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Wenn man eine "Einpunktkalibration" vornimmt, dann ist es geschickt, den Kalibrationspunkt möglichst mitten im bevorzugten Messbereich zu platzieren. Wenn man mehr Genauigkeit über den gesamten Messbereich braucht, dann hilft nur ein "Kalibrierdiagramm", in dem man die Ablesung über den "Sollwerten" der Salzlösungen aufträgt. Dann muß man "nur" noch eine plausible Kurve durch diese Punkte legen und kann etwas genauere Messwerte angeben, als ohne Kalibration.

Es kann gut sein, daß Haarhygrometer mit der Zeit altern und dann ihre ursprüngliche Kalibration verlieren. Gerade bei sehr nasser Lagerung kann das Keratin zum Teil hydrolysieren und dadurch hygroskopischer werden (mikrobiologische Faktoren wurden nicht erwähnt). Bei zu starker/langer Streckung der Haare kann die Elastizität leiden, weil die Proteinfilamente überstreckt und eventuell gar zum "Kriechen" animiert werden. Es würden sich dann mehr kristalline Bereiche ausbilden.


Bei der Auswahl der Salze sollte man diejenigen bevorzugen, die einen geringen Temperaturgradienten in der Ausgleichsfeuchte aufweisen. Gerade Salze mit einem sehr starken Temperaturgradienten der Löslichkeit können zu starken Änderungen der Ausgleichsfeuchte und somit des Messwertes führen. Salze mit einem Hydratsprung innerhalb des relevanten Temperaturbereiches sind zu meiden, da oft der Löslichkeitsgradient beim Hydratsprung einen Knick bekommt und es zu beiden Seiten davon zu metastabiler Existenz des "falschen" Bodenkörpers kommen kann. In den verlinkten Diagrammen kann man solche Spezies (großer Gradient) schon bein flüchtigen Ansehen aussortieren, da sie "schief" im Bild liegen.
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Da ich keinen "Luftverwirbler" habe, den ich im Inneren eines Gefäßes zum Einsatz bringen könnte, frage ich mich, ob ich die Methode "saugfähiges-Papier-in-Salzlösung-tränken-und-Gefäß-damit-auskleiden" (so wie ich sie im Eingangspost illustriert habe) anwenden könnte. Oder sind dabei verfälschende Effekte zu erwarten?

Ausserdem frage ich mich, ob die Salzlösung gesättigt ohne Bodensatz sein muss oder einen solchen enthalten darf bzw sollte, damit sie wirklich gesättigt ist. Spielt es für die Wasserdampfsättigung im Luftraum über der Lösung eine Rolle, wenn die Lösung noch ungelöstes Salz enthält?

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Pok
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Glaube nicht, dass es mit der Methode verfälschende Effekte gibt. Zur zweiten Frage: ohne Bodenkörper könnte es durch geringe Temperaturunterschiede lokal durch Verdunstung zur Übersättigung kommen, z.B. wenn 5 Wände warm sind und eine kälter. Die übersättigte Lösung wäre logischerweise hygroskopischer als eine gesättigte. Mit Bodenkörper stellt man immer sicher, dass man eine gesättigte Lösung hat. Das wäre m.E. also besser. Wenn durch die Temperaturunterschiede mal etwas Salz trockenfällt, dürfte das keinen Einfluss haben. Das zieht erst dann Wasser aus der Luft, wenn eine gesättigte Lösung das auch tut, glaube ich.

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Gefühlsmäßig halte ich das mit den Streifen für so eine Anwendung für nicht so optimal... das Gleichgewicht sollte mit einer Lösung mit Bodenkörper sein. Auf so einem Streifen können sich evtl trockene Bereiche bilden, es werden sich Kristalle abscheiden... kurz - wenig reproduzierbare Verhältnisse. Besser einfach Geduld walten lassen und nach 1 Tag ist sicher ein Gleichgewicht erreicht (wenn es nicht zu starke Temperaturschwankungen gibt, wobei das bei den Salzlösungen idR nur wenig Unterschied macht)
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Der Bodenkörper in der gesättigten Lösung ist ein "Muss", um die Sättigung zu stabilisieren. Das Auskleiden der Wand mit Filterpapier halte ich für "möglicherweise hilfreich". Das aus dem Papier verdunstende Wasser hinterläßt einen kapillar-aktiven Kristallteppich, in dem neue Lösung hoch gezogen wird. Dieses "Kriechen" von Randkrusten wird immer wieder beobachtet und ist für z.B. K2CO3 ein bekanntes Übel.


Luftverwirbler... Eventuell läßt sich ja eine Art Propeller an einem unter dem Deckel hängenden Magnetrührfisch aufhängen und in Bewegung versetzen... Oder eine erhöht gelagerte Kompassnadel läßt sich von unten auf einem niedertourigen "Rührfeld" mitnehmen.
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