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Gitterpflanzenpresse
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Moin allerseits,
weiß jemand zufälligerweise wie man eine Gitterpflanzenpresse wie bspw diese hier benutzt?
Ich hab vor mir mal etwas derartiges zu "bauen", mit dem ich Pflanzen schneller und vielleicht besser trocknen kann als ein großer Bücherstapel mit Pflanzen in einem Schrank der Platz wegnimmt und unhübsch ausschaut. Selber machen will ich es, weil ich es einerseits nicht einsehe 70€ oder mehr für ein Kuchenrost auszugeben und andererseits brauch ich für einige Pflanzen auch größere Gitter/Bücher.

Im Prinzip ist das doch nur ein Gitter, darauf eine Holz/Pappe-Platte dann saugfähiges Papier, dann die Pflanze dann wieder Papier dann wieder Holz/Pappe und dann das andere Gitter darauf.

Dann das Ganze mit mini-Spanngurten festspannen und da fängt dann meine Frage an. Kann ich das auch in ner Trockenbox (mit Calciumchlorid oder Silica-Gel) oder im Backofen nutzen?

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mfg
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Mit deiner Zusammenfassung des Prinzipes kommst Du dem Ganzen recht nahe. Eine Google-Suche brachte recht wenige (verkaufende) Treffer.

Der Vorteil der Gitter scheint zu sein, daß sie luftdurchlässig sind, gegenüber lochfreien Holzplatten oder Ähnlichem. Über die Art der Gurte würde ich mir recht wenig Sorge machen, da man selten bei sehr hohen Temperaturen trocknen wird (unter 100°C). Ich würde im Autobedarf die kürzesten Gurte nehmen, die um das Paket passen. Ansonsten nimm doch etwas dickere Paracord und spanne, indem Du zuerst die beiden Senkrechten vom großen "H" wickelst und knotest, danach den Querstrich um die beiden Wicklungen legst und diesen separat stramm ziehst.

Zur Not kannst Du auch Tischlerplatten auf Wunschmaß zuschneiden und dann mit einer Lochsäge für Luftlöcher sorgen.

Mir fällt auf, daß oft Wellpappe als Zwischenlage verwendet wird. Wenn man sie immer mit den Kanälen parallel legt, dann kann aufsteigende Luft darin zirkulieren und die Feuchte aus dem Inneren des Stapels mitnehmen. Manche Stapel haben eine beachtliche Dicke, bevor sie gebündelt und getrocknet werden.


Das Trocknen sollte eigentlich sowohl im Backofen (Umluft, geringe Temperatur, Luftwechsel nach Außen) alsauch in der Trockenbox (ähnlich einm Exsikkator, ggf mut Luftumwälzung) funktionieren. Bei größeren Vorhaben kann man auch ein elektrisches Trockengerät an die Box koppeln.
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Re: Gitterpflanzenpresse
Pok
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In der Schule haben wir mal eine solche Presse gebaut und benutzt. Die sah genauso aus wie hier (runterscrollen zu "Presse selber bauen"). 2 Holzbretter mit je 4 Löchern für Schrauben und Flügelmuttern. Als saugfähiges Material haben wir Zeitungspapier benutzt. Hat gut geklappt.

So ein Gitter klingt auch gut, wenn man nicht 1 Monat warten kann. Vielleicht reicht schon die normale Luftzirkulation bei der Lagerung, sodass man es nicht im Ofen trocknen müsste. In dem link sieht das Gitter ziemlich feinmaschig aus, also nicht wie ein "Kuchenrost". Muss auch so sein, damit der Druck relativ gleichmäßig überall ist. Allerdings finde ich diese Spanngurte nicht optimal - wie soll man da ordentlich Druck drauf kriegen? Um höheren Druck zu erreichen, würde ich da einfach auch Schrauben und Flügelmuttern einsetzen. Dafür muss das Gitter natürlich sehr starr sein, weil es sich in der Mitte sonst wölbt.

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Rundum laufende Gurte erzeugen - besonders bei entsprechend großer Presse - sicher einen gleichmäßigeren Druck als Schrauben an den Ecken. Das ist eher was für kleinere Ausführungen. Gitter lassen die Luft natürlich besser zirkulieren als Holzplatten. Die Frage ist, wo man entsprechend stabile, große Gitter herbekommt. Ansosnten wurde alles schon gesagt: Wellpappe ist wegen der Luftzirkulation sehr zu empfehlen. Dazwischen würde ich Küchenkrepp einlegen.

Einen Backofen würde ich nur bei sehr feuchtigkeitshaltigen Pflanzen bzw solchen mit empfindlichen Farben benutzen und dann nur bis ca 50°C. Obwohl Humboldt und Bonpland anno 1800 im südamerikanischen Urwald ihre Pflanzenpressen sogar über dem Lagerfeuer aufgehängt haben - aber da war die Luftfeuchte vermutlich auch so hoch, daß sonst sie Gefahr des Schimmelns ziemlich hoch gewesen wäre.

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Zitat:
Rundum laufende Gurte erzeugen - besonders bei entsprechend großer Presse - sicher einen gleichmäßigeren Druck als Schrauben an den Ecken.

Das trifft nur auf gekrümmte Flächen zu. Ist die Fläche eben, dann kann der Gurt, abgesehen von den Ecken, keine Kräfte nach unten hin ausüben.
Wie soll der Gurt dort, wo er parallel zur Fläche verläuft, Kräfte im 90° Winkel ausüben? Also abgesehen vom Eigengewicht... wenn der Gurt 100kg wiegt, dann kommt da natürlich auch ein bisschen was zusammen, wenn er einfach nur drauf liegt Wink
Schraubzwingen oder halt einfach Schrauben sind da schon eine gute Lösung. Alternativ einfach eine steife Deckplatte, welche sich nicht ohne weiteres verbiegt und so automatisch die Kräfte gut verteilt. Dann spielt es kaum noch eine Rolle, wo genau die Kraft wirkt.
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Zitat:
Das trifft nur auf gekrümmte Flächen zu.
Sobald ich eine nicht unendlich starre Platte ausschließlich an den Rändern belaste, ist sie automatisch eine gekrümmte Fläche und je größer eine Platte ist, desto leichter kann ich sie verkrümmen. Der Gurt hat also die Eigenschaft, eine durch die Last hervorgerufene Verkrümmung sofort wieder in Teilen zu korrigieren. Vermutlich ist das aber irrelevant, da es kein Problem ist, eine praktisch "unendlich" steife Platte zu bekommen. Man will ja keine Diamanten aus den Kräutern pressen. Außerdem strebt ein gespannter Gurt einen minimale Umfang an, also eigentlich eine kreisrunde Form. Irgendwas an dem Aufbau muss sowieso steif sein, sonst biegt er beide Platten krumm.
Praktisch ist es ganz sicher einfacher, die Deckplatte mit Winkeln zu versteifen, dann biegt da auch nichts mehr. Kanthölzer draufleimen oder Flachstahl drauf schweißen, je nachdem woraus sie ist, dann verteilt sich die Last ohne Probleme, falls überhaupt Probleme aufkommen. Als einfachste Maßnahme bieten sich erstmal große Unterlegscheiben an, die man baut indem man in dicke Blechscheiben Löcher bohrt.
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Naja, das ganze soll doch am Ende eine Glatte sachen sein? Also wird man wohl eher nicht mit einer völlig verzerrten Vorrichtung arbeiten.
Wenn ich mich an diesem Bild orientiere, wird klar, dass die Kräfte des Gurtes sich auf beiden Seiten aufheben und es zu keiner Krümmung kommt. Wenn das Bild völlig falsch ist und der Aufbaut ziemlich dick ist mit viel weichem Material in der Mitte... dann mag das anders sein.
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Natürlich nicht völlig verzerrt, nur ganz wenig verzerrt, wenn man noch etwas Pappe und Krepp da drunter hat, kann da theoretisch etwas nachgeben. Eine derart dicke OSB-Platte wird sich aber sowieso nicht an ein paar Blättern, Pappe und Krepp verbiegen lassen, die Diskussion ist völlig theoretisch Laughing Und wenn man paranoid ist, dann kann man ja einfach noch ein großes Gewicht in die Mitte legen. Es sind ja nur Blätter. Theoretisch könnte man die Spannung des Gurtes auch in die Mitte der Platte lenken indem man in der Mitte unter den Gurt einen Keil oder sowas schiebt. Aber es wird nicht nötig sein, außer er will eine ganze Herkulesstaude pressen und hat nur dünnes Sperrholz im Haus Razz
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Schon mal an "Lochblech" gedacht?

Z.B. https://www.amazon.de/Lochblech-QG10-15-Aluminium-Zuschnitt-individuell/dp/B077M74VDN/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1536748812&sr=8-6&keywords=lochblech&th=1

Gibt auch welche aus Edelstahl, was dann auch noch stabiler sein dürfte....


Bj68
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Pok
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Xyrofl hat Folgendes geschrieben:
Außerdem strebt ein gespannter Gurt einen minimale Umfang an, also eigentlich eine kreisrunde Form. Irgendwas an dem Aufbau muss sowieso steif sein, sonst biegt er beide Platten krumm.

Also entweder sind die Platten biegsam, dann hilft ein Gurt nix, weil er die Platten somit ebenfalls biegt (vielleicht sogar stärker?) wie randständige Schrauben. Oder die Platten sind steif, dann ist ein Gurt auch nicht besser als Schrauben mit Flügelmuttern.
Der Vorteil eines (Spann)gurtes ist, dass der sich sehr schnell festziehen lässt. Bei den Schrauben dauert das immer ein bisschen. Diese im link vom ersten Post zu sehenden Gummibändchen aber erzeugen keinen richtigen Druck. Darum gings mir.

@BJ68: Ein wirklich stabiles Gitter, das sich nicht verbiegt, sollte das Blech nicht parallel zur Pressfläche haben, sondern senkrecht. Andererseits wird das dann "einschneidend". Man könnte das flache Gitter außen mit so einem senkrechten Gitter verstärken.

Allerdings macht dieser ganze Gitterkram wieder viel Arbeit und kostet Geld. Holzbretter kosten fast nix und lassen sich leicht zurechtsägen. Ich würde die längere Wartezeit beim Trocknen in Kauf nehmen. Besser als ne Bücherpresse ist es auf jeden Fall. Diese Wellpappe würde ich allerdings nicht mehmen. Entweder drückt man so stark, dass die Luftgänge sowieso zusammengepresst werden oder man drückt schwächer und erhält unschöne "Artefakte".

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ja der Plan wäre ein Lochblech oder Ähnliches aus dem Baumarkt zu nutzen und das ggf noch mit Metallstangen zu verschweißen um es stabiler zu machen.

@Xyrofl Very Happy ja eine Herkulesstaude (also eine ganze Pflanze) wollte ich im nächsten Frühling / Sommer mal trocknen. Diesen Sommer habe ich nur Blätter getrocknet und einige verschiedene Methoden ausprobiert:
- Auf einer Styroporplatte mit Brotpapierstreifen und Nadeln fixieren und in ne Tüte mit Calciumchlorid. Das hat die Farbe recht gut erhalten ist aber sehr aufwendig und nimmt viel Platz weg
- In den Backofen auf eine Lage Zeitungspapier legen, darauf Küchenpapier und das ganze mit Besteck beschweren. Die Blätter sind zwar schnell trocken und es riecht (zumindest bei der Herkulesstaude) ganz
nett aber die Blätter sind natürlich nicht so hübsch glatt.
- Diese Variante die an Schulen immer gerne benutzt wird. Holzplatte, dann ne ordentliche menge Küchenkrepp dann ein Blatt, dann wieder Küchenkrepp und dann wieder ne Holzplatte. Das ganze beschwert mit
Zeltgewichten mit insgesamt 50 kg. Das funktionierte nicht all zu gut, das Blatt ist mir weggeschimmelt.
- Unter Büchern mit Küchenkrepp, das hat gut funktioniert, dauert aber lange und man hat für gewöhnlich keine Bücher die groß genug sind

Noch was zum Küchenkrepp:
Ein Sturm hatte meine Datura stramonium umgeschubst und ich hab ne größere Menge in Büchern getrocknet und gestern rausgenommen und aufgeklebt. Bei einem Großteil der Blätter kam es zu den von Pok angesprochenen Artefakten welche ich kurz für irgendeinen Pilz oÄ hielt.


Mir fällt gerade noch ne Frage ein, die perfekt zu dem Thema passt. Ich sehe in den meisten Online-Herbarien, dass die Pflanzen entweder auf das Papier laminiert sind oder mit dem Paketband (Gummi-Arabicum auf einer Seite des Papierstreifens) aufgeklebt sind.
Warum nimmt man nicht direkt eine Lösung von Gummi Arabicum? Gibt es da irgendwelche Nachteile die ich bisher übersehe?

Ich hab den Hauptteil meines Herbariums mit den Gummi Arabicum Papierstreifen auf weißes Kartonpapier geklebt und das ganze dann in eine Dokumentenhülle, die bewahr ich alle in einem Ordner auf. Gestern hab ich mal eine 10 % Gummi Arabicum Lösung ausprobiert das dauert zwar etwas länger bis es hält (ich glaube ich hab zu viel verwendet) aber dann hat man nicht die störenden Klebestreifen im Weg.

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bei Gurten als Druckmittel würde eine außen mittig aufgesetzte Leiste die Kräfte schön so verteilen, daß das gewünschte Ergebnis entsteht, dann drückt nämlich der Gurt mittig über die Leiste auf die Platte sowie an den Rändern der Platte.

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Unendliche Vielfalt in unendlicher Kombination.

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Das Kleben mit Papierlaschen hat den Vorteil, daß die Verbindung von der Lasche zum Kartonhintergrund sehr gut und über längere Zeit (Jahrhunderte) hält. Beim direkten Kleben wird eine starre Verbindung von Pflanze und Karton erzeugt, die eher zum Abreißen oder Brechen der Pflanze führen kann. Das ist besonders bei stark wachsigen und spröden Pflanzen der Fall. In wissenschaftlichen Sammlungen will man ja die Möglichkeit haben, später recht unkompliziert Proben entnehmen zu können.



Herakleum giganteum ist eine ziemliche "Ansage". "Etwas" größer ist noch das Blatt von Amorphophallus titanum.

Für eine "Großformatpresse" könnte es hilfreich sein, die Zwischenlagen aus Wellpappe mit einer Zwangsbelüftung zu versehen. Dabei würde die eine Kante der Presse in einem Luftkasten eingedichtet und mittels Gebläse mit einem Überdruck beaufschlagt. Die (eventuell vorgewärmte) Luft muß also durch die Kanäle in der Wellpappe entweichen und kann dabei die eindiffundierte Feuchte abtransportieren.


Für das geplante Format empfehle ich Europaletten als Pressbacken. Die sind recht steif, überall verfügbar und lassen sich auch später wieder abgeben. Bei derart starkem Probenmaterial ist vermutlich die Polsterung eine Herausforderung. Man muß die Blattfläche flach stützen und darf die mächtigen Adern nicht übermäßig zerdrücken.

Eine andere Idee ist, daß man die Presse horizontal aufbaut und die Blattrückseiten zuerst mit einem Vlies bedeckt, um aufgestreutes Silikagel einfacher und sauberer wieder entfernen zu können. Unter der Blattoberseite (nach unten liegend) kann man ja auch ein Vlies legen, das die Wellpappe abpolstert. Das Silikagel hat gleich zwei Aufgaben, da es in sich recht große Mengen Wasser aufnehmen kann und zusätzlich diffusionsoffen ist, um nicht gebundenes Wasser an das Kanalsystem abzugeben. Gleichzeitig schützt es mechanisch die Rippen vor dem Zerdrücken. Zur Not könnte man diese Schüttung auch mit einem modifizierten Staubsauger entfernen und regeneriert wieder auftragen.
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Zum Gitter:

Bei Aluminium geht es anscheinend bis 2 mm Materialdicke....bei Stahl bis 5 mm vgl. https://www.shopmetal.de/lochbleche-aus-stahl-roh/?s=10 damit sollte das alles steif genug sein auch ohne extra Versteifung.


Btw. zum Zusammenpressen:

Nehme für meine Cyanotypie-Sachen die aus einer Acrylplatte, dem lichtempfindlichen Papier, dem Negativ oder Objekten und einer Glasscheibe bestehen immer diese Klemmen her: https://www.amazon.de/MAUL-21351-90-Foldback-Klammer-schwarz-Klemmweite/dp/B000YAYEEO
Bei mir reichen da 4 oder 6 Stück für A4 bzw. A3 um das "Sandwich" zu machen.....

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