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Wikipedia hat Folgendes geschrieben:
Imprägnierung (Imprägnieren) (abgeleitet vom spätlateinischen Verb impraegnare für schwängern, durchtränken, füllen mit einer Substanz) ist eine durchtränkende Behandlung von festen porösen Stoffen, wie z. B. Textilien, Papier, Holz, Beton u. ä, mit gelösten, emulgierten oder dispergierten Substanzen, den Imprägnierungsmitteln. Nach dem Verdunsten oder Trocknen des Lösungsmittels bzw. Dispersionsmediums verleihen die aufgebrachten Substanzen den behandelten Materialien veränderte Gebrauchseigenschaften. Dadurch können neue Anwendungsgebiete erschlossen werden.

Glas hat keine Poren. Die Oberfläche ist so glatt wie eine Flüssigkeit, wo das Glas nicht geschnitten oder gebrochen ist. Das ist sehr glatt!. Man nennt den Zustand auch "feuerblank" oder die nachträgliche Behandlung "feuerpolieren".

Man kann bei Glasoberflächen durch Ätzen oder Anlösen gezielt die Oberflächeneigenschaften gezielt modifizieren. Unter dem Stichwort Silanisierung ist das Prinziep mit einer Skizze erklärt. Man muß also sein Reagenz gezielt auf die gewünschten Eigenschaften aussuchen oder dazu herstellen.

Neben aliphatischen Ketten könnten auch 4,4'-substituerte Biphenyle interessante Moleküle sein, wenn man an einem Ende einen Alkylrest "montiert" und die andere Seite mit einer Silylgruppe versieht. Eventuell kommt auch eine verbesserte Wirkung zu Stande, wenn man an den substratfernen Enden perfluorierte Gruppen einbaut.
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Naja wer sagt, dass man immer Glas benutzen muss. Nehmen wir an, man nehme eine poröse Oberfläche aus organischem Material

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NI2
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Ja dann würde man das gleiche machen. Hätte man Cellulose würde man die auch silanisieren. Kunststoffe kann man durch Beschichtungen schwerlich modifizieren oder nimmt einfach bereits hydrophobe Stoffe wie Teflon. Man muss halt deine Eingangsfrage etwas genauer deuten: Geht es darum eine beliebige Fläche wasserabweisend zu machen oder etwas zu machen, dass wasserabweisend wirkt?

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Primär möchte ich etwas machen, was wasserabweisend wirkt, wenn dies erfolgt ist, kann man sich mal anschauen, ob Oberflächen damit beschichtet werden können.

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ich bin nicht sicher ob das eine sinnvole Reihenfolge ist.
Die Welt ist voll mit hydrophoben Substanzen, daran mangelt es nicht. Auch ist "eine Lösung auf der Suche nach ihrem Problem" selten ein erfolgreicher Ansatz...
Spannender wäre eine Anwedungsidee was denn hydrophob gemacht werden soll und dann dafür die geeignete Bschichtung entwickeln.
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Nehmen wir an, wir möchten Polystyrol imprägnieren.

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NI2
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PS ist bereits wasserabweisend. Und wenn würde ich dazu raten es vorher mit Alkylgruppen zu substituieren.

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Um Polystyrol im Sinne des Begriffes zu "imprägnieren*" müßte man das Material zuerst porös machen, um die IMPRÄGNIERUNG ins Material hinein zu bekommen.
* = Kopie des Lemmas aus der Wikipedia weiter oben...

Haarspalterei? JA!!

Nur mit exakter Sprache kann man Sachverhalte unzweifelhaft darstellen.


Sauberes PS hat schon einen sehr kleinen Benetzungswinkel. Um diesen noch zu verkleinern müßte man Substanzen finden, die (auf der Oberfläche aufgebracht) diesen Winkel weiter verkleinern. Allerdings gibt es bei PS da ein Problem: Dieses Polymer ist in sehr vielen Lösemitteln und anderen Fluiden (zu) gut löslich!
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Wie lange soll diese Beschichtung denn halten bzw. welchen Belastungen (mechanisch usw.) ist sie ausgesetzt?
Eine Lotuspflanze mag super wasserabweisend sein, aber wenn ich das Blatt mal in die Hand nehme / anfasse, dann war es das mit der Wirkung.
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Um einfach "irgendwas" "irgendwie" mit "irgendeinem" Mittel wasserabstoßend zu machen, kann man auch schon mal Papier mit Bohnerwachs bearbeiten. Das sollte danach nicht mehr so schnell durchweichen.

Wenn man etwas "natürlicheres" haben will, dann kann man mit Betulin experimentieren. Das ist das Wachs aus der weißen Birkenrinde. Es wirkt zusätzlich noch mild antiseptisch und erzeugt eine recht griffige Haptik.

Früher hatte man Leinwand mit Ölfirnis wasserdicht gemacht. Daraus machte man das sogenannte "Ölzeug", die Vorfahren unserer "Friesennerze". Man kann Leinenstoff auch mit einem Öl-Wachs-Mix tränken, um ihn wasserabweisend bis ~dicht zu machen. Das sogenannte Wachstuch. Letzteres sollte man nicht zu lange unter dem Laken im Kinderbett belassen, da die "Kleinen" einem sonst rasch über den Kopf wachsen... ;--D
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So welche Stoffe wie Betulin suche ich genau! Nur ist Betulin teuer und selbst extrahieren ist wohl viel Arbeit. Gibt es Alternativen bzw. kann man verallgemeinern welche Stoffgruppen dafür super geeignet sind?

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NI2
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Terpene oder Fette. Alles mit vielen Alkylgruppen ist schön wasserabweisend.

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Ohne Fleiß...

Allerdings ist in der Birkenrinde ein recht hoher Anteil Betulin drin, der sich mit einfachen Lömis (Alkohole) extrahieren läßt. Wenn man dann nicht ganz zur Trockene einengt, dann bleibt ein weißes Pulver im Filter liegen, während eine braune Mutterlauge abläuft. Im Lehrlabor hatte ich damit mal das "Gesox" ausprobiert und bekam wesentlich mehr Extrakt als die Kollegen aus ihren Gewürzen und Zitrusschalen.

'Ne Tube BOHNERWACHS sollte auch noch im Budget drin sein. Zur Not kann man damit auch Schuhe putzen, das glänzt recht gut. Die Extraktion von bohNENwachs ist ungleich aufwändiger.
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vllt. is die Idee ja völlig bescheuert, aber könnte man solche feinen Haare nicht aus einem Schaum oder einer Emulsion erzeugen, indem immer die etwas dickeren Grenzen dreier Blasen ('filamentartig') zu einem Haar werden, die flachen Grenzen zwischen zwei Blasen aber sind entsprechend dünner und damit auch instabiler und entfernbarer?

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Unendliche Vielfalt in unendlicher Kombination.

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Ich habe jetzt einfach mal Papier mit Imprägnierspray besprüht und das Ergebnis ist super. Evtl. kann man die Inhaltsstoffe mal nachkochen und in höheren Konzentartionen anwenden.

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Lotuseffekt und stark hydrophobe Stoffe
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