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Wow! Ich wusste nicht, dass die bei uns freibleibend vorkommen.
Die Tierchen scheinen doch sehr an extreme Umweltbedingungen angepasst zu sein. Wieso sind sie bedroht? Vernichtung des Lebensräume? Pestizide?

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die sind voll niedlich Very Happy

hmm, keine Ahnung ob das noch aktuell ist, aber auf der auf wikiedia verlinkten Seite https://homepage.univie.ac.at/erich.eder/UZK/ (anbindung an die Uni Wien, wenn ich nicht irre) wird darum gebeten, bei Auffinden solcher Vorkommen diese Funde zu melden. Ich denke mal, es wird wohl um eine Kartierung zur Bestandserfassung gehen.

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Das sind ja wieder tolle Schnappschüsse! Auch das Video von Pok mit den Sommerschildkrebsen, die sind mir früher in der alten Heimat in Pfützen auch öfters begegnet. Wink

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Pok
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Wo lag denn deine alte Heimat? Früher sollen die wirklich häufig gewesen sein.

Der natürliche Lebensraum besteht in Auen, die gelegentlich überflutet werden. Weil die Flüsse heute fast alle befestigt sind, gibt es diese Überflutungen kaum noch. Alte militärische Übungsplätze (wie hier am Fundort) schaffen noch diese sogenannten "Störungen", wo der Boden z.B. durch Panzer aufgerissen, vertieft und verdichtet wird, sodass sich Regenwasser sammeln kann. Diese Tümpel müssen aber auch mal austrocknen, sonst etablieren sich da Fressfeinde. In Flüssen oder Fischteichen wird man die Krebse deshalb nicht finden. Die Trockenheit wird durch extrem langlebige und robuste Eier überbrückt. Es ist schwierig, solche Störungen durch Naturschutzmaßnahmen nachzuahmen. Kaum ein normaler Bürger hätte Verständnis dafür, wenn alle paar Jahre mit Bulldozern ein Naturschutzgebiet umgepflügt wird. Sehr viele seltene Arten können aber mit einem Dauerzustand (jahrelang nur Heidelandschaft oder Wiese oder Wald) überhaupt nix anfangen und brauchen solche (Zer)störungen.

Der Kopfschild der größten Tiere war 1-1,5 cm lang. Die Gesamtlänge (bis zur äußersten Schwanzspitze) war max. 4-5 cm. Aber die können auch noch etwas größer werden.

@eule: das Vorkommen ist bereits sehr gut erforscht und detailliert kartiert, wie ich später gelesen habe.

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Pok hat Folgendes geschrieben:
Sehr viele seltene Arten können aber mit einem Dauerzustand (jahrelang nur Heidelandschaft oder Wiese oder Wald) überhaupt nix anfangen und brauchen solche (Zer)störungen.

Das kenne ich von Ruderalpflanzen. Die wachsen auch bevorzugt auf frisch umgegrabenem Gelände. Bei uns in der Region ist das der Stechapfel. Ich finde ihn regelmäßig da, wo gerade gegraben wurde. Einmal wurden längs der Rheinpromenade Bäume gepflanzt. In jedem Pflanzloch wuchs ein Stechapfel, obwohl ich in der näheren Umgebung vorher nie welchen gesehen hatte.

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Pok hat Folgendes geschrieben:
Wo lag denn deine alte Heimat? Früher sollen die wirklich häufig gewesen sein.


Landkreis Osnabrück; genauer Altkreis Wittlage, wo die Hunte bis in die 1970er Jahre oft Randgebiete überflutete, bevor sie endgültig befestigt wurde.

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Pok
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Keine Ahnung, ob es hierfür einen deutschen Begriff gibt, aber im Englischen nennt man das "ice spikes":








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Hier der englische Wikiartikel dazu.

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There is no sadder sight in the world than to see a beautiful theory killed by a brutal fact. [T. Huxley]

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Das ist ein Bisschen wie "Eiszapfen verkehrt". Vor mindestens zehn Jahren stand [glaube ich]* in "Physik in unserer Zeit" ein Artikel zu diesem Thema drin.

Auch interessant: http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/03_11.htm Haareis


* = EDIT sagt: Vermutlich hat @Eule den "richtigen" Artikel gefunden.
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NI2
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@Glaskocher: Diese Erklärung ist leider nicht korrekt bzw unaktuell. Der Auslöser für Haareis ist nur ein bestimmer Pilz: Exidiopsis effusa. Die Veränderung des Holzes ist nicht die Ursache, tötet man den Pilz ab bildet sich auch kein Haareis mehr.

Link zum paper: Klick (Biogeosciences, 12, 4261–4273, 2015)

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keine Ahnung, wann es war, ich vermute, es stand in der Spektrum in der Kolumne (?) "Schlichting" etwas dazu(keine Ahnung, vllt. ist das der sebe Artikel, den schon Glaskocher erwähnte). Haareis sieht deutlich anders aus, feiner und nahezu immer auf Holz, selten auf sehr dicht stehenden Schilfstümpfen (soweit mir bekannt).
Die hier gezeigte Struktur hat ihren Ursprung in folgendem Geschehen, das auch leicht im Eiswürfelfach des Kühlschranks nachzustellen ist: Wasser gefriert(wie üblich) an der Oberfläche - eine "schwächere Stelle in der "Eismembran" kann sich das aufgrund der Dichteanomalie des Wassers durch die nun vorhandene Begrenzung des Volumens einen Weg bahnen. ein wenig tritt aus, gefriert aber schnell wieder. Da der sich so bildende "Pickel" weniger tief durchgefroren ist bleit dort die dünne Stele weiter erhalten, es gibt eine erneute kleine Eruption usw. bis das Reservoir unten ganz durchgefroren ist.
In den Fotos ist sehr schön der jeweilige "zentrale Kamin" zu erkennen.

zum Nachbau einfach etwas handwarmes Wasser in einer flachen Schale oder Eiswürfelwanne ins Gefrierfach stellen. Kaum ist an der Oberfläche eine Membran entstanden, mit Zahnstocher ein ganz kleines Loch hineinpieksen. Wieder im Eisfach strömt ein wenig wasser aus, gefriert wieder. Wiederholt man das häufig genug, so läßt sich ein schöner Eiszapfen heranziehen.

Ein gesundes und erfolgreiches 2020 wünsche ich euch.

ooops. hätte erstmal den wikipediaartikel ansehen sollen dann hätte ch mir die tipperei sparen können.

nochmal edit: https://www.spektrum.de/magazin/eiszapfen-die-gen-himmel-wachsen/1061773

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Ich konnte den Bericht auf Spektrum.de nicht vollständig lesen, aber erinnere mich an die Vogeltränke des Autors. Also kann das auch jener Artikel gewesen sein.
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