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Hilfe beim Mikroskopkauf
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Liebe Freunde der Mikrobiologie!

Seit einiger Zeit überlege ich welches Mikroskop ich mir kaufen sollte. Ich habe zwar eines aber das ist eher für 6-Jährige. Confused

Also wollte ich mal fragen mit welchen ihr so arbeitet (vielleicht auch Foto) und welche Marken/Modelle zu empfehlen sind.
Es sollte auf jeden Fall nicht mehr als 250 Euro kosten (bin Schüler und habe nicht das Geld für z.B. ein Zeiss).

Das "Erudit DLX 40x-1000x" von Bresser macht einen ganz guten Eindruck, und auch die Kundenbewertungen im Internet sind gut. Link.

Was ist eure Meinung dazu?

Vielen Dank und schönen Abend noch!

mfg Patrik Razz

//edit by NI2: Link gekürzt

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Mit freundlichen Grüßen,

Patrik
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Die Wahl richtet sich natürlich vorrangig nach dem geplanten Einsatzgebiet und nach den gestellten Erwartungen an das Gerät.

Gleich vorweg, für 250 € bekommt man kein qualitativ hochwertiges Gerät. Das sollte ohnehin klar sein. Aber für den Anfang ist das, so denke ich, auch nicht notwendig. Hier (Link) kannst du dir ein paar Modelle in deinem Preissegment ansehen. Alle Geräte die du hier siehst sind natürlich aus China (auch die teureren Modelle), was aber nicht unbedingt automatisch schlecht sein muss. Viele Hersteller gehen mit ihrem europäischen Know-How nach Asien um dort günstig herzustellen. Auch Zeiss, Leica und Co stellen nicht mehr alles selbst her sondern lassen Teile im Ausland herstellen.

Eine Möglichkeit wie man (auf dem Preisniveau) zu einem besseren Mikroskop kommt wäre ein Gebrauchtkauf. Und zwar nicht auf ebay, sondern bei bekannten Verkäufern wie http://www.thilo-immel-optics.de oder http://www.mikroskop-online.de. Dort (vor allem beim ersteren) könntest du nachfragen ob die etwas passendes für dich haben. Hochwertige Produkte (also wirklich Zeiss, Leica, Olympus, Leitz) verlieren mit der Zeit nur wenig Wert und Funktionalität.

Ich selbst besitze ein 25 Jahre altes Leitz/Leica welches ich aber nur ab und an zum Herumspielen benutze. Trotz seines alters ist es immer noch qualitativ hochwertiger als viele der China-Produkte. Das gleiche kann ich auch von meinen Carl Zeiss Optiken behaupten.


Übrigens: Wenn du mal in Wien bist, dann könntest du mal hier vorbeischauen: http://www.mikroskop-shop.at/shop Sind sehr nette Leute dort. Du musst ja nicht alles aus Deutschland bestellen...

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Ich kann meinem Vorredner nur beipflichten! Ein gebrauchtes Markenmikroskop würde ich in jedem Falle einem fabrikneuen "Fernostprodukt" vorziehen. Und lieber 200 Euro mehr ausgeben!

Ich habe mir vor mittlerweile 17 Jahren ein schon damals gebrauchtes Zeiss Standard 16 gekauft (für damals 1000,- DM, also knapp über 500 Euro). Ich benutze es immer noch und es funktioniert tadellos (Hämatologie, Zytologie, Bakteriologie). Dieses Mikroskop, gibt es zur Zeit auf Ebay (hier). Natürlich muss man sich die Konditionen angucken ob man es evtl. zurückgehen lassen kann, wenn es nicht in Ordnung ist . Das ist das kein high-end Gerät für Telemikroskopiekonferenzen oder Videoprojektion. Aber zum Fotografieren ist es z.B. gut geeignet (meine Mikrofotos). Ausserdem lässt es sich durch Zukauf neuer Objektive aufrüsten (Traumbilder: 64-er Ölimmersionsobjektiv!). Zubehör dürfte es noch reichlich geben, ausserdem passen da auch neuere Zeiss-Objektive dran. Für den Hobbygebrauch allemal ein super Mikroskop!

Mikroskop prüfen:

- Alle mechanischen Teile müssen gut beweglich sein, die eingestellte Position halten und dürfen kein Spiel haben.
- Mit einer Lupe und seitlichem Licht die Frontlinsen der Objektive auf Kratzer prüfen.
- Ein Präparat unterlegen und in allen Vergrößerungen durchmikroskopieren. Schmutz im Gesichtsfeld? Am Okular drehen, um zu sehen ob Schmutz im Bildfeld vom Okular (weniger schlimm, kann man leichter reinigen) oder Objektiv ist.
- Darauf achten, dass keine spärische und keine chromatische Aberration auftritt.
- Es müssen eine Leuchtfeldblende und eine Kondensorblende vorhanden sein (beim Standard 16 serienmäßig). Wenn man durch das Mikroskop sieht, das Präparat scharf einstellt, die Leuchtfeldblende schließt und den Kondensor soweit senkt, daß die Blende im Präparat sichtbar wird, muss sie sich mit den Zentrierschrauben am Kondensor mittig einstellen lassen. Wenn die Optik gut ausgerichtet ist, verrutscht dieses Bild der Blende nur wenig, wenn man ein anderes Objektiv in den Strahlengang schwenkt.

Bei weiteren Fragen bitte melden!

MfG
lemmi

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Vielen Dank für eure super Antworten!

MFg

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Patrik
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Ich habe mir erst jetzt den link zu dem "Erudit"-Mikroskop von Besser angesehen und bemerkt, daß das ein monokularees Gerät ist. Auf die Idee, daß du sowas kaufen wolltest, bin ich gar nicht gekommen. Tu es nicht! Binokular ist Klassen besser und ein neues Mikroskop kauft man sich nicht alle paar Jahre. Wink

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Auch ich habe mal vor 30 Jahren "mikroskopiert" und kann die Empfehlungen von frankie und lemmi ausdrüclichk bestätigen!

Hier mal ein Beispiel für den von lemmi genannten Klassiker von Zeiss: http://www.mikroskopie-ph.de/index-Mikroskope.html

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Auf der Website von LIDL, dem Discounter, wurden zu Weihnachten eine Reihe von Mikroskopen angeboten. Das Teuerste 169 Euro.
Habe das dann in der Filiale reduziert für 69 Euro (!) gesehen und mir geholt.
Bin begeistert, das P/L ist kaum zu schlagen.
Sogar ein USB-Objektiv ist dabei.

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Hallo,

Ich würde auf ein Binokulares Mikroskop zurückgreifen und gleich ein besseres Mikroskop kaufen. Die Investition lohnt sich auf alle Fälle, da du dich länger an einer besseren Qualität und guter Lebensdauer erfreuen kannst. Habe mir auch letztens ein Neues gekauft - eines von Bresser, mir fällt der Name aber grad nicht ein - wenn ich den finde, werde ich hier nochmal Bescheid geben.

Herzliche Grüße!

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