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Illum.-Ass.

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Wie kommt es hier eigentlich zu einer negativen Extinktion (bzw. Absorbanz) ?

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Pok
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Dithizon hat Folgendes geschrieben:
@Pok: Das Ansäuern zum Schluss habe ich weggelassen, da das denke ich schon zum Beschichten dieser Scheiben gehört und mein Ziel ja Pulver war. Außerdem wird in der Vorschrift mit HCl und nicht mit Phosphorsäure angesäuert, wodurch kein Puffer entsteht.

Ja, habe ich mitbekommen, dass du den letzten Schritt (auf Scheiben überführen) nicht gemacht hast. Dass mit HCl auf pH 2,2 angesäuert wird, steht da aber nicht. Die HCl-Zugabe passiert vor dem Schritt mit dem Puffer. Womit der Puffer auf pH 2,2 eingestellt wird, wird gar nicht gesagt. Aber selbst mit HCl könnte man den Puffer einstellen, wenn man 1 Mol HCl auf 2 Mol NaH2PO4 gibt. Dann entsteht nämlich 1 Mol NaCl, 1 Mol H3PO4 und 1 Mol NaH2PO4 bleibt übrig (natürlich alles in Ionenform). Und die letzten beiden bilden im 1:1-Verhältnis den Puffer um pH 2,0. Die Pufferkapazität wäre lediglich 50 % geringer als beim Einstellen mit Phosphorsäure, aber ein Puffer lässt sich auch mit HCl-Zugabe herstellen (falls da nicht irgendwo ein Denkfehler liegt). Hat zwar mit deinem konkreten Experiment nichts zu tun, aber könnte den Begriff "Puffer" aus dem Artikel erklären.

Edit: @frankie: Das wurde beim Dithizon-Artikel schon erklärt (hier).
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@Dithizon: Das Ergebnis deiner Messung zeigt eindeutig, daß das Melanin Schwermetalle bindet. Meine Frage, welche Rolle das bei der Einlagerung von Metallen ins Haar spielt, ist damit aber nicht beantwortet. Nehmen wir an, die Bindusngskapazität von Melanin für Blei wäre doppelt so hoch wie die von Keratin (wie gesagt: Sulfid-bindungsstellen), aber letzteres ist im Haar gewichtsmäßig 10 x so häufig wie ersteres. Dann wäre der Hauptanteil der Bindung nicht auf das Melanin zurückzuführen sondern eben doch auf das Keratin. Soweit ich eben mal kurz auf Wikipedia gelesen habe lagert sich überhaupt alles in die Haare ein, einfach weilc substanzen die über den Blutweg in die Haarwurzeln gelangen, dort in die Zellen aufegnommen werden, die dann das Haar bilden und absterben, wobei die eingelagerten Stoffe quasi konserviert werden, woran auch immer sie sich in der Zelle ursprünglcih gebunden hatten. Interessant wäre z.B.: lagern blonde Haare (kein/wenig Melanin) im vergleich mit schwarzen Haaren (viel Melanin) weniger gut oder gar keine Schwermetalle ein?
Aber vielleicht ist diese Frage für deine Arbeit gar nicht interessant (wenn ich recht erinnere hast du nicht geschrieben, daß das Melanin für die Bindung von Schwermetallen im Haar verantwortlich ist sondern nur, daß es welche bindet).

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frankie hat Folgendes geschrieben:
Wie kommt es hier eigentlich zu einer negativen Extinktion (bzw. Absorbanz) ?


Kommt daher, dass bei der Methode gegen Leerprobe (Dithizon-Stammlösung) gemessen wird. Das wurde in der Disskusion zum Artikel Dithizonmethode aber genauer erläutert.

Zu dieser Puffergeschichte: Ich würde einen Zitronsensäure-Phosphatpuffer nach McIlvain vorschlagen. Mit dem kommt man auf die gewünschten pH 4,5 (bzw. pH 4,6).
Dieser wird folgendermaßen hergestellt:
1) Zitronensäurelösung: 21,008 g Zitronensäure(*H2O) auf 1000 mL mit Wasser auffüllen.
2) 35,62 g Dinatriumphosphat(*2H2O) auf 1000 mL mit Wasser auffüllen.

Um aus diesen Lösungen den Puffer mit einem pH von 4,6 herzustellen werden 53,25 mL Zitronensäurelösung und 46,75 mL Phosphatlösung gemischt.

Bis hier orginal aus: Rauscher/Voigt/Wilke: Chemische Tabellen und Rechentafeln für die analytische Praxis; 5. Auflage; 1972 (ISBN 3 87144 130 9)

Es macht natürlich Sinn gleich mehr davon zu machen als 100 mL: Also dann 532,5 mL Zitronensäurelösung + 467,5 mL Phosphatlösung. Diese Menge dürfte für den Versuch reichen.

Bevor ich meinen Artikel dahingehend ändere, warte ich lieber ertmal euer Feedback ab.

@lemmi: Die Idee mit den blonden Haaren ist gut, hatte ich auch schon. Bei Gelegenheit werd ich dem mal nachgehen. Da ich das nie getestet habe kann ich dir auch nicht sagen ob es bei den Haaren das Keratin oder das Melanin ist, das Schwermetalle bindet.
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Das mit dem Puffer hört sich gut an. Wenn man es genau nimmt, müsstest Du dann aber den Versuch mit diesem Puffer wiederholen. Denn probieren geht über studieren.

Du kannst nicht sicher sein, daß der Versuch damit auch klappt. Vielleicht hat das Citrat-ion irgendeine unvorhersehbare Wechselwirkung mit dem Melanin oder sonst einem Bestandteil? Vielleicht verunreinigt es das Endprodukt und komplexiert dann Schwermetalle und verfälscht die weiteren Versuche? Du hast deine Ergebnisse nicht mit diesem Puffer erhalten und daher kannst du nicht einfach die Pufferzusammensetzung austauschen und die Versuchsbeschreibung ansonsten so lassen wie sie ist.

Besser ist es, den alternativen Puffer am Ende in der Diskussion zu erwähnen mit dem ausdrücklichen Vermerk, daß er in diesem Versuch noch nicht erprobt wurde. Die Versuchsbeschreibung selbst inklusive Einsatz der Natriumphosphatlösung würde ich unverändert lassen. Immerhin hat sie ja funktioniert.

dithizon hat Folgendes geschrieben:
Nach dem Zentrifugieren wird der Überstand verworfen und der Rückstand in 200 mL Natriumphosphatpuffer (c=50mM) resuspendiert.( Um diesen Puffer herzustellen werden g Natriumdihydrogenphosphat in 1 L dest. Wasser gelöst. Das Pellet sollte mit einem Spatel zerkleinert und im Puffer verrührt werden. Diese Lösung wird nun auf pH 4,5 eingestellt. ) An dieser Puffergeschichte stimmt noch so einiges nicht, noch nicht nachmachen bis ich das eindeutig geklärt habe

Dafür gilt das gleiche. Bist du so vorgegangen oder wie? Hast du denn nun in Wirklichkeit Natriumdihydrogenphosphat oder Trinatriumphosphat genommen? Bitte keine idealisierten Versuchsanleitungen verfassen sondern reale Beobachtungen mit Beschreibung des konkreten Ablaufes. Nur daraus können andere was lernen.

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[EDIT: bis zur Überarbeitung durch den Autor in die Spielwiese verschoben]

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Melanin
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