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Indikatoren und Umschlag
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Moinsen,

ich hab folgende Frage zu Indikatoren: Bei uns an der Uni im analytischen Praktikum titrieren wir u.a. über pH-Indikatoren.
Nun geht es mir darum, welche Menge vebrauchter Maßlösung ich ablesen muss. Entweder das Volumen direkt vor dem Farbumschlag, oder das Volumen
mit welchem die Farbe umschlägt.

Nach unserem Skript müsste es immer der Wert davor sein (bspw. bei Methylorange od. Bromthymolblau). Allerdings sind als Beispiel meine Ansagen bei Bromthymolblau präziser,
wenn ich den Wert zum Umschlag hin ansage. Ist dies abhängig vom jeweiligen Indikator (gibt es in diesem Fall eine Liste?), oder unterliegen meine Analysen einem systematischen Fehler?

MfG ShaunX
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Abhängig davon, worauf die Mitarbeiter die Kontrolltitration machen.
Also da würde ich mal nachfragen.
Da es nur um einen oder zwei Tropfen geht, sollte das auch nicht das Problem sein. Man bekommt es meißt raus, wenn andere richtige Anagen gemacht haben und wie deren Umschlagpunkt war bzw, welchen Tropfen sie genommen haben.
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Wie soll man denn einen Verbrauch vor dem Erreichen des Umschlagspunktes ablesen? Das habe ich noch nie gehört und es erscheint mir unsinnig. Dass man den Umschlagspunkt erreicht hat, weiß man doch erst danach!?

Bei den meisten Titrationen ist der Umschlag scharf und die Frage erübrigt sich. Es kommt darauf an, wie die Maßlösung eingestellt wurde, vor allem gegen welchen Indikator. Es kann durchaus einen Unterschied machen, ob man mit NaOH gegen Phenolphtalein oder gegen Methylorange titriert, wenn sie nicht ganz frei von Carbonat ist. Und ob man eine Silbernitratlösung nach Fajans oder nach Mohr eingestellt hat macht eine systematischen Unterschied aus

Bei nicht scharfen Umschlägen verwendet man in der Regel eine Vergleichslösung: man stellt die Maßlösung gegen einen Urtiter ein und titriert bis zu einem bestimmten Farbton. Dann titriert man die Untersuchungslösung bis zum gleichen Farbton.
In diffizilen Fällen (Titration schwacher Basen, z.B. Alkaloide, Vorhandensein von Fremdionen oder Lösungsmitteln in der Lösung) ist darauf zu achten, dass man die Vergleichslösung mit möglichst ähnlichen Bedingungen (Fremdsalzkonzentration, Ethanolgehalt etc.) herstellt, wie sie auch in der Untersuchungslösung (am Titrationsendpunkt!) vorliegen.

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Er meinte, ob er den Tropfen vor dem Erreichen des Umschlagspunkts nehmen soll. Titrieren muss man natürich immer bis zum Umschlag.
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Eine schöne Übersicht von Merck:

https://www.file-upload.net/download-12847061/Indikatoren.pdf.html

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zweitens hat Folgendes geschrieben:
Er meinte, ob er den Tropfen vor dem Erreichen des Umschlagspunkts nehmen soll. Titrieren muss man natürich immer bis zum Umschlag.
Ja und? Das ändert doch nichts. Ich weiß immer noch nicht, wie mein Bürettenstand vor dem letzten Tropfen war.

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Am Anfang des Studiums ist man unter Umständen motiviert genug, um das eben doch zu wissen. Wink
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Das hat nichts mit Motivation zu tun, sonden es ist nicht praktikabel. Man kann natürlich annehmen dass 1 Tropfen 0,05 ml sind und zurückrechnen. Aber "annehmen" - wenn man eigentlich messen soll - ist immer schlecht. Ausserdem ist das Vorgehen Quatsch.

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Der eine Tropfen sollte, im Gegensatz zum erkennen des Farbumschlages und sonstiger Fehler, irrelevant sein. Wenn bei der Titration ein Tropfen mehr oder weniger einen relevanten Unterschied macht, dann macht man es falsch. Etwa zu geringe Volumina. Bei 10ml und 0,05ml pro Tropfen sind es 0,5% Fehler. Bei einem besseren Titrationsvolumen von 20ml schon nur noch 0,25%.
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lemmi hat Folgendes geschrieben:
zweitens hat Folgendes geschrieben:
Er meinte, ob er den Tropfen vor dem Erreichen des Umschlagspunkts nehmen soll. Titrieren muss man natürich immer bis zum Umschlag.
Ja und? Das ändert doch nichts. Ich weiß immer noch nicht, wie mein Bürettenstand vor dem letzten Tropfen war.

Doch, weil du nach ein paar Titrationen weißt, wieviel ein Tropfen in ml ist!! Das ist, glaube ich, verständlich und genau genug.
Also vom dann abgelesenen Wert wird dann z.B. 0,3ml abgezogen.
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Indikatoren und Umschlag
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