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Lithium
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Lithium

Elementsymbol: Li
Molmasse: 6,94 g/mol
Dichte: 0,535 g/cm3
Aggregatzustand: fest
Schmelzpunkt: 180,54°C
Siedepunkt: 1342°C
Dampfdruck: --- (20°C)
Massenanteil an der Erdhülle: 0,006%
Gefahren: F, C

R-Sätze: 14/15-34
S-Sätze: (1/2-)8-43-45

Eigenschaften:

Lithium ist ein silberweißes Alkalimetall und das stärkste Reduktionsmittel (gefolgt vom Azidion N3-). Es ist das einzige Metall und neben Fluor das einzige Element das bei Raumtemperatur merklich mit Stickstoff reagiert. Aufgrund seiner Reaktion mit Sauerstoff, Wasser(-dampf), Kohlenstoffdioxid und Stickstoff sollte es unter Paraffinöl oder Argon aufbewahrt werden, wobei letzteres besser schützt da Lithium auf Paraffinöl schwimmt (die Dichte von Lithium beträgt 0,53 g/cm3, es ist der leichteste homogene Feststoff).
Aufgrund seiner Reaktion mit Halogenalkanen zu Lithiumalkylen und Lithiumhalogenid wird es in der organischen Chemie zur Herstellung vielseitig einsetzbarer Organolithiumverbindungen eingesetzt:

R-Br + 2 Li ---> R-Li + LiBr

Solche Lithiumorganyle sind sehr reaktionsfähig; mit Wasser entsteht unter heftiger Reaktion der entsprechende Kohlenwasserstoff, mit Kohlenstoffdioxid das Lithiumsalz der um ein Kohlenstoffatom reicheren Carbonsäure. Mit Aldehyden entstehen sekundäre, mit Ketonen tertiäre Lithiumalkoholate, die zu den entsprechenden Alkoholen hydrolysiert werden können. Das wohl bekannteste Beispiel einer Organolithiumverbindung ist das n-Butyllithium (das als Lithiumsalz des Butans aufgefasst werden kann), eine pyrophore Superbase (pKB-Wert in Hexan: 50).

Bild:


Lithiumstangen unter Argon

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Iod
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Juten Morgen,
ich habe Lithium aus Batterien.
Kann ich das eigentlich zusammen schmelzen also zu nem Klumpen oder na Stange?
Wenn ja wie?

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Sollte gehen, sofern man unter einer Schutzflüssigkeit auf etwas über 180° C erhitzt, die Schwierigkeit liegt jedoch darin, dass "unter" einer Schutzflüssigkeit erhitzen recht schwierig werden sollte, da Lithium nunmal eine recht geringe Dichte hat, eventuell sollte es in einem Mehrhalsrundkolben machbar sein, in welchem das Lithium + Schutzflüssigkeit vorgelegt sind, anschließend unter Argon im Ölbad erhitzen - man sollte jedoch davon ausgehen, dass das Lithium nach dem Abkühlvorgang eine mehr oder weniger undefinierbare Form angenommen hat, ich bezweifle, ob das im Gegensatz zu einem Art Blech wesentlich vorteilhafter ist - warum willst du es denn überhaupt schmelzen?

Ein "Klumpen" sollte möglich sein, wie dieser dann aber aussieht, will ich mir nicht vorstellen - sollte man diesen Versuch jedoch mit reinem Li durchführen, so sollte es unter Umständen sogar möglich sein, bei langsamem Abkühlen einen polykristallinen Haufen Li zu erhalten - ob das praktisch aber wirklich funktioniert, weiß ich nicht Wink

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Das kannst du ohne ein mit Schutzgas flutbares Nickelgefäß (und damit meine ich ein geschlossenes, welches du evakuieren und dann mit Schutzgas fluten kannst) vergessen. Es gibt keine geeignete Schutzflüssigkeit, unter der du das Lithium zusammenschmelzen kannst, und ich habe ein Drahtnetz, was sehr anschaulich zeigt, dass schon der Brand eines erbsengroßen Stücks Lithium ausgesprochen unschön ist:


Verbrennung von ca. 0,2 g Lithium


Das Loch wurde durch den Lithiumbrand in das Drahtnetz reingeschmolzen. Im Vergleich dazu links unten ein genauso großes Stück Kalium und rechts unten Natrium.

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Iod
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Ja ok gut dann lass ich das einfach so.

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Na sowas. Ist Lithium eines der "Einzelfälle" die soetwas können? Oder wurde hier vielleicht die Keramik chemisch verändert? Immerhin besitzt es ja das größte Redoxpotenzial aller Metalle...

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Durchaus möglich dass auch die Keramik mitreagiert hat. Die Stahldrähte sind jedenfalls auch glatt durchgeschmolzen und unter dem Loch hing eine recht große Perle geschmolzener dunkler, aber erstmal noch recht lange rotglühender Masse. Und das wohlgemerkt innerhalb etwa einer Sekunde, dann war es - bis auf besagtes ziemlich langes Nachglühen - auch schon vorbei.

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Wahrscheinlich hast Du dabei die Silikate und Oxide in der Keramik z.T. reduziert.

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Lithium
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