Post vermutete)?

zur Illustration ein Foto meines Gerätes (vor 6 Jahren bei i-bäh gekauft)



Ich wäre für eure Meinung wirklich sehr dankbar, denn wenn es für meinen Konzentratiuonsbereich (0,002-0,01M) nichts taugt kann ich mir weitere Versuche erstmal sparen.

lemmi

_________________
"Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden. Aber nicht einfacher."(A. Einstein 1871-1955)

"Wer nur Chemie versteht, versteht auch die nicht recht!" (G.C. Lichtenberg, 1742 - 1799)

"Wissenschaft ist das organisierte Töten von Vorurteilen." (Joachim Kügler)
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von lemmi anzeigenPrivate Nachricht senden
Illum.-Ass.

Anmeldedatum: 10.04.2007
Beiträge: 1871
Artikel: 37
Wohnort: Res Publica Austria
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
lemmi hat Folgendes geschrieben:
Ist der pH-Anstieg beim Verdünnen der 0,05 M Standard-Pufferlösung mit pH 6,9 auf 0,005 M mit dann pH 7,1 real oder handelt es sich um einen Messfehler?
Hintergrund ist, daß ich einen bei mir hergestellten Puffer (0,003M) bei dem ich pH 6,8 gemessen hatte in einem befreundeten Labor mit einem "richtigen" pH-Meter habe nachmessen lassen und dort kam 6,6 heraus. Aber meine Standardlösungen (0,05 M) werden von meinem Gerät korrekt angezeigt.

Also misst mein Gerät - ein ganz billiges mit Digitalanzeige bis 1 Stelle hinter dem Komma - bei höheren Verdünnungen falsch? Kennt jemand diesen Effekt? Bewirkt die Verdünnung des Puffers gar keinen Anstieg des pH (wie ich in meinem letzten Post vermutete)?


Wir sprechen immer noch vom Phosphat-Puffer, ja ? Wie oft hast du denn gemessen ? Systematische / Zufällige Fehler ?

Wenn man zur Erklärung des theoretischen Verhaltens von Pufferlösungen die Henderson-Hasselbalch'sche Gleichung hernimmt so sollte Verdünnung auf den pH-Wert an sich keine Rolle spielen, lediglich die Pufferkapazität (β) nimmt dabei ab. Auch konvergiert die Konzentration der Lösung (wie wir oben besprochen haben) so diese immer geringer wird gegen die Aktivität (welche dein pH-Meter ja anzeigt). Vielleicht könnte man das in dem Fall als Erklärung hernehmen, weiß ich nicht. Noch etwas: Wie sieht es mit Temperatur-Korrektur aus (sowohl zu Hause als auch im Fremd-Labor) ?

lemmi hat Folgendes geschrieben:
[...] zur Illustration ein Foto meines Gerätes (vor 6 Jahren bei i-bäh gekauft)

Es ist natürlich noch zu erwähnen, dass auch solche Geräte (vor allem die Messeinheit) altern und mit der Zeit womöglich teilweise an Funktionstauglichkeit und Messpräzision einbüßen müssen.


mfg

_________________
It is always better to have no ideas than false ones; to believe nothing, than to believe what is wrong.
(Thomas Jefferson)
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von frankie anzeigenPrivate Nachricht senden
Illum.-Ass.

Anmeldedatum: 10.04.2007
Beiträge: 1871
Artikel: 37
Wohnort: Res Publica Austria
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Zum Spass einmal eine relativ exakte Berechnung des pH-Wertes von 0,10 M Essigsäure unter Einbeziehung der Autoprotolyse des Wassers. Angenommene numerische Werte: KW = 10-14, KA = 10-4,76 und c0 = 0,100. Aktivitäten wurden nicht berücksichtigt.



Diese Modellrechnung liefert ein Polynom dritten Grades welches ich bzw. meine elektrische Rechenhilfe numerisch gelöst habe (Anmerkung: Gleichungen mit n größer gleich 4-tem Grades lassen sich nicht mehr mit Radikalen zu lösen). Man erhält theoretisch 3 Lösungen wovon eigentlich nur die positive Lösung von x = [H+] = 0,00131 die einzig sinnvolle ist. Das entspricht einem pH-Wert von -log(0,00131) = 2,8827.

Mit einer simplen Approximation des pH-Wertes durch pH ~ 0,5 * (pKs - logc0) erhält man einen pH von 2,880. Die Differenz der beiden Ergebnisse ist, wie man leicht erkennt sehr gering. Eine Berechnung für die H3PO4 wollte ich gar nicht anstellen, da war mir die Gefahr zu groß sich allein schon beim Einsetzen und Umformen zu irren. Und die Näherungsweise Berechnung der Lösungen nach Newton ist auch ziemlich mühsam (falls das der PC nicht kann).


mfg

_________________
It is always better to have no ideas than false ones; to believe nothing, than to believe what is wrong.
(Thomas Jefferson)
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von frankie anzeigenPrivate Nachricht senden
pH Wert eines Phosphatpuffers
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde  
Seite 2 von 2  



Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
  
   
  Neue Antwort erstellen