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Herstellung von Styrol aus Jogurtbechern
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Herstellung von Styrol aus Jogurtbechern


Geräte:

Schere, Mikrobrenner, Reagenzgläser, Halbmikrostativ, Gummistopfen, Spritzenkanülen, elektronischer Temperaturfühler, Topfschwamm aus Stahlwolle


Chemikalien:

Jogurtbecher aus Polystrol (nachfolgend auch PS genannt), 3 g


Hinweis:

Styrol ist wassergefährdend, brennbar und gesundheitsschädlich. Außerdem riecht es charakteristisch durchdringend.


Durchführung:

Ein Jogurtbecher aus PS (s. Zeichen auf dem Boden) wird zerschnitten, damit er in ein 16/160er Reagenzglas passt. Wenn's nicht gleich passt, mit dem Brenner zusammenschmelzen und nachstopfen. In einen Gummistopfen werden 4 lange Spritzenkanülen vorsichtig eingeführt und umgebogen. Sie dienen als Kühlrohre. Der präpariere Stopfen wird auf das Reagenzglas gesteckt und ein weiteres Reagenzglas als Vorlage eingespannt. Nun wird das PS im ersten Rg. wird kräftig erhitzt. Die entstehenden Dämpfe kondensieren im zweiten Reagenzglas zu einer dunklen Flüssigkeit.

Der Stopfen wird hernach auf das zweite Reagenzglas gesteckt und das erste mit dem verkohlten Rest entfernt. Die Kanülen werden in ein frisches Reagenzglas geführt, zusammen mit einem Temperaturfühler. Auf diese Weise wird das rohe Styrol durch Destillation gereinigt. Die Kondensationstemperatur wird gleichzeitig ermittelt.

Das Produkt wurde gewogen und mit einem Krümel Hydrochinon in ein Mikroreagenzglas eingeschmolzen. Nach der Reinigung der Geräte kann es dann keine Gruchsbelästigung mehr geben.

Die Ausbeute betrug 1,1 g (37 % der Theorie).


Entsorgung:

Styrol kann zur Entsorgung in den Behälter für halogenfreie organische Lösungsmittel gegeben werden.


Erklärung:

Polystyrol depolymerisiert in der Hitze. Dabei entstehen Oligomere, monomeres Styrol und Nebenprodukte. Die Destillation des rohen Styrols dient der Abtrennung von Oligomeren und Nebenprodukten.


Bilder:


Plasikbecher aus PS, zerschnitten.


Zusammenschmelzen des PS, damit es in das Reagenzglas passt.


Der gesamte Versuchsaufbau.


Das rohe Styrol als Destillat im Reagenzglas rechts.


Destillation des rohen Styrols. In der Vorlage ist der Temperaturfühler sichtbar.


Auf dem Bild davor vergessen: Topfkratzer wirkt als Mini-Füllkörperkollonne bei der Destillation.


Das destillierte Styrol eingeschmolzen. Ausbeute war 1,1 g.

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NI2
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Sehr schön, da geht's ja gleich los Smile

Ein paar Tipps noch:

Formatierung:
- Vor Jeder fettgedruckten Zeile (Teilüberschrift) zwei und danach eine leere Zeile.
- Bildunterschrift ohne Leerzeile unter Bild und dann eine leere Zeile dann nächstes Bild
- Umgangssprache wenn möglich vermeiden ("stinkt", "wenn's",...) um den Artikel möglichst sachlich zu halten.
- Bei der Erklärung kann man noch 'ne Strukturformel zeigen.
- Abkürzungen wie "PS" mindestens einmal klären
- Ausbeute könnte man wie bei der Synthesen-Vorlage mit Leerzeile einfügen.

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Hallo,

sieht schön aus,

Wenn du das Styrol längere zeit aufbewahren willst ohne dass es wieder Polymerisiert, solltest du es mit Hydrochinon stabilisieren.

mfG
Lithiumoxalat.
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NI2
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Zitat:
Das Produkt wurde gewogen und mit einem Krümel Hydrochinon in ein Mikroreagenzglas eingeschmolzen.


Hat er doch geschrieben. Für Styrene zeigt sich außerdem tBu-Catechol als Stabilisator gut geeignet, wobei die Mengen zwischen 50-500 ppm schwanken, je nach Styren.

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Stimmt, ich habs überlesen.
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Pok
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Zur Formatierung: wer sich damit nicht anfreunden kann oder wem es zu umständlich ist, dann kann die Vorschrift auch in der Spielwiese veröffentlicht bzw. dahin verschoben werden. Dort ist so eine Anleitung genauso viel wert wie als Artikel. Die Formatierungsregeln sollten niemanden abschrecken, etwas zu veröffentlichen. Wink
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NI2
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Ruhig lieber erstma hier posten. Wenn's es nur diese Kleinigkeiten wie Leerzeilen sind werden die vom Mod beim Verschieben gerne nochmal schnell gemacht. Aber du hast natürlich recht, an der Formatierung sollte es nicht scheitern. Aber wir hatten ja eh schonmal diskutiert diese vielleicht ein wenig anzupassen, aber das ist kein Grund sich abschrecken zulassen Smile

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Einige kleine Änderungen gemacht. Hab gerade kein Formelprogramm installiert (SSD war abgerauscht vor Wochen), kommt später noch.

Gruß
Dr. K.

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Die idee mit den Kanülen als mikro-Kühlrohre finde ich genial. Aber machen die Ansatzkoni aus Kunststoff keine Probleme bzw. werden die vom Styrol nicht angegriffen (das Destillat auf dem 4. Bild sieht so verdächtig grün aus? Very Happy ) Warum hast Du nicht einfach ein abgewinkeltes Glasrohr genommen?

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lemmi hat Folgendes geschrieben:
Die idee mit den Kanülen als mikro-Kühlrohre finde ich genial. Aber machen die Ansatzkoni aus Kunststoff keine Probleme bzw. werden die vom Styrol nicht angegriffen (das Destillat auf dem 4. Bild sieht so verdächtig grün aus? Very Happy ) Warum hast Du nicht einfach ein abgewinkeltes Glasrohr genommen?


Ja, eigentlich diente die Apparatur zur Alkoholdestillation bei einer Lehrerfortbildung und ich habe sie hierfür missbraucht. Das Problem sind nicht die Ansätze (aus PE oder PP), sondern die schmalen Kanülen, die schnell zupolymerisieren, wenn man sie nicht sofort reinigt. Ein Glasrohr geht selbstverständlich auch, gegebenenfalls ein längeres für ausreichende Kühlwirkung.

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Schöner Versuch - mal klasse im Probierglas-Maßstab dokumentiert! Spritzkanülen als ableitende Destillationsrohre - habe ich bisher auch noch nicht gesehen... Wink

Mikromaßstab, um umweltfreundlich zu sein...? Nichts für mich Grobmotoriker..... Wink

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Bitte noch die Erklärung durch Formel ergänzen!

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