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Gibt es ein Medium welches die Lichtintensität durch bestimmte Zusätze verstärkt?

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Pok
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Du meinst etwas besseres als "Maggi"? Vermutlich geht nix über das Originalrezept:

Trypton (10 g), Hefeextrakt (5 g), Glycerin (3 ml), Kochsalz (20 g), Magnesiumsulfat (1 g), Tris-Puffer (6 g), Agar (20 g) in 1 Liter Wasser lösen, pH-Wert auf 7.5 einstellen und 30 Minuten bei 121 °C autoklavieren.

"Eine frisch bewachsene Platte kann so hell sein, dass man in ihrem Licht die Uhr ablesen kann."

Damit dürften sich bessere Fotos machen lassen als die bisher gezeigten. Sowas in der Art. Wink
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Das Tris als reines Salz in Pufferqualität, oder Tris als Pufferlösung?

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Wenn da "Gramm" steht, gehe ich mal davon aus, dass der Feststoff gemeint ist. Mehr als in dem Link steht, weiß ich auch nicht. Da kann man noch mit den Pfeilen nach links und rechts klicken...mehr Infos zum Medium stehen aber nicht da.
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Was hinzu kommt ist ein "Quorum Sensing". So richtig losleuchten tun die meines Wissens nach erst ab einer bestimmten Zelldichte.

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So ist es. Die Bakterien produzieren einen Autoinducer, der sich in der Umgebung ansammelt. Sobald die Konzentration einen bestimmten Punkt überschreitet wird die Synthese der für das Leuchten notwendigen Substanzen induziert. Damit erreichen die Bakterien, daß die energieaufwendige Synthese nur eintritt, wenn die Koloniedichte hoch ist, z.B. in Leuchtorganen von Tiefseefischen (Symbiose). Im freien Ozean wäre die Synthese von Leuchtenzymen eine Energieverschwendung. Bei Vibrio fischeri ist der Autoinducer N-(3-oxo-hexanoyl)3-aminodihydro-2(3H)-furanon. (@NI2: das wär doch mal was für eine Synthese! Mr. Green )

Hohe Konzentrationen bestimmter Nährstoffe. z.B. von Glucose, unterdrücken dagegen die Bildung des luminogenen Systems. Biologischer Sinn dieser sogen. catabolite repression ist vermutlich, daß im Darm der Fische (wo freie Kohlenhydrate vorkommen) lebende Bakterien nicht leuchten.

Ich habe als Student auch mal Leuchtbakterien aus einem grünen Hering isoliert. Das Leuchten ist tatsächlich ziemlich hell. Besonders schön habe ich in Erinnerung wie die Kolonien an der Gefäßwandung einer Flüssigkultur aufleuchteten, sobald man den Kolben schwenkte und Luft daran kam. Da das vor der Zeit der digitalen Fototechnik war, habe ich davon nur eine gezeichnete Dokumentation:



Als Kulturmedium habe ich damals folgendes verwendet:



Tris-Pufferstammlösung ist: 12,1 g TrisR + 86 ml 1 N Salzsäure + Wasser auf 100,0 ml auffüllen. Der pH des Nährbodens soll 7,5-7,8 sein.

Grüße

lemmi

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Ich würde da recht einfach vorgehen um ein Leuchten auf Agar zu erzeugen. Bin zwar kein Mikrobiologe sondern Ökologe (Limnologie) aber um den Inducer zu fördern würde ich einfach den "Dichtestress" erhöhen. Am einfachsten wäre es m.E. in dem Fall die Agarplatten "dichter" zu machen oder stärker zu beimpfen (falls Reinkultur vorhanden) damit der Inducer nicht so schnell aus der Kolonie hinausdiffundieren kann.

However, thats science Wink

p.s.:
Stress die kleinen nicht zu sehr. Soweit ich weiß produzieren die auch ganz gerne mal TTX ... Nicht das Du Stress mit der "Weltregierung" wegen der Genfer Konvention bekommst Wink

p.s.:
@ Lemmi

Respekt für deine Handschrift Shocked

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Geht anstat Viitam R auch normales Hefeextrakt aus dem Laborhandel, also als Pulver?

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Ach ja: und welches Pepton kann ich verwenden?
Zur Auswahl stehen mir:
Pepton aus Casein
Pepton aus Soja
Pepton aus Gelantine
Und Trypton

mfg. Tim

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Nimm doch einfach Trypton. So stehts in der da oben verlinkten Anleitung. Diese Anleitung unterscheided sich ja etwas von der lemmis. Da wirste nicht allzuviel falsch machen können, wenn beide funktionieren. Also einfach n grünen Hering kaufen und loslegen. Wink
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Sry. Den Link habe ich irgendwie übersehen.
Auf dem Handy ist das auch alles ziemlich klein Shocked
Die MO`s habe ich ja zum Glück ja. Very Happy

mfg. Tim

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Die Originalvorschrfit - die ich abgeschrieben habe - spricht nur von "Hefeextrakt" Das Vitam R war ein Notbehelf, weil ich keinen anderen hatte - es funktioniert aber perfekt. Mein Pepton war - glaube ich - aus Casein.

Ganz wichtig ist eine niedrige "Bebrütungs"-Temperatur. Ich hatte das damals im Winter im Keller gemacht, da hatte es 4-6 °C. Bei Zimmertemperatur wachsen die Leuchtbakterien schlecht bis gar nicht bzw. werden sehr schnell von anderen Bakterien überwuchert. Im Kühlschrank habe ich Dauerkulturen (Stichkultur in Schrägagarröhrchen) über ein Jahr lang lebensfähig erhalten können.
Unbedingt sollte man auch eine Flüssigkultur ansetzen, am besten in einem großen Kolben! Hier mein damals verwendetes Rezept:



"Fischwassser" ist einfach Aqua dest, in dem Fischreste (nicht gepökelt/geräuchert!) für 10-15 Minuten gekocht wurden. Meiner Erinnerung nach war das aber nicht besser als Aqua dest-Boullion.

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So, nach ein paar Tagen des ausprobierens melde ich mich nochmal zurück.
Also den Stamm Vibrio fischeri habe ich bekommen, also laut Bezeichnung aliivibrio fischeri und das Nährmedium
dazu hat gerade einmal für 2 Petrischalen gereicht. Nun hatte ich diese Petrischalen beimpft und sieh da: nach 2 Tagen war ein sehr leichtes Leuchten erkennbar,
welches aber schon nach dem 4 Tag wieder verschwand. Nun habe ich das Nährmedium nach lemmis`s Anleitung hergestellt, nur das ich anstelle von NaCl oder Meersalz, das aus dem Aquaristikhandel für
Meerwasseraquarien verwendet hatte. Dieses hatte mich überzeugt, weil darin wohl über 50 Spurenelemente enthalten sein sollen. Außerdem hatte ich statt Vitam R reines Hefeextrakt der Firma Applichem verwendet.
Nun ist das Problem, das die Bakterien darauf super wachsen und gedeihen, aber dafür nicht leuchten.
Woran kann das liegen?
Schonmal danke für eure Hilfe,
mfg. Tim

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Pok
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Hast du jetzt 2 Nährmedien verwendet und bei lemmis leuchtete es überhaupt nicht? Oder bezieht sich die gesamte Beschreibung auf nur dieses Medium?
Hefeextrakt dürfte nicht das Problem sein. Ist ja in der anderen Anleitung auch genannt.
"Quorum sensing" auch nicht, wenn alles gut wächst.
Vielleicht war das Meersalz mit den "Spurenelementen" ungeeignet. Im Hefeextrakt sind doch genug Spurenelemente! Wenn da zu viele Schwermetalle (Kupfer und Co. sind ja auch Spurenelemente) drin waren, könnte es die Lumineszenz abgeschwächt/verhindert haben. Auf solche Kontaminationen reagieren die ja sehr empfindlich und die Biolumineszenz wird dann viel schwächer.

Verunreinigungen: hier
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Bezog sich auf lemmis Nährmedium.
Na dann werde ich es mal mit Natriumchlorid oder Meersalz aus dem Reformhaus versuchen.
Vielleicht klappt es ja dann.

mfg. Tim

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Gewinnung und Züchtung von Vibrio fischeri
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