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Herstellung von Dauerpräparaten am Beispiel der Zwiebel
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Herstellung von Dauerpräparaten am Beispiel der Zwiebel

Geräte:

Mikroskop, Bechergläser, Magnetrührer mit Rührfisch, Objektträger, Deckgläser, Glasstab, Skalpell

Chemikalien:

Wasser
Glycerol
Gelatine
Phenol (C, T)


Ethanol (F)



Hinweis: Die hergestellte Glyceringelatine ist giftig, da Phenol enthalten ist! Es kann aber auch durch Benzoesäure ersetzt werden.

Durchführung:

1. Herstellung der Glyceringelatine:
Man gibt in ein 50ml Becherglas einen Rührfisch, stelle es bei 100°C Plattentemperatur auf den Magnetrührer und gebe 12 ml 85% Glycerol und 10ml Wasser hinzu. Dann beginnt man mit 300U/min zu rühren. Währendessen lässt man ein Blatt Gelatine (ca. 1,7g) in Wasser quellen und löst es anschließend in der Glycerin Lösung. In einem zweiten Becherglas mit Rührfisch bereitet man folgendes Gemisch: 17ml 85%iges Glycerin und 5g Gelatine.
Durch erhitzen klärt sich die zweite Lösung bald und wird in die Erste gegeben. Und zwar nur so viel, dass man eine leicht viskose Flüssigkeit bekommt.
In diese fertige Glyceringelatine gibt man nun 0,5g Phenol zur Konservierung.
Vorzugsweise gießt man etwas der flüssigen Gelatine in ein Reagenzglas und lässt aushärten. Durch erhitzen im Wasserbad und herausnehmen mit einem Glasrohr kann der Objektträger so eingedeckt werden.

2. Herstellung eines Zwiebel Dauerpräparates:
Man nehme eine Küchenzwiebel und schneide von deren Außenschale ein kleines Quadrat ab. Dieses gibt man 30 Sekunden in kaltes Wasser, beträufelt auf einem Küchenpapier mit zwei Tropfen Ethanol und lässt kurz trocknen. Indessen bestreicht man einen Objektträger im Mittelbereich mit Glyceringelatine erwärmt kurz über der Spiritusflamme (nur ca. 5 Sekunden!) und bettet die Zwiebelschale dort ein. Über die Zwiebelschale kommt direkt eine dünne Schicht Glyceringelatine und ein Deckgläschen, welches angedrückt wird. Nach 10 Minuten ist die Glyceringelatine ausgehärtet, man schneidet die überstehenden Ränder ab und umrandet mit farblosem Nagellack und lässt wiederum 3 Minuten trocken. Nach anschließender Beschriftung wird das Präparat betrachtet.

Entsorgung:

Die Glyceringelatine sollte wegen des enthaltenen Phenols zu den organischen Abfällen gegeben werden. Zwiebelreste können über den Hausmüll entsorgt werden.

Bilder:

Man sollte dann folgendes sehen:


In jeder Zelle findet sich ein rhombischer Kristall, bestehend aus Calciumoxalat.
Calciumoxalat entsteht als Abfallprodukt beim Abbau des Zellinhaltes in den Zellorganellen (Mitochondrien).
(Bild 2 ist dankend von Frankie übernommen worden.)


Zur leichteren Identifikation hier eine Aufnahme von Oxalsäure-Dihydrat, ebenfalls rhombische Kristalle.

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Cool, ich glaube das mache ich, da ich die Sachen da habe, auch gleich mal
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Mhhh, ... gar nicht einmal so schlecht Wink Das kann man sich bei ner Zwiebel aber schenken. Und zum Herstellen von Quer- oder Laengsschnitten, bzw. anderen Praeparaten empfehle ich eine frische Rasierklinge statt des Skalpells. Bei feinen Schnitten ist ein Handmikrotom sowieso vor zuziehen.

mfg

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Irgendwelche negativen Aspekte muss man ja finden ^^

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In Fall der Zwiebel ist ein Schnitt, egal ob mit Skalpell, Rasierklinge, Mikrotom oder Laser nicht angebracht.
Zwiebel sind schalenförmig aufgebaut wobei die einzelnen Schalen durch ein Häutchen getrennt sind.
Dies besteht aus einer einlagigen Zellschicht und ist bestens als Präparat geeignet.
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Ja chemdoc, aber die präperation dieser Epidermis wurde schon von Frankie beschrieben..

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Hier noch von mir eine Calciumoxalat-Aufnahme:


Die Erwähnung von Rasierklinge und Mikrotom war nicht explizit auf die Zwiebel bezogen, sondern allgemein.

mfg
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Meine Aufnahme reicht doch oder ?

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Wenn man nur "Erstausgaben" posten würde, dann wären alle Foren und Bücher leer.
Oder stehst du Nico auf dem Standpunkt, dass man ein gelungenes Experiment niemals wiederholen sollte?
Warum soll ich ein Rad eckig machen nur weil ein anderer es rund macht.
Mein Respekt verdient vor allem die Plazierung der Ochsalatkristalle in die Zellen.
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Da hast du recht Karl Heinz...
Erstaunlich finde ich auch die Form, denn sie ähnelt sehr der von Oxalsäure Dihydrat (Rhombische Kristalle).
Hier mal eine Aufnahme von Oxalsäure, ein Vergleich macht die Identifikation einfacher :


LG

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