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Also schonmal ganz schön, zumal ich Metallorganik mag.

Ein wichtiges Detail würde ich noch auf jeden Fall ergänzen - mal abgesehen von weiteren möglichen Beispielen:

Die Grignardverbindungen sind an Lösungsmitteln koordiniert, meist Diethylether. Denn wenn man sich so das Magnesium in der Grignard ansieht stellt man fest, dass es dumm gelaufen ist mit dem Elektronenoktett (wenn man einmal ganz naiv bei diesem Modell bleibt). Die noch fehlenden Elektronen werden durch die freien Elektronen des Sauerstoffatoms im Ether geliefert.

Daraus ergeben sich Konsequezen für die Herstellung:

Das Magnesium wird als Pulver im Ether zu einer Suspension aufgeschlämmt und unter mechanischem Rühren wird das Halogenalkan zugetropft. (Das ganze natürlich unter Rückfluss und Schutzgas, bzw. trockenem Stickstoff)
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Für Grignards braucht man kein Schutzgas, die Etherdämpfe reichen aus... Wink

Wenn das eine Namensreaktion wird ist aber sowieso schon fast zuviel beschreibungsmäßig da, da muss nichts mehr hinzugefügt werden. Allerdings muss dafür der Reaktionsmechanismus noch eingefügt werden.

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Oke...ich versuch mich mal in dem Zeichenprogramm. ob ich es hinbekomm weis ich aber noch nit. Confused Crying or Very sad
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Zitat:
Für Grignards braucht man kein Schutzgas, die Etherdämpfe reichen aus... Wink


Also praktische Erfahrungen habe ich zwar NOCH nicht, aber im Vollhardt wird die Synthese einer Gringardverbindung besprochen und in einer Versuchsanordnungskizze und auch im Text wird auf strengen Feutigkeitsausschluss hingewiesen. Am einfachsten wird dies mit trockenem Stickstoff erreicht.

Sollten die Etherdämpfe aber tatsächlich ausreichen könnte mir das nach den Osterferien während meiner Facharbeit im schulischen Labor sehr hilfreich sein^^
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Diethylether reicht vollkommen aus.
@RObin: Wenn du magst kann ich dir mal eine Versuchsvorschrift aus unserm Labor schicken.
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Ich habe schon mit Grignards gearbeitet (---> s. Synthese von Diphenylanthracen) und Schutzgas braucht man nicht. Wink Bei Lithiumorganylen hingegen braucht man Schutzgas, insbesondere da in höhersiedenden Lösemitteln wie Hexan gearbeitet wird.

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Also was soll ich hier jetzt noch ergänzen?
Hatte die tage viel zu tun. Crying or Very sad
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Ich werde es am Freitag überarbeiten und dann verschieben (habe derzeit auch sehr viel zu tun). Wink Du musst nichts mehr ändern.

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Allgemeine Frage für Grignards: In welchen Fällen kann man Diethylether durch THF ersetzen und in welchen nicht, mal abgesehen davon, dass man bei Nutzung von THF evtl. unter Argon arbeiten sollte?
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Ich kenne einen "Grignard", den man lieber in geradkettigen Ethern herstellt: Methylmagnesiumiodid. Diese Verbindung bildet mit THF ein schwer lösliches Addukt, die dann das Magnesium "dicht" macht. In Ethyl- und Butylether dagegen kann man sogar recht hohe Konzentrationen erzeugen, ohne Nachteil für die Reaktion mit dem Substrat.

Bei Aryl-halogeniden arbeitet man gerne in THF, weil es einen höheren Siedepunkt (=mögliche Reaktionstemperatur) hat als Diethylether.

Mit 1,4-Dioxan kann man Magnesiumhalogenide komplexieren, was das Schlenk-Gleichgewicht in Richtung "Disproportionierung" (MgX2 + Mg(R)2) verschiebt.


Man sollte generell unter Schutzgas arbeiten, da Grignardverbindungen nicht nur hydrolysieren können, sondern sich auch oxidieren lassen. Man muß nicht immer Argon benutzen, Stickstoff reicht auch. Um Gas zu sparen sollte man mindestens einen Blasenzähler, besser ein Wirksames Überdruckventil im Gasausgang verwenden. Ether bildet, durch seinen hohen Dampfdruck, quasi sein eigenes "Schutzgas" aus Dämpfen.
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Danke für die Antwort! Habe einige Grignards mit Phenylmagnesiumbromid vor und werde es mit THF versuchen. Dabei ist vermutlich auch das Recyceln des LÖMI angenehmer. Ether ist eben so verdammt flüchtig... Argon habe ich zum Glück da! Smile
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Grignard-Reaktion
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