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Internet und Zeugs
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Liebe Gemeinde!

Mich treibt gerade eine Frage umher, wer das aktuelle Datum sieht kann sich vielleicht schon denken warum "gerade jetzt". Mr. Green

Also:

Ihr kennt doch alle diese, mehr oder weniger, aktuelle Problematik um die Internetdrossel.
Nun basiert dieses gesamte Konstrukt in der Regel auf einer Volumenbegrenzung. Gerechtfertigt wird dies, seitens der Provider und Mobilfunkanbieter, durch nur begrenzt verfügbare Bandbreite für ein breites Userspektrum. Sinngemäß: Wenn alle gleichzeitig on wären, würde es knapp werden, dass alle noch schnell genug unterwegs sind.

Nun ist es ja kein Geheimnis, dass an zentralen Punkten (Knotenpunkte/Sendemasten usw.) beachtliche Bandbreiten anliegen, welche eben durch Verteilung entsprechend auf ein Endanwendergerechtes Maß angepasst werden.

Jetzt sind wir eigentlich schon am Ende, und stellen fest: Wenn alle was wollen, wird es dünn, wenn keiner was will, ist genug für alle da.

Nun jedoch meine Frage: Weshalb wird dieses differenzielle Problem über ein Integral ausgetragen? Mr. Green

Wenn die Netzwerkverfügbarkeit (Bandbreite) gleichmäßig gut sein soll, wie kann das über eine Summe des ausgetauschten Datenvolumens erreicht werden? Im Zweifel muss sich doch so ein System auch am Monatsanfang genauso effektiv zeigen wie am Monatsende. Soll heißen: Wenn ich generell am Monatsanfang kein Problem mit einer Bandbreitenknappheit spüre, dann heißt das doch, dass eine Volumenbegrenzung (wenigstens seitens der Kundschaft) überflüssig ist?
Eine Volumenbegrenzung ist doch völlig machtlos gegen Nutzungsmuster, wie beispielsweise das Streamen einer aktuellen Fernsehsendung, welche "alle User" am 1. des Monats sehen wollen. Einer solchen übermäßigen Dauernutzung will eine Volumenbegrenzung ja entgegenwirken, aber wozu muss sie das, wenn so eine "Stoßereignis" ohnehin problemlos bewältigt werden kann?

Natürlich kann man so dem Nutzer eine übermäßige Nutzung, wie permanentes Streamen und Datentunnel der übelsten Sorte abgewöhnen, aber es würde sich nichts daran ändern, dass nach wie vor der Fall eintreten kann, dass alle zur Gleichen Zeit auf den Trichter kommen "jetzt wäre für ne Stunde HD streamen ganz cool".

Das soll keine Drosselkom-Hasstirade sein/werden, als vielmehr ein Hinterfragen des technischen Anlasses einer reinen Volumenbegrenzung anstelle einer bedarfsabhängigen, Bandbreitendrosselung in Echtzeit. (Man könnte ja auch generell nur die Bandbreite zur Verfügung stellen die entsprechend benötigt wird. Keine Sau braucht 24/7 100 Mbit/s, außer irgendwelche IT-relevanten Betriebe und die werden bestimmt keinen normalen Vertrage mehr haben...)
Falls jemand stattdessen/darüberhinaus betriebswirtschaftliche Argumente hat, würde ich das auch gern hören. Die Technik steht ja eigentlich da, und zu bestimmten Zeiten nutzt sie eh kaum jemand? Und ich als zahlender Kunde könnte dafür ja ein paar wenige € locker machen.

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Wären Maulaffen giftige Gefahrstoffe im Sinne der GefStoffV, könnte man das Gaffen an Privatpersonen durch Personen ohne Sachkunde nach §5 ChemVerbotsV nach §382 StGB bestrafen.
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Deine Grundannahme ist ja schon falsch: Dabei geht es um Geld, nicht darum allen das beste Internet zu liefern.
Sowohl aktiv mehr verdientes mit anderen Tarifen oder "Nachbuchungen" als auch weniger Kosten für Infrastruktur.
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Ist es einzig und allein das? (Gut Möglich, klar)
Aber viele Tarife sehen eine Nachbuchung überhaupt nicht vor. Bei LTE/allg. Mobilfunkanwendungen mag das sein, da ist es mit der knappen Bandbreite ja tatsächlich technologisch arg, aber allgemein muss doch jemand anderes auch schon dieses "Ding" herausgefunden haben und festgestellt haben, dass das irgendwie komisch ist.
Die Infrastruktur besteht ja in allen Fällen bereits und verweilt ungenutzt, Energiekosten, ok, aber die könnten doch mit Leichtigkeit auf den, zahlungswilligen, Kunden umgesetzt werden (Werden sie ja ohnehin bereits), Ebenfalls müssen die Kosten ja, gerade bei solchen Netzdienstleistungen, auch gerechtfertigt sein. Da wird doch die BNetzA einen Blick drauf haben, dass da kein Anbieter allen Usern sein Monopol aufdrückt, oder nicht?

Aber auch Konkurrenz der Anbieter untereinander hat zu keiner wesentlichen Veränderung dieses Tarifangebots geführt, wo ich mich wieder am Anfang meiner Fragestellung sehe Confused

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Ich arbeite zZt. (leider) da und ich kann dir sagen: das ist bei Weitem nicht alles so wundertoll breitbandig ausgebaut, wie man es dem Volk verkaufen will.
Nichtmal LTE wäre für jeden Anschluß zu bekommen, der das will, geschweige denn eine 100Mbit-Leitung per Draht.

weite Teile der Republik sind derzeit mit mehr als 1Mbit nicht zu beschalten.

Dafür gibt es verschiedene Gründe... der wohl wichtigste: Das Kabelnetz ist vielerorts einfach marode, für solche Anwendungen nicht ausgelegt und damit eben langsam bis unzuverlässig.
Bis unser ehemaliger Staatsbetrieb mal soweit ist, daß überall die (und das sind oft noch die "besseren") Leitungen aus den 50er und 60er Jahren ausgetauscht sind muß noch echt viel passieren.
Glasfaser an jedem Hausanschluß? Das ist pure Science Fiction.

Wer gegenteiligen behauptet sind immer nur irgendwelche Politiker und Marketingfritzen, die mit der Realität etwa soviel am Hut haben, daß sie im selben Universum existieren.

Wie das nun aber mit den Kosten und Bedingungen irgendwelcher Volumentarife zusammenhängt weiß ich auch nicht. Das dürfte CD-ROMs Posting schon recht nahe kommen.

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Das geht nun schon in die Richtung die ich meine...
Klar, Glasfaseranschluss für jeden wird es nicht geben. Braucht doch aber auch nicht jeder.
Nun besteht an vielen Orten, wo man das so erwerben kann und will die Möglichkeit "bis zu 100 MBit". Ok das ist natürlich für den größten Teil der Fälle utopisch. Aber macht für den durchschnittlichen Anwender keinen Unterschied ob da 100 oder 50 rauskommen. Oder meinetwegen nur 16.
Fakt ist doch aber, dass die Technologie vor Ort dann immerhin existiert.
Mal angenommen der Zentrale Knoten liefert 100 MBit via Glasfaserkabel (ist dann ja vergleichsweise lahm). Er hat 10 Anschlussteilnehmer, also müssen sich im ungünstigsten Fall alle mit 10 Mbit begnügen. Aber wozu dann die Volumensperre? Diese 10 MBit würden locker bei allen für einen HD-Stream reichen. Wenn ein Benutzer ständig guckt, ist nach einem halben Tag Schluss, nehmen wir mal ein Sperrvolumen von 50 GB, alle anderen haben dann ein bisschen mehr Bandbreite zur Verfügung. Angenommen alle streamen HD, dann ist genauso nach einem halben Tag Schluss. Der Zugang für alle wird virtuell gedrosselt, der zentrale Knoten liefert aber werksseitig nach wie vor 100 MBit, dir jetzt vermutlich auf 10 mal 256kBit gedrosselt sind. Welchen Nutzen hat das?

Oder fährt man tatsächlich auf "Lücke" und hofft dass nie 100 statt 10 User auf einen Knoten zugreifen? (was ja bei Festnetzlösungen absolut planbar ist. Bei Mobilfunk auch hier: zugegebenermaßen ein offensichtliches Problem)

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