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Das kann doch so sowieso nicht funktionieren. Nur wenn da Reinstwasser in dem Fluss ist kann man einfach aus der Säurekonzentration den pH berechnen. Simulationen für solche Systeme rechnet man nicht eben mal mit dem Taschenrechner und ohne genauere Kenntnis der Systemparameter. Man weiß ja nicht, was da so alles an Basen und Puffern in dem Fluss rumschwimmt, man kennt nichmal das Strömungsverhalten.
Das Zitat von Worldmaker sagt doch schon viel aus, das Wasser ist basisch und bestimmt nicht durch eine starke Base, die sofort wegneutralisiert wird. Wenn man das eben so mit primitivsten Rechnungen berechnen könnte, dann würden die Verantwortlichen das doch in 0,34159 Sekunden berechnen und nicht voller Bange mit Messschiffen rumschwimmen.

Nichtsdestotroz ist das ein völliger Blödsinn, erst Panik zu schieben, wegen der ach so gefährlichen Säure und dann alles abzulassen, da wird in beliebige Richtung argumentiert und das ohne Rüchsicht. Was da wirklich los ist weiß man nur, wenn man da nachschaut.

Bei deinen Annahmen:
Volumen von Wasser pro Woche = 2330 m³/s *60s/min *60min/h *24h/d *7d/w = 1,4 * 1012 Liter
n(H2SO4) = 1500.000.000g/(98g/mol) = 15306122 Mol

c= n/V = ~1,09*10-5

pH = -log(2*c) = ~4,7

~ bedeutet "ungefähr" und nicht proportional, wie sonst auch gerne üblich.

Bei Reinstwasser und bei idealer Durchmischung mit dem Zuflusswasser und keiner weiteren Durchmischung, das sind aber Prämissen, die keinesfalls haltbar sind.
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Laut einigen Online-Zeitungen liegt die Abflussmenge zur Zeit bei ca 1600m³/s in welche 12l/s Säure gepumpt werden.

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Eine Berechnung des pH-Wertes ist völlig unmöglich, weil sich im Rhein weit über 3.000 t gelöste Salze tummeln
und weil die konz. Schwefelsäure nur ganz lokal verdünnt wird.
Selbst wenn sie zunächst auf 1:50 verdünnt würde, so würde diese Säure ganz gemütlich an der tiefsten Stelle sich zur Niederlande hin bewegen.
Ph-Wertmessungen ausserhalb dieser "Kernströmung" dürften nur sehr vage realistische Verhältnisse widerspiegeln.
Ich kann mir schon richtig vorstellen, wie sich diese 12l/s in Schlieren sich zur Flussmitte hin bewegen und alle Messungen ausserhalb dieser Strömung die reinsten Lottozahlen sind.

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Die Säure wird beim Einleiten schon direkt mit Wasser verquirlt, sodass das Absinken verhindert werden soll.
Obs funzt ist ne andere Frage

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Da muss ich mich dann tatsächlich irgendwo im Wahn verrechnet haben. Wink

Aber mit dieser Rechnung wollte ich einfach demonstrieren, wie stark die Schwefelsäure in dieses Ökosystem eingreifen kann. Und auch diese Puffersysteme und Basen im Rhein werden ihre Bedeutung und Hintergrund haben (wenn sie nicht gerade von anderer Industrie da reingespült wurden...). Und wenn diese zerstört werden, wird sich das auch auf die Flora und Fauna auswirken.

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Ökosystem hin oder her, hat doch auch keiner behauptet, dass dort nur Lakritzkonfekt oder Gummibärchensaft transportiert wird. Confused
Immerhin macht man sich nen Kopp dass es nicht zum "großen Bruch" kommt. Bzw. man nicht einfach nen großen sauren Streifen in den Rhein lässt, der dann gemächlich nach Rotterdamm läuft damit ihn die BASF dort wieder rausschlürfen kann. Ich versteh auch nicht wo das problem ist die paar t H2SO4 in ein weiteres Boot umzupumpen, sollen es halt nur paar l/min sein, aber irgendwann werden die damit eher fertig, als mit diesem hin und herdiskutiere ob man die Bude anbohrt oder nicht.

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Wären Maulaffen giftige Gefahrstoffe im Sinne der GefStoffV, könnte man das Gaffen an Privatpersonen durch Personen ohne Sachkunde nach §5 ChemVerbotsV nach §328 StGB bestrafen.
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Das ist, als wenn man ne Bürette mit Schwefelsäure über ein großvolumiges, kräftiges Umwälzthermostat mit Wasser hängt, das Teil anschmeißt und mit der Bürette tropfenweise Schwefelsäure zugibt. Quasi ein Tropfen auf den heißen heißen Stein.

Das sind dann vielleicht: 0,5l/s Wasser das vorbeiströmt und 0,05ml/s Schwefelsäure, das wäre ne Verdünnung von 1:100.000.

Wenn man ordentlich spült (was der Rhein an einer Flussschleife ja machen sollte^^), ist das dem Fluss rotzegal. Die müssen halt aufpassen, dass sie das möglichst breit verteilen und nicht immer gleich 5m³ schwapsweise zugeben, sondern, dass sich das Zeug mit dem Wasser verwirbeln und mischen kann.

Ich würde denken, mit nem 25m-Ausleger (wie die Rechen im Klärwerk) und aller 0,5m ne Düse kann man ordentlich was durchpumpen. So ein Teil kann man in 2 Tagen aus Edelstahl o.ä. schweißen (ist doch 96%ige, oder?) den Kahn anbohren ne Pumpe dran und in 1-2 Wochen wäre die Sache gegessen. Zur sicherheit könnte man ja nen kurzen Testlauf von ne halben Stunde machen und 1, 5, 10 und 50km abwärts Proben nehmen und falls das nicht i.O. gehen sollte nachjustieren.

Also die stellen sich manchmal an.


MfG TC

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Nebenbei gesagt: Der Rhein hat schon ganz andere Sachen durchgestanden. Wenn ich bedenke was das teilweise für ne rotbraune Brühe war, die man auf älteren Bildern findet. Und was jetzt? Der Rhein hat stellenweise die Güteklasse I-II an manchen Orten II-III was immer noch durchweg "gut" ist.
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der Chemie-Unfall bei Sandoz war sicher gravierender, immerhin gab es auf 400-500km ein massives Fischsterben.

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Giftige Schwefelsäure
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