SSL (?): an | aus

Bitte die Forenregeln und die Hinweise zu den Versuchen lesen!

Neue Antwort erstellen
Magnetrührer spinnt - FI fliegt
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 06.12.2016
Beiträge: 64
Artikel: 0
Wollte gerade meinen Magnetrührer (Heidolph MR2002) an schmeißen. Beim Einstecken vom Netzstecker fliegt mir auf einmal unerwartet der FI raus.

Natürlich erstmal Panik geschoben - Hoffentlich nicht die Elektronik kaputt ! Also kurzerhand aufgeschraubt und die Steckplatinen gezogen. Magnetrührer ohne Platinen wieder angeschlossen - *PLOPP* FI raus.

Erstma erleichtert gewesen, dass es nicht an den Platinen liegt. Dann kam aber das große Grübeln - ohne die Platinen hat nix Verbindung zum Netz. Lediglich die Schalter von Heizung und Motor; kurzerhand durchgemessen - auch OK.

Dann habe ich gesehen, das eine Zuleitung zur Heizspirale direkt an eine der Netzadern geschaltet ist. Okay, dann hats wohl die Heizwendel erwischt denk ich mir so.

Beim Messen der Heizwendel gegen das Gehäuse musste ich dann -14kOhm vom Display ablesen. Es entsteht irgendwo eine Spannung von etwa 400mV

Wäre jemand im Raum dabei gewesen, hätte er mich mit folgendem Gesichtsausdruck gesehen:



Ende der Geschichte.

Muss mir jetzt eine Problemlösung überlegen. Derweil kann hier über den Ursprung des Problems gemutmaßt werden Very Happy

Zuletzt habe ich mit der Heizplatte die Bleichlorid Lösung verdampfen lassen. Danach das Gerät abgeschaltet und in den Schrank gestellt.

Ich bin der Meinung, irgendwann schon mal eine Reparaturanleitung für die Heizplatte gesehen zu haben. Das Heizelement bekommt man einzeln irgendwo im Internet - es muss lediglich erneut einzementiert werden.
Leider Find ich die Seite nicht mehr. Auch keine Ersatzteilnummern oder so. Sad
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Killom anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 06.01.2014
Beiträge: 324
Artikel: 0
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
War das Gerät bei den Messungen eingesteckt?
Zitat:
Beim Messen der Heizwendel gegen das Gehäuse musste ich dann -14kOhm vom Display ablesen. Es entsteht irgendwo eine Spannung von etwa 400mV

Was meinst du?
Die Heizwendelt hat 2 Seiten, an denen man messen kann... oder kann man auch mittig überall messen?
Der Widerstandswert ist nicht korrekt da das Multimeter die anliegende Spannung nicht ausgleicht. Bei soetwas stören ggf. auch Chips, Transistoren oder Kondensatoren. Wenn die Heizung abgesteckt ist sollte eine korrekte Messung kein Problem sein.
Und woher kommt die Spannung und ist es dabei eingesteckt oder nicht? Durchmessen und Fotos machen.
Wenn der FI kommt sollte das Problem jedenfalls sehr leicht zu finden sein, immerhin liegt dann ein (nahezu) Kurzschluss zur Masse vor.
Auch mal das Kabel selbst prüfen, nicht dass da einfach ein Kabelbruch drin ist.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von CD-ROM-LAUFWERK anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 21.02.2016
Beiträge: 57
Artikel: 0
Hallo,
ich weiß von einem Heizpilz den ich neulich getestet habe, bei welchem auch die Sicherung raus klappte. Da lag es an einem Kabelbruch. Neues Kabel und gut wars. Vielleicht klappt das bei dir auch. Viel Glück!
Frohe Ostern
Philipp
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Nathan anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 06.12.2016
Beiträge: 64
Artikel: 0
Kabel und den anderen Rest konnte ich ausschließen. Da ist das Problem vermutlich schon klar: Defekt am Heizelement. Konnte jetzt über die Feiertage nix machen um genauer nachzuschauen - war nicht im Haus.

Da meine Schilderung jetzt nicht ganz klar nachzuvollziehen war, hier eine Beschreibung anhand dieser Sexy Paint Zeichnung:


- Zwischen 1 und 2 sind regulär 75 Ohm zu messen. Da dies auch der Standardwert bei einem funktionierendem Heizelement ist, kann ich davon ausgehen, das kein Windungsschluss o.Ä vorliegt.
- Zwischen 3 und 4 sind regulär 1,4 MOhm zu messen. Ich gehe davon aus, das der NTC OK ist.
- Zwischen 1 und Erde sind 480 mV zu messen. Dito zwischen 2 und Erde.

Was mich nun stutzig macht: Wo kommen die 480mV her.

- Hat der Zement Feuchtigkeit gezogen und Bildet nun mit dem Heizwendeldraht und dem Aluminium der Heizplatte eine Galvanische Zelle?
- Dito nur ohne Feuchtigkeit?
- Reichen die 480mV schon aus, um den FI zu irritieren?
- Oder doch was anderes?


Was ich noch rausfinden muss:

- Ist der defekt hoch oder niederohmig?
- Lässt sich der Defekt durch exzessives Heizen beheben? (Feuchte beseitigen?)
- Lässt sich der Defekt durch neu zementieren beheben?
- Wo bekomme ich im Zweifelsfall ein neues Heizelement her?
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Killom anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 06.12.2016
Beiträge: 64
Artikel: 0




An einem nicht FI gesicherten Netzanschluss kann ich die Heizplatte noch betreiben. Der Defekt ist hochohmig.
Das Heizelement ist aber so oder so hinüber. Tauschen werde ich es leider nicht können. Es ist mit einem thermisch leitenden Isolator eingepresst worden. (Vermutlich Al2O3)
Ein neues mit Feuerfestzement einzugießen würde wahrscheinlich nicht von Erfolg gekrönt sein, aufgrund der schlechten Wärmeleitfähigkeit des Zements. (Falls ein einzelnes Heizelement überhaupt beschaffbar wäre.)

Ergo:
Ich brauche eine neue Heizplatte. Sad

Die ETNo lautet: 5094300000
Google sagt mir dazu lediglich:
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Killom anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 06.01.2014
Beiträge: 324
Artikel: 0
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Mess doch mal über einen 10k Ohm Widerstand zwischen 1-Erde bzw. 2-Erde.
Alterantiv µA zwischen diesen Punkten messen.
Ich vermute dass die Heizplatte aus Aluminium oder Zink ist und irgendwo Feuchtigkeit ist. Entsprechend gibt es eine gewisse Spannung zwischen der Heizplatte und edleren Metallen wie etwa in der Heizwendel oder der Klemme vom Multimeter.
Das sollte für den FI aber keine Rolle spielen da der Strom bei Kurzschluss gegen 0 gehen sollte. Es könnte aber etwas anderes maskieren.
Ggf. mal im Ofen bei >>100°C für mind. eine Stunde trocken und dann den Widerstand zur Erde messen.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von CD-ROM-LAUFWERK anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 06.12.2016
Beiträge: 64
Artikel: 0
CD-ROM-LAUFWERK hat Folgendes geschrieben:
Mess doch mal über einen 10k Ohm Widerstand zwischen 1-Erde bzw. 2-Erde.
Alterantiv µA zwischen diesen Punkten messen.

Kann ich nochmal probieren. Den Widerstand parallel zu 1-Erde?

CD-ROM-LAUFWERK hat Folgendes geschrieben:
Ich vermute dass die Heizplatte aus Aluminium oder Zink ist und irgendwo Feuchtigkeit ist. Entsprechend gibt es eine gewisse Spannung zwischen der Heizplatte und edleren Metallen wie etwa in der Heizwendel oder der Klemme vom Multimeter.

Das war ja auch meine Vermutung. Allerdings ist es mehr als schleierhaft, wie denn bitte die Feuchtigkeit da rein kommt. Die Heizplatte ist ja von der Unterseite nochmal mit einem direkt aufgeschraubten Schutzblech versehen. Als die Heizplatte zuletzt in Betrieb war, ist sie ja quasi "heiß" gelaufen. 2-3 Std. auf 350°C und danach direkt abgebaut und ins Regal/Schrank.

CD-ROM-LAUFWERK hat Folgendes geschrieben:
Ggf. mal im Ofen bei >>100°C für mind. eine Stunde trocken und dann den Widerstand zur Erde messen.

Kann man auch nochmal probieren - allerdings hab ich da wenig Hoffnung.
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Killom anzeigenPrivate Nachricht senden
Illumina-Mitglied

Anmeldedatum: 08.01.2015
Beiträge: 341
Artikel: 1
Wohnort: Schweiz
Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Mein Verdacht ligt beim Chlorwasserstoff, der beim eindampfen der Bleichloridlösung entstenden ist/ sein kann. Chlorwasserstoff (oder Salzsäuredämpfe) haben mir schon verschiedene Geräte zerstört. Ich würde die Heizplatte mal an einer nicht FI gesicherten Stekdose mal einige Minuten auf voller leistung "ausglühen" und dann wieder messen. Ein neues Heizelement einzementieren würde vermutlich mit Zinkoxid/Wasserglas oder Aluoxid/Wasserglas und anschliessende Behandlung mit Kohlenstoffdioxid (im Exsikkator vakuumieren und CO2 einleiten) funktionieren.

LG
Lithiumoxalat

_________________
"Ohne Schrott im Haus, kommt der Erfinder nicht aus!"
Benutzer-Profile anzeigenAlle Beiträge von Lithiumoxalat anzeigenPrivate Nachricht senden
Magnetrührer spinnt - FI fliegt
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde  
Seite 1 von 1  



Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
  
   
  Neue Antwort erstellen